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Die nächste Infoveranstaltung findet am 31.08.2019 um 17 Uhr statt. Wir bitten um Anmeldung.

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Analytische Entwicklungspsychologie

Freitag 11-01-2019 15:00-20:00 Uhr und Samstag 12-01-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. phil. Ursula Berges

Psychoanalytische Theorien über die psychische Entwicklung des Menschen sind die Grundlage psychodynamischer Behandlungstheorie und -praxis. Im Rahmen des Seminars werden ausgewählte analytische Konzepte zur Entwicklung vorgestellt. Wir beschäftigen uns mit den klassischen Entwicklungsmodellen sowie deren theoretischen Weiterentwicklungen, die sowohl wissenschaftliche Ergebnisse der Hirn-, der Säuglings- und der Bindungsforschung integrieren. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen, wie die theoretischen Konzepte sich in der psychotherapeutischen Praxis niederschlagen und unsere psychoanalytische Haltung und Interventionen mitbedingen. Die Bereitschaft, eigene Fallbeispiele zur Verfügung zu stellen, wäre wünschenswert.

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Erste Hilfe Maßnahmen bei körperlichen Notfällen in der ambulanten Praxis

Freitag 09-08-2019 15:00-20:00 Uhr

Hier geht es um grundlegende durchzuführende Maßnahmen um menschliches Leben zu retten, bedrohende Gefahren oder Gesundheitsstörungen bis zum Eintreffen professioneller Hilfe abzuwenden oder zu mildern.
Maßnahmen insbesondere bei:
•    Bewusstseinsstörungen
•    Störungen des Herz-Kreislauf-Systems
•    Wunden
•    lebensbedrohlichem Schockzustand
•    Hyperventilation
•    drohender Erstickung
Durchführung einzelner Übungen zu oben genannten Themen.

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Psychiatrische Krankheitslehre

Freitag 18-01-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. med. Barbara Rogmans

In diesem Seminar sollen psychiatrische Kenntnisse vermittelt werden zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie von affektiven Störungen und Psychosen. Hierbei geht es vor allem um praxisrelevantes Wissen für den psychotherapeutischen Alltag. Wie erkenne ich diese Erkrankungen? Wie verlaufen sie? Wie kann ich sie voneinander abgrenzen? Welches therapeutische Vorgehen ist sinnvoll? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Unterschiede in der stationären und ambulanten Behandlung?

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Männer und das (un)heimliche Land der Gefühle – Psychotherapie mit Männern

Samstag 19-01-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Björn Süfke

Ein wichtiger Aspekt bezüglich der Therapie- und Beratungsarbeit mit Männern ist die Tatsache, dass Jungen und Männern im Laufe ihrer Sozialisation der Zugang zu ihren Gefühlen mehr und mehr erschwert wird, was letztlich zum „männlichen Dilemma“ des mangelnden Selbstbezugs führt. Im Beratungssetting entsteht aber zusätzlich noch ein „Männerberatungs-Dilemma“, da dort die „Arbeit“ mit und an Gefühlen gewünscht und gefordert ist. Männer, die dazu erzogen wurden, ihre inneren Konflikte im Außen, d.h. durch „Externalisierung“, zu lösen, sollen und müssen nun Lösungen und Entscheidungen in ihrem Inneren „erarbeiten“, in einem Inneren, zu dem ihnen der Blick bislang erschwert oder gar versperrt war.

Um diesem doppelten Dilemma gerecht werden zu können, ist eine männerspezifische beraterische Herangehensweise nötig, bei der die betroffenen Männer in einem sowohl konfrontativen als auch solidarischen Setting lernen, Kontakt zu ihren Gefühlen aufzunehmen und diesen Selbstbezug in den Beratungsprozess hilfreich einzubringen. Der Mann wird dabei in einem doppelten Sinne zur Sprache gebracht, d.h. inhaltlich zum Thema gemacht und zu einem persönlicheren Sprechen „verführt“, wobei der spezifischen Qualität der Beziehung zwischen Klient und BeraterIn eine herausragende Rolle zukommt.

In dieser Fortbildung geht es also ganz konkret um die besonderen Schwierigkeiten von Männern, welche sich auch in der therapeutischen Beziehung offenbaren. Es wird aufgezeigt, warum Männer ein speziell auf sie zugeschnittenes therapeutisches Vorgehen benötigen und wie dieses konkret aussehen kann. Dabei werden theoretische Inputs, praktische Übungen, Modellberatungen, Gruppenarbeiten sowie die Reflektion eigener Beratungs- und Lebenserfahrungen zur Anwendung kommen.

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Prüfungsvorbereitung: Fragen Verhaltenstherapie beim IMPP

Samstag 19-01-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Meike Schröder

Im Seminar werden die Grundbegriffe und Konzepte der Verhaltenstherapie wiederholt sowie daraus resultierende Annahmen zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen dargestellt. Aus diesen ergeben sich auch die Ansatzpunkte der verhaltenstherapeutischen Therapieverfahren, welche im Seminar behandelt werden.

Schwerpunkte werden dabei auf die bisher in den Prüfungen gefragten Inhalte und einen Überblick über die relevanten Begriffe gelegt. So soll es möglich werden, die Fragen zum verhaltenstherapeutischen Teil in der Prüfung zu verstehen und zutreffend zu beantworten. Wir werden es leider nicht schaffen, alle Inhalte in der Tiefe zu behandeln oder für unsere tägliche Praxis anwendbar zu machen. Ziel ist aber möglichst alle Fragen der TeilnehmerInnen zu klären und sicherheitsgebende Herangehensweisen für die Prüfung zu entwickeln.

Nach einem Theorieblock werden daher auch an das IMPP angelehnte Prüfungsfragen bearbeitet und die Antworten im Anschluss ausführlich besprochen.

Vorkenntnisse in Verhaltenstherapie sind hilfreich. Zur Prüfungsvorbereitung und bei Bedarf auch groben Orientierung vor dem Seminar empfiehlt sich zum Beispiel Das Repetitorium: Lehr- und Lernbuch für die schriftlichen Abschlussprüfungen zum Psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten von Kandale & Rugenstein, DPV, 2016.

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Diagnostik und Therapie der bipolaren Störung

Freitag 25-01-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. med. Barbara Rogmans

In diesem Seminar sollen psychiatrische Kenntnisse vermittelt werden zur Symptomatik,  Diagnostik und Therapie der Bipolaren Störung. Hierbei geht es vor allem um praxisrelevantes Wissen für den psychotherapeutischen Alltag. Wie erkenne ich diese Erkrankung? Wie verläuft sie? Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht auf eine Bipolare Störung habe? Welches therapeutische Vorgehen ist sinnvoll? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Unterschiede in der stationären und ambulanten Behandlung?

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Was ist psychodynamisches Denken?

Samstag 26-01-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Julia Drever &  Dipl.-Psych. Kerstin Friedrich

In diesem Seminar soll es um zentrale Begrifflichkeiten der psychodynamischen Therapieansätze gehen. Dabei werden sowohl das Menschenbild, die Annahmen der  Psychodynamik als auch Behandlungsmethoden anhand von Übungen und Beispielen beleuchtet.

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Auf der Suche nach der Resonanz: "Ich werde gesehen, also bin ich" Zur Dynamik des Narzissmus zwischen schöpferischer Funktion und Pathologie. Kasuistik für modifizierte analytische Psychotherapie

Freitag 01-02-2019 15:00-20:00 Uhr und Samstag 02-02-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. et. Theol Eva-Maria Einig

Für das zeitgenössische Selbst sind die sozialen Netzwerke in ihren verschiedenen Facetten selbstverständlich gewordene soziale Resonanzräume. Neben der identitätsstiftenden Wirkung von Selbstdarstellung und Selbstoptimierung entgleisen aber ebenso deutlich viele narzisstische Identitätsspiele auf furchtbare Weise.

Die Diagnostik gestörter Resonanzbeziehungen in der Biografie unserer Patienten führt uns zur Einschätzung der Schwere ihrer Störung und ihres Leidens: Ob in der Neurose, Psychose oder Persönlichkeitsstörung. Entsprechend differenziert ist die Therapieplanung und die Therapietechnik zu gestalten, um in der Behandlung einen gemeinsamen Resonanzraum herstellen zu können und Heilungschancen zu optimieren.
Am 1. Tag werde zwei Kasuistiken der Referentin dargestellt.
Am 2. Tag besteht die Möglichkeit eigene Kasuistiken vorzustellen. Hierzu bitte ich Sie um Voranmeldung unter meiner email.

Empfohlene Literatur:
Altmeyer,Martin(2016): Auf der Suche nach der Resonanz. Vandenhoeck&Ruprecht
Rudolf,Gerd (2014): Psychodynamische Psychotherapie. Die Arbeit an Konflikt, Struktur und Trauma. Schattauer

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Prüfungsvorbereitung: Berufsrecht und Berufsethik

Freitag 01-02-2019 15:00-20:00 Uhr

Prof. Dr. Corinna Grühn

Dieses Seminar dient der  Prüfungsvorbereitung für den Bereich Berufsethik und Berufsrecht. Die in den vorhergehenden rechtlichen Seminaren erworbenen Kenntnisse werden wiederholt und vertieft. Themen werden entsprechend die rechtlichen Grundlagen für die Ausübung der Tätigkeit als psychologischer Psychotherapeut bzw. -therapeutin sein, die Organisationsstrukturen und das sozialtstaatliche System.  Methodisch wird im Plenum, in Kleingruppenarbeit bzw. Einzelarbeit  der Prüfungsgegenstand erschlossen.

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Berufsrecht und Berufsethik

Samstag 02-02-2019 09:30-14:45 Uhr

Prof. Dr. Corinna Grühn

Das Seminar befasst sich mit den berufsrechtlichen und berufsethischen Grundlagen für psychologische PsychotherapeutInnen. Es werden die berufsrechtlichen Regelungen zum Zugang und zur Ausübung des Berufs behandelt (insbesondere die Berufsordnung für psychologische Psychotherapeuten und die sich daraus ergebenen Rechtsfragen). Zudem werden berufsethische Fragen und die vier Prinnzipien der Medizinethik erarbeitet.

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Grundlagen der Neuropsychologie für die ambulante Praxis

Freitag 08-02-2019 15:00-20:00 Uhr

Dipl.-Psych. Gabriele Kroll

Neuropsychologie eine „alte“ Fachdisziplin; seit Februar 2012 ist die neuropsychologische Therapie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden. Mit dieser Entscheidung verbessert sich die Versorgung von Menschen mit erworbenen Schädigungen des Gehirns erheblich. Im Rahmen des Seminars sollen hierzu einige Informationen und Rahmenbedingungen für die ambulante Tätigkeit gegeben werden. 

Das Seminar ist wie folgt gegliedert:

  • neuronale Korrelate und Neuropsychologie psychischer Störungen – ein Ausschnitt
  • häufig vorkommende neurologische Erkrankungen
  • neuropsychologische Leistungsstörungen
  • neuropsychologische diagnostische Verfahren
  • neuropsychologische therapeutische Ansätze

Weitere therapeutische Aspekte wie z. B. die Arbeit mit Angehörigen, umfassende Begleitung des/der Betroffenen, Thema Fahrfähigkeit werden begleitend einfließen.
Je nach Kenntnisstand der TeilnehmerInnen können manche Inhalte verkürzt und manche vertieft werden.

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Somatoforme Schmerzstörungen unter psychodynamischen Aspekten und Zugrundlegung des Bio-Psycho-Sozialen Modells

Freitag 15-02-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. med. Lothar Neitzel

Das Seminar befasst sich mit den Entstehungsbedingungen von chronischen Schmerzen, die im Wesentlichen psychogen bedingt sind, im Gegensatz zu organogen bedingten akuten Schmerzen. Eine frühe strukturelle Bindungsstörung, eine unsichere Bindung und eine frühe Bindungsdefizit-Traumatisierung macht Kinder „pain prome“, so dass sie geradezu dazu neigen, Schmerzen erleiden zu müssen, wie schon Adler 1996 es formulierte. Nach Resch 1999 wird ein wehleidiges Schmerzverhalten gleichsam von Kindesbeinen an eingeübt.

Das führt zu neurobiologischen Veränderungen im Gehirn (im sogenannten Schmerzgedächtnis) und ist immer stressinduziert. Die Psychoneuroimmunologie, als neue, ganzheitlich ausgerichtete, psychodynamische Forschungsrichtung, befasst sich mit den komplexen Zusammenhängen zwischen biologischen, psychologischen und sozialen Variablen und wird damit immer mehr ein Modell für Richtigkeit des Bio-Psycho-Sozialen Ansatzes von Engel 1959.

Schon Freud versuchte eine analytische Deutung der Somatisierung, nannte es dann Konversionsstörung oder Neurose, wenn ein seelischer Konflikt in körperliche, somatische Symptome, wie z.B. bei der Migräne, konvertiert wird. Es soll im Seminar bearbeitet werden, wie somatoforme Störungen psychodynamisch gedeutet werden können und wie sie ganzheitlich, also psychosomatisch, mit einem multimodalen Ansatz behandelt werden müssen.

Fallbeispiele sind ausdrücklich gewünscht zur Frage: „Wozu brauche ich meinen Schmerz?“

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Psychopathologie

Samstag 16-02-2019 09:30-16:30 Uhr

Prof. Dr. Michael Seidel

Das Seminar führt ein in die Stellung des psychopathologischen Befundes im Rahmen der psychiatrischen Diagnostik und erläutert die wichtigsten psychopathologischen Phänomene. Es orientiert sich im Hinblick auf die Gliederungslogik des psychopathologischen Befundes und die Definition der Phänomene am weit verbreiteten AMDP-System.

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Prüfungsvorbereitung: Statistik + Evaluation

Samstag 16-02-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Claudia Pudel

Dieses Seminar soll Ihnen helfen sich auf die Prüfungsfragen im Bereich Statistik und Evaluation vorzubereiten. Die geschieht an Hand der Erfahrungen und Rückmeldungen bisheriger Prüfungsabsolventen. Das Seminar gliedert sich in 3 Teile.
1: Grundlagenaspekte
2: Forschungsprozess, Epidemiologische Methoden / Studientypen
3: einzelne Aspekte der Datenauswertung

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Diagnostik und Therapie der Zwangsneurose

Freitag 22-02-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. med. Gerhard Paar

Das Problem der Zwangsstörung wird in einen breiteren kulturellen Kontext gestellt. Ergiebig zum psychodynamischen Verständnis bleibt die Krankengeschichte von Sigmund Freud „Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose“, von 1909, genannt „Der Rattenmann“. Darin spielen Analerotik und prägenitale Sexualentwicklung eine prägende Rolle. Die Zwangssymptomatik dient demnach dem Erhalt und der Integration lebensnotwendiger Impulse.

In seinem gesamten wissenschaftlichen Leben hat sich Freud mit verschiedenen Aspekten der Zwangsneurose auseinandergesetzt. „Die Zwangsneurose ist wohl das interessanteste und dankbarste Objekt der analytischen Untersuchung, aber noch immer als Problem unbezwungen“ (1926). Das Verständnis ist beeindruckend, die daraus entwickelte Behandlungstechnik mager. Siehe H. Quint:“ Die Zwangsneurose aus psychoanalytischer Sicht“, Springer 1988, von insgesamt 83 S. Text umfasst der Therapieteil ganze 10 S.!

Das Problem psychodynamischer Konzepte zur Zwangsneuose liegt behandlungstechnisch darin, daß versäumt wurde, wirksame lerntheoretische und kognitive Behandlungselemente zu integrieren. Kognitiv-behaviorale Therapieformen stellen heutzutage die Therapie der Wahl in der Behandlung der Zwangsstörungen dar. Klinik, Ätiologie, insbesondere neurobiologische Konzepte und die Behandlungsstrategien werden dargestellt. Zu beachten ist die Trennung von Zwangsstörung und Zwangscharakter.

Ursprünglich hat die Psychoanalyse Dynamiken der Zwangsstörung  wie Kontrollstreben, hohe Ambivalenz, Abwehrformen skizziert. In der Ära von Kosteneffizienz und Wirksamkeitsnachweis ist ihre Bedeutung für die Behandlung der Zwangsstörungen gesunken. Vielleicht liegt die Zukunft in einem  multimodalen Ansatz  zur Behandlung von Zwangsstörungen, bestehend aus Verhaltensmodifikation, Medikation und psychodynamischer Psychotherapie.

Literatur:

S. Freud Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose (1909)
H. Quint „Die Zwangsneurose aus psychoanalytischer Sicht (1988)
P.M. Salkovskis et al. Zwangsstörung. In: Margraf, Schneider (Hrsg.) Lehrbuch der Verhaltenstherapie (2018)
A. Bechdel (2006) Fun Home, A Family Tragicomic. Jonathan Cape, London
A. Bechdel (2012) Are You My Mother, A Comic Drama. Jonathan Cape, London

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Die Psychodynamik der Selbstzerstörung

Samstag 23-02-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. phil. Elmira Marks

„Vielleicht liegt die Wurzel unserer ganzen Mühsal, der menschlichen Mühsal darin, dass wir alle Schönheit unseres Lebens opfern, dass wir uns verschanzen hinter Totems, Tabus, Kreuzen, Blutopfern, Kirchtürmen, Moscheen, Rassen, Armeen, Fahnen, Nationen, um die Tatsache des Todes zu leugnen…“ (James Baldwin, Hundert Jahre Freiheit ohne Gleichberechtigung)- Im Seminar wird das psychodynamische Verständnis  der Selbstzerstörung vermittelt – angefangen beim Todestrieb in den Werken von Siegmund Freud bis in das moderne psychodynamische Verständnis – in Die Funktion der Dysfunktionalität (nach S. Mentzos).  Die Inhalte werden durch Fallbeispiele dargestellt.

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Prüfungsvorbereitung: ICD-10

Samstag 23-02-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Kathrin Glaesener

Das Seminar richtet sich an AusbildungskollegInnen, die sich auf die schriftliche Approbationsprüfung vorbereiten wollen. Sie werden einen Überblick bekommen über die Themenbereiche "Psychischer Befund" und ICD-Diagnosen der Kapitel F0-F7. Ich werde den Fokus darauf legen, Ihnen Prüfungswissen aufbauend auf Ihrem sowieso schon bestehenden Wissen über Diagnosestellung im klinischen Alltag zu vermitteln. Bitte bringen Sie ihr ICD-10 mit - egal ob rot oder blau.

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Prüfungsvorbereitung: TP/AP

Sonntag 24-02-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Kathrin Glaesener

Das Seminar richtet sich an AusbildungskollenInnen, die sich auf die schriftliche Approbationsprüfung vorbereiten wollen. Wir werden die theoretischen Grundlagen der psychodynamischen Verfahren prüfungsrelevant erarbeiten. Dazu gehören die unterschiedlichen analytischen Schulen sowie deren zentrale Konzepte, außerdem Diagnostik und Behandlungstechnik.

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Indikation zur Behandlung in unterschiedlichen Settings (Einzeltherapie, Paar- und Familientherapie) und deren Methodik

Freitag 01-03-2019 15:00-20:00 Uhr

Prof. Dr. Manfred Heck

Moderne Anwendungen psychodynamischer Psychotherapie nutzen unterschiedliche Settings und Behandlungsarrangements, um damit – flankierend zur psychotherapeutischen Interaktion und Intervention -, einen veränderungsoptimalen steuernden und fokussierenden Einfluss auf ihre Patientinnen und Patienten auszuüben.

Im Seminar werden unter diesem Aspekt drei psychotherapeutische Verfahren vorgestellt: Einzel-, Paar- und Familienpsychotherapie und diese werden im Hinblick auf die jeweilig spezifischen Chancen und Risiken dieser Verfahren erläutert. Ziel des Seminars ist die Vermittlung von Grundkompetenzen und methodischen Behandlungsprinzipien zur Anwendung dieser Verfahren je nach der jeweiligen klinischen Situation.

Dies kann angesichts der zur Verfügung stehenden Zeit notwendigerweise nur skizzenhaft vermittelt werden.

PPT-Folien können voraussichtlich leider nicht zur Verfügung gestellt werden.

Themenbezogene Fragestellungen und Fälle, bei denen entsprechend die Indikation und/oder die jeweils adäquate Methodik im Seminar erörtert werden könnte, sind sehr erwünscht.

Empfohlene Literatur:

  1. Benecke, Cord (2014): Klinische Psychologie und Psychotherapie – Ein integratives Lehrbuch Stuttgart Kohlhammer Auflage (Kapitel 9.; 31.3.1; 34)
  2. Rettenbach, Regina & Christ, Claudia (2014): Die Psychotherapieprüfung Stuttgart Schattauer 3. Auflage ( Kapitel 3, 2.4; 5. 1; 5.2.2.; 5.3; 29.2, 9.3.1-9.3.6)
  3. Kriz, Jürgen (2006): Grundkonzepte der Psychotherapie: München Beltz PVU 6. Auflage (hier vor allem: Kapitel 17.3, 17.4; 19; 20)

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Methodik klinischer Diagnostik und Intervention psychodynamischer Therapien

Samstag 02-03-2019 09:30-16:30 Uhr

Prof. Dr. Manfred Heck

Im Seminar sollen grundlegende Prinzipien und Methoden psychodynamischer Therapie vorgestellt werden, insbesondere

  • bei der klinischen Erstuntersuchung als Interviewdiagnostik unter Berücksichtigung situativer/kontextueller Einflussfaktoren
  • therapierelevante rollentheoretische Aspekte und Strukturierungen, auch mögliche Komplikationen
  • ein strategisches Prozessmodell zum Vorgehen in Tiefenpsychologisch fundierten Therapien.

Moderne Anwendungen psychodynamischer Psychotherapie stellen sich in spezifischer Weise auf die jeweilige klinische Situation bzw. „Bedürftigkeit“ der Patientensysteme ein und nutzen neben unterschiedlichen Settings und Behandlungsarrangements individuell angepasste Strategien und Interventionen, um die Patientinnen und Patienten zu einer Weiterentwicklung anzuregen, welche die Beschwerden/Störungen/“Symptome“, die sie in Behandlung geführt haben, psychodynamisch weitgehend überflüssig macht und diese so in der Regel abklingen lässt.

Dieses Konzept ist mit einer Vorstellung von einem aktiven Therapeutenverhalten verbunden, das sich weder auf ein vor allem empathisch die Affekte begleitendes, „nondirektives“ Vorgehen beschränkt noch auf dem entgegengesetzten Pol in einem primär verhaltenstechnischen Ansatz unmittelbar Veränderungen hervorzurufen versucht, sondern das auf der Basis eines umfassenden Beziehungs- (Übertragungs)-, Verstehens- und Entwicklungsansatzes einen veränderungsoptimal  steuernden und fokussierenden Einfluss auf die Patientinnen und Patienten auszuüben versucht.

Ziel des Seminars ist dem entsprechend die Vermittlung von Grundkompetenzen und methodischen Behandlungsprinzipien bei der Anwendung psychodynamischer Verfahren je nach der jeweiligen klinischen Situation.

Dies kann angesichts der zur Verfügung stehenden Zeit notwendigerweise nur in Grundzügen vermittelt werden.

PPT-Folien können voraussichtlich leider nicht zur Verfügung gestellt werden.

Themenbezogene Fragestellungen und Fälle, bei denen entsprechend die jeweils adäquate Methodik im Seminar erörtert werden könnte, sind sehr erwünscht.

Empfohlene Literatur:

  1. Benecke, Cord (2014): Klinische Psychologie und Psychotherapie – Ein integratives Lehrbuch Stuttgart Kohlhammer Auflage (Kapitel 9.; 31.3.1; 34)
  2. Fürstenau, Peter: Entwicklungsförderung durch Therapie – Grundlagen psychoanalytisch-systemischer Psychotherapie. München Pfeiffer 1992
  3. Fürstenau, Peter: Psychoanalytisch verstehen Systemisch denken Suggestiv intervenieren. Aufl. Stuttgart Klett-Cotta 2007
  4. Kriz, Jürgen (2006): Grundkonzepte der Psychotherapie: München Beltz PVU 6. Auflage (hier vor allem: Kapitel 17.3, 17.4; 19; 20)
  5. Mentzos, Stavros (2011): Lehrbuch der Psychodynamik – Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen. Göttingen Vandenhoeck & Ruprecht, (Auflage)
  6. Mertens, Wolfgang: Psychoanalyse – Grundlagen, Behandlungstechnik und Anwendung – Stuttgart Kohlhammer Urban überarb. Auflage 2005
  7. Rettenbach, Regina & Christ, Claudia (2014): Die Psychotherapieprüfung Stuttgart Schattauer 3. Auflage ( Kapitel 2.3, 2.4; 5. 1; 5.2.2.; 5.3; 29.2, 9.3.1-9.3.6)

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Trieb- und Konfliktpsychologie

Samstag 02-03-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. med. Georg Driesch

Nach Sigmund Freud könnte man sagen: „Im Anfang war der Trieb…“ Gilt das heute noch? Welche Rolle spielen Triebe, Triebbewältigung, Triebabwehr und innere Konflikte heute in der Ätiologie und Therapie psychischer Störungen? In diesem Seminar lernen Sie die klassische Trieb- und Konfliktpsychologie theoretisch kennen und hoffentlich ihre praktisch Relevanz für die TP-Psychotherapie schätzen.

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Paranoide Persönlichkeitsstörung

Freitag 08-03-2019 15:00-20:00 Uhr

Dipl.-Psych. Ewelina Demetris Malberg

Die Hauptmerkmale der Paranoiden Persönlichkeitsstörung sind Misstrauen und Argwohn. Die Betroffenen erleben die Welt und die Motive anderer als feindselig und ausbeuterisch. Sie reagieren bei Kränkungen nachtragend und bei Zurückweisungen übertrieben empfindlich. In ihren Gedanken und Gefühlen sind Patienten mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung unablässig mit Konflikten und Bedrohungen beschäftigt, die sie als von außen kommend erleben.  Dies führt zum Leidensdruck der Betroffenen und zu interpersonellen Konflikten.

Im Verlauf des Seminars werde ich Ihnen die Symptome, die Diagnostik, die  psychodynamischen Erklärungsmodelle für die Entstehung der paranoiden Persönlichkeitsstörung und die entsprechenden psychodynamischen Behandlungsansätze und Techniken vorstellen.

Das Ziel des Seminars ist es, einen fundierten Einblick in diese Persönlichkeitsstörung zu verschaffen und am Beispiel von Fallvignetten ein Verständnis und konkrete Ideen für den therapeutischen Umgang mit den betroffenen Patienten zu entwickeln.

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Gerontopsychotherapie

Samstag 09-03-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. phil. Corinna Lange

Nach einer Einführung in die lebensphasenspezifischen Entwicklungsaufgaben sowie in eine Typologie psychischer Symptombildung im höheren Alter sollen v.a. therapeutische Aspekte im Vordergrund stehen:  Welche Motive haben Ältere, die psychotherapeutische Hilfe aufsuchen? Wie wirkt sich das Spannungsfeld jüngerer Therapeut und älterer Patient auf die Übertragung / Gegenübertragung im psychotherapeutischen Prozess aus? Was ist im Erstinterview, in der Indikationsstellung und der Behandlungsplanung zu bedenken? Wie sehen Ihre Aufgaben im psychotherapeutischen Prozess aus? Diese Fragen sollen anhand von Fallvignetten gemeinsam diskutiert werden.
Bitte eigene Fälle aus der Praxis mitbringen.

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Das psychodynamische Erstgespräch

Freitag 15-03-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. med. Christian Stock

Im Erstgespräch treffen die Welt des Therapeuten und die Welt des Patienten aufeinander. Der eine ist Spiegel, der andere wird gespiegelt und weiß nicht, was auf ihn zukommt. Aber auch der Therapeut weiß trotz seiner Erfahrung nicht, welche Welt er diesmal betritt und wird immer wieder überrascht.  Der Patient erfährt sich selbst in der Reflektion, etwas, was er bis dahin noch nie gemacht hat. Geht er in die Regression. oder macht er dabei Fortschritte? Unweigerlich entsteht eine Bindung und eine Beziehung (oder auch nicht), die den Anspruch hat, „korrigierend“ zu sein und anders als bisherige Beziehungserfahrungen abzulaufen („szenischer Verlauf“). Manche Autoren sprechen sogar vom „Reparenting“. Und neben der verbalen Kontaktaufnahme passiert ganz viel auf der nonverbalen Ebene unter der Bewußtseinsschwelle (auch das muß der Therapeut im Auge behalten). Die Aufmerksamkeit des Patienten wird nach innen gelenkt, anders als sonst, wo sie eher nach aussen gerichtet ist. Der Therapeut muß sachliche Daten erheben („objektiv“), aber auch widersprüchliche und neurotische Verhaltensweisen („subjektiv“) bewußt machen, hinterfragen und verstehen. Er fungiert vielleicht als Hilfs-Ich, vielleicht muß er auch nur ordnen und sortieren. Es findet eine Art Tanz statt. Der Therapeut führt und wird geführt, er muß seine professionelle Rolle wahren und dennoch die Freiheit des Patienten respektieren. Letztendlich findet also ein Kontakt auf mehreren Ebenen statt mit offenem Ausgang.
Im Erstinterview werden somit die Weichen gestellt für ein gutes Gelingen einer Therapie. Das Seminar will die verschiedenen Facetten beleuchten und ergründen, die sich dabei ergeben:
Wie geschieht die Beziehungsgestaltung? Wie ist das Strukturniveau des Patienten auf den ersten Blick? Wie sind die Therapievoraussetzungen (günstig oder ungünstig)? Wie geht der Therapeut mit Widerständen um? Was wären „vernünftige“ und „unvernünftige“ Therapieziele und wo liegt orientierend der Konflikt des Patienten? Was ist überhaupt der Auftrag (explizit und implizit?) Wie schwer ist die Störung? Wie die Prognose? Wann wird konfrontiert, wann geklärt, wann gedeutet? Wie ist gutes Timing zu verstehen? Welche Fragen stellt man? Welche Fragen lässt man sich stellen? Welche Fragen stellt man nicht, oder erst später? Welche organischen und psychiatrischen Krankheiten müssen berücksichtigt werden? Welche Ressourcen hat der Patient (Psychosoziales Umfeld)? Wann lehne ich einen Fall ab? Wie mache ich die Behandlungsplanung?

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Szenisches Verstehen

Samstag 16-03-2019 09:30-16:30 Uhr und Sonntag 17-03-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

Innerhalb einer  Therapiestunde wird gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen „gesendet“.
Das Verständnis der Interaktionsprozesse verhilft zu einer klareren Wahrnehmung relevanter Inhalte, wobei Therapeut und Patient sich wechselseitig in Szenen einbinden.

Szenisches Verstehen ist ein wichtiger Zugangsweg für die Identifikation und Beschreibung des Übertragungsgeschehens. Somit ist diese Technik gleichermaßen hilfreich für die Diagnostik und die Therapieplanung. Die Methode hilft Patienten besser zu verstehen, besonders an den Stellen wo diese sich selbst nicht verstehen.

Wir stehen dabei nicht in „beschaulicher“ Distanz zum Patienten, sondern lassen uns auf die Handlungsdialoge des Patienten ein.  Folgende Fragestellungen können dabei für den therapeutischen Prozess leitend sein:

Wie wirken Therapeut und Patient aufeinander und zusammen?
Welche Verlaufsform nimmt das gemeinsame Wirkgeschehen?
Wiederholungen , Variationen , Eskalationen…
Wo liegen die Dreh und Angelpunkte seelischer Wandlung?

In diesem zweitägigen Seminar gibt es Platz für Rollenspiele und eigenes Fallmaterial.

Literatur: Günther Heisterkamp , Basales Verstehen. Aus der Reihe Leben lernen, Klett Cotta Band 154, Handlungsdialoge in Psychotherapie und Psychoanalyse
Hermann Argelander Das Erstinterview in der Psychotherapie

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Einführung in Testverfahren

Sonntag 24-03-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. phil. Elmira Marks

Im Seminar werden die für die klinische bzw. therapeutische Tätigkeit relevanten diagnostischen Instrumente besprochen. Das Ziel ist, eine Übersicht über die für die einzelnen psychischen Störungen (nach ICD-10) maßgeblichen Testverfahren zu bekommen. Der Umgang mit den einzelnen Testverfahren wird mit Hilfe praktischer Beispiele verdeutlicht.

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Systemaufstellung im Einzelsetting

Samstag 30-03-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Angelika Hub

Aus der beraterischen und therapeutischen Landschaft sind Systemaufstellungen im Einzelsetting nicht mehr wegzudenken und werden überall dort genutzt, wo Aufstellungen in Gruppen nicht möglich oder erwünscht sind und wo dialogische Arbeit in einem geschützten Rahmen bevorzugt wird. In der praktischen Anwendung haben sich drei Hauptformen herauskristallisiert: das Nutzen von Bodenankern (z.B. Blättern, Matten, Schuhen), das Aufstellungen von kleinen bis hin zu lebensgroßen Figuren und die Gestaltung von Prozessen in der Imagination. Neben einem theoretischen Überblick über Aufstellungsarbeit im Allgemeinen und den Besonderheiten, Möglichkeiten und Begrenzungen im Einzelsetting können im praktischen Teil des Seminars eigene Anliegen und Supervisionsfälle eingebracht werden, die modellhaft mithilfe des Aufstellungsrepertoires betrachtet, erfühlt und lösungsorientiert bearbeitet werden.

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Einführung in die systemische Therapie

Sonntag 31-03-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Björn Grebe

In der Veranstaltung sollen die wesentlichen Grundannahmen systemischer Therapie vermittelt werden. Es sollen deren Auswirkungen auf das therapeutische Handeln an Hand praktischer Übungen demonstriert werden. Darauf aufbauend sollen grundlegende systemische Gesprächstechniken- und Elemente vorgestellt und von den Teilnehmern ausprobiert werden können. Ziel der Veranstaltung ist es die Reflexion therapeutischer Prozesse aus systemischer Perspektive zu fördern und das eigene therapeutische Handwerkszeug zu erweitern.

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Pathologischer PC- und Internet-Gebrauch

Freitag 05-04-2019 15:00-20:00 Uhr

Dipl.-Psych. Ewelina Demetris Malberg

In diesem Seminar möchte ich Ihnen eine Übersicht über den pathologischen PC- und Internet-Gebrauch geben, der sich im Spannungsfeld von psychosomatischer Erkrankung und Suchterkrankung einordnet lässt.
Die virtuelle Welt des Internets bietet viele Chancen aber auch Gefahren.  Gamen, Chatten und Surfen ist ein Teil der Normalität im Leben Jugendlicher und junger Erwachsener geworden und ist nicht mehr wegzudenken.  Das Seminar beschäftigt sich sowohl mit medientheoretischen Grundlagen des PCs- und Internets, den Erlebnispotentialen des Gamens und Chattens als auch deren Risiken und Gefahren.
Das Ziel des Seminars ist es einen fundierten Überblick über die Symptomatik, Diagnostik, klinische und psychodynamische Entstehungs- und Erklärungsmodelle, Folgen (individuelle und soziale Auswirkungen), Komorbidität sowie Behandlungsmethoden zu vermitteln.

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Krisenintervention und Suizidalität

Samstag 06-04-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

In diesem Seminar soll  den Teilnehmern mehr Sicherheit im Umgang mit Krisenpatienten vermittelt werden. Neben einem allgemeinen Überblick und den diagnostische Leitlinien, soll es auch um praxeologische Leitlinien gehen. Es wird auf folgende Fragen eingegangen:
Woran erkenne ich Suizidalität?
Orientierungshilfe: Will und kann ich den Patienten ambulant behandeln?
Was sollte ich zu meiner eigenen Sicherheit tun?
Überblick: Welchen therapeutischen Rahmen kann ich anbieten?
Wie gestalte ich eine Krisentherapie oder LZT mit einem suizidalen Menschen?
Welche Psychodynamiken stehen oft im Zusammenhang mit Suizidalität?

Es können eigene Fälle mitgebracht werden.

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Psychodynamik bei Konflikt und/oder Strukturpathologie

Sonntag 07-04-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

Das Seminar ist als ein erstes Einführungsseminar in die Thematik zu verstehen.

Oft wissen wir nach den ersten Begegnungen mit einem Patienten nicht genau wo und wie wir den Fokus der Behandlung setzen sollen. Handelt es sich mehr um eine Konflikt – oder Strukturpatologie. Sollen wir eher aufdeckend oder stützend arbeiten? Oder ist das manchmal gar kein Widerspruch? Dieses Seminar soll Euch / Ihnen helfen, Ordnung in`s Chaos der ersten Eindrücke zu bekommen.

Wir werden anhand von Fallmaterial reaktualisierte Entwicklungskonflikte betrachten und diese psychodynamisch einordnen. Dabei spielt die auslösende Situation (Versuchung, Versagung) der  latenten Konflikte bei der Konfliktpathologie eine große Rolle.
Wie wurde hierdurch der infantile Konflikte Konflikt reaktualisiert ?

Bei der Strukturpatologie geht es um die Reifungsstufen der strukturellen Entwicklung. Welche Erfahrungen hat das Kind mit seinen frühen Objekten gemacht und welche Selbst- und Objektrepräsentanzen hat es ausgebildet. Wohin richtet sich das Augenmerk  bei einem Struktur bezogenem Fokus ?

Ich freue mich auf ein Seminar mit reger Beteiligung, vielen Fragen, eigenen Fallvignetten und Mut zum Improvisieren.

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Prävention und Rehabilitation

Freitag 12-04-2019 15:00-20:00 Uhr

Dipl.-Psych. Diana Moritz

Das Seminar beschäftigt sich mit den Konzepten von Gesundheitsprävention und Rehabilitation. Neben der Vermittlung von Wissen zu Formen, Zielstellungen und Effekten präventiver und rehabilitativer Maßnahmen in Abgrenzung zu kurativen Ansätzen, werden sozialmedizinische Grundlagen und Berührungspunkte zwischen Rehabilitation und ambulanter Psychotherapie erläutert und Spannungsfelder interaktiv erörtert.

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Das spezifische in der Psychoedukation in der psychoth. Behandlung

Samstag 13-04-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. phil. Elmira Marks

Im Rahmen des Seminars wird das Spezifische in der Psychoedukation  aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Die Psychoedukation ist keine reine Informationsweitergabe vom Experten an den Patienten, viel mehr eine Konstruktion aus interaktiver Informationsvermittlung und emotionaler Entlastung. Neben den basalen Grundkenntnissen der Wirkfaktoren der Psychoedukation werden konkrete Empfehlungen zur edukativen Arbeit mit verschiedenen psychischen Störungen dargestellt.

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Methoden zur Verdeutlichung unbewusster Konflikte

Samstag 13-04-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Christiane Sanders

In diesem Seminar stelle ich Techniken und Methoden vor, die gut in die psychodynamische Therapiearbeit integriert werden können und die den Therapieprozess unterstützen. Die Pole des unbewussten Konfliktes können damit verdeutlicht werden und bewusst gemacht werden. Die Klienten werden aktiv in diesen Kreativität weckenden Prozess eingebunden. Alle Übungen entspringen psychoanalytisch orientierten Spezialtherapien, wie Kunst- und Gestaltungstherapie, Körper- und Gestalttherapie. Ich stelle u. a. Techniken vor, die Distanzierungsmöglichkeiten zum inneren Konflikt ermöglichen und damit Überblick verschaffen. Sie können ebenfalls dazu dienen, Identifikationen mit eigenen Gefühlen zu ermöglichen, die oft der Abwehr unterliegen. Auch der Umgang mit Personen, mit denen die Klienten übertragungsbedingt in Konflikten stehen, kann Wandlung erfahren und bringt damit Bewegung in alte dysfunktionale Reaktionsmuster. Vorgestellt wird auch das „korrespondierende Malen“ von Therapeut und  Klient.

Das Seminar beinhaltet Selbsterfahrungsanteile, es können jedoch auch Fälle vorgestellt werden. Ich werde exemplarisch das jeweilige Vorgehen zeigen, anschließend kann in kleinen Gruppen geübt werden. Die Erfahrungen werden anschließend reflektiert. Es erfolgt stets eine theoretische Einbettung in tiefenpsychologisches Gedankengut.

Literatur: Lutz Rosenberg, Wege zu den Quellen der Lebendigkeit - Therapie als kreativer Prozess. Lehrbuch der tiefenpsychologischen Psychotherapie.

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Differentialindikation

Freitag 26-04-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. med. Werner Bach

In diesem Seminar soll der Prozeß der Differentialindaktion folgendermaßen verstanden und fallorientiert bearbeitet werden: «Bei welchem Patienten mit welcher Problematik / psychischen Störung ist welche Behandlungsmaßnahme bzw. welche Sequenz von Behandlungselementen durch welchen Therapeuten zu welcher Zielset­zung wie angemessen, wie effektiv und effizient ?» ...

Im Folgenden soll der Schwerpunkt der Diskussion auf die Erörterung wichtiger Patientenmerk­male gelegt werden, wobei die Indikations-stellung zur Psychotherapie und damit auch die diagnostischen Prozesse, nicht im Sinne eines einmaligen Geschehens zu interpretieren sind.

Bastine (1981) weist darauf hin, daß nach der grundlegenden Abklärung, ob eine Psychotherapie indiziert ist, im positiven Fall der Aufnahme einer Psycho­therapie, im therapeutischen Prozeß immer wieder Entscheidungen über den Einsatz spezifischer Behandlungsmethoden mit neuen oder veränderten Ziel­setzungen sowie dem Zeitpunkt ihres Einsatzes in einem interaktionellen Prozeß zwischen dem Patienten und dem Therapeuten — im Sinne einer prozeßorientierten oder adaptiven Indikation — erarbeitet werden. Quelle: Paul L. Janssen, Wolfgang Schneider: Diagnostik in der Psychotherapie und Psychosomatik, Urban & Fischer Verlag

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Chronische Depression

Samstag 27-04-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. phil. Elmira Marks

“Out of the blue into the black” – im Seminar wird das psychodynamische Verständnis der chronischen Depression vermittelt. Des Weiteren werden Kenntnisse zur Methodik, zentralen Empfehlungen, Behandlungsschnittstellen und Indikationen (Beispielsweise zur stationären und/oder kombinierter Behandlung sowie zum Umgang mit Suizidalität) vorgestellt. Besonderes Augenmerk liegt auf den komorbiden Störungen aber auch Grenzen und Möglichkeiten psychodynamischer Behandlung. Der Inhalt des Seminars wird durch Fallbeispiele illustriert.

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Umgang mit Regression

Freitag 17-05-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. med. Gerhard Paar

  • Ursprünglich meint Regression eine Rückkehr zu früheren Entwicklungsformen des Denkens, der Affekte, der Objektbeziehungen und der Strukturierung des Verhaltens.
  • der Begriff zieht sich durch die Begriffsgeschichte der Psychoanalyse und hat in der Psychodynamischen Psychotherapie seine hohe therapeutische Bedeutung verloren. Dort wird er eher im Sinne eines anti-regressiven Verhaltens verwendet
  • Ursprünglich in ausgearbeiteter Form von S. Freud in der "Traumdeutung" (1900) verwendet, beschreibt R. eine wesentliche Eigenschaft des Traums: Traumgedanken stellen sich hauptsächlich in Form sensorischer Bilder dar, die sich dem Subjekt auf eine quasi halluzinatorische Art aufdrängen (topisches Konzept der R.). Er unterschied die topische Funktion, zeitliche Funktion und formale Funktion der R.
  • Mit der Weiterentwicklung psychoanalytischer Konstrukte verändern sich die Regressionskonzepte und werden  quasi durch die Begriffsgeschichte durchgeschleppt bis heute
  • Blütezeit des Begriffs war die Langzeittherapie, ein paternalistisches Verständnis von Psychoanalyse und insbesondere das Konzept des neutralen, abstinenten technisch "neutralen" Analytikers ("Deutungsmaschine", „Spiegelmetapher“)
  • Gerade das frühere(?) Konstrukt der Übertragung im Sinne reiner Wiederholung konnte zu stärkerer Ungleichheit in der therapeutischen Beziehung und damit zur Gefahr maligner Regressionen führen, wenn äußeren Lebensumstände des Patienten zugunsten ahistorischer Übertragungsdeutungen aus dem Blick des Analytikers gerieten
  • Im Strukturkonzept der Psychoanalyse ist das Konzept der Regression verknüpft mit individuellen Phasen einer psychischen Entwicklung, die durch eine Serie von Phasen läuft, jede mit spezifischen Charakteristika von Libido, Ich, Ich-Ideal und Überich. Die jeweiligen Phasen bestimmen sich durch die Natur libidinöser Trieb-Entladungen, der Art wie die Ich-Operationen verlaufen und den manifesten Idealen und dem Gewissen
  • Die in den Erwachsenenanalysen gewonnen Vorstellungen zur Entwicklungspsychopathologie haben zum problematischen Konstrukt einer linearen Entwicklungslinie von regressiven und fixierten Prozessen geführt, die bei inneren und äußeren Belastungen zur Regression in diese frühere Entwicklungsstufe führen
  • Aufgrund dieser Konzepte schien es unvermeidlich (gewünscht und quasi gesetzmäßig), dass der therapeutischen Prozess in der Übertragung durch einen Regressionsprozess läuft. Dabei schienen auch pathologische Formen wie die maligne Regression durchaus unvermeidlich zu sein. Regression ist allerdings kein Vorgang der sich im Patienten quasi von Natur aus oder von selbst herstellt (W. Loch)
  • Das Regressions-Fixationsmodell der Psychopathologie Freuds ist später in eine psychodynamische Entwicklungstheorie erweitert worden. Neue klinische Aspekte zur Ich-Psychologie, Objektbeziehungen, dem Prinzip multipler Funktionen und Überdeterminierung von Symptomen haben zu einer wesentlich erweiterten, komplexeren Sichtweise von Psychopathologie beigetragen. Trotzdem wird noch am psychoanalytischen/ psychodynamischen Modell der Einheit von Entwicklung, Psychopathologie und Behandlungstechnik festgehalten!
  • Eine Schlussfolgerung aus neuen Theorien zur Entwicklung und Psychopathologie ist: Alle Stufen und Modi des psychischen Funktionierens co-existieren, selbst wenn sie nicht immer offen sich manifestieren (und unbeschadet bestimmter Fenster in der Entwicklung, die sich auch schließen). Die aktiven Versuche des Ich-Selbst-Systems hinsichtlich Abwehr und Anpassung führen eher zu Wechsel in den jeweils vorherrschen Stufen und Funktionsmodi, anstatt zu einer Rückkehr zu einer früheren Entwicklungsstufe
  • Anna Freud hat als Kinderanalytikerin gezeigt, dass R. sich als "normaler"  Prozess in den Entwicklungsphasen zeigt, im Sinne eines "zwei Schritte vor - ein Schritt zurück"
  • Die ich-psychologisch eingeleitete Konstruktion "Regression im Dienste des Ich" führt zu einer Neubewertung der Regression. So unterscheidet Kris im kreativen Perozess eine "inspirational" von einer "elaborated phase" der R. Dieses zweiphasige Konzept in Verbindung mit objektpsychologischem Verständnis erweist sich als hilfreich im therapeutischen Prozess
  • Regression wird durch Anna Freud als Abwehrform verstanden, damit wird Regression in ein dialektisches Konzept von Regression in Richtung von Progression verändert (wenn die strukturelle Störung nicht zu tiefgreifend ist!)
  • Anhand der beeindruckenden Konzepte von Winnicott und Balint zur Bedeutung regressiver Prozesse lässt sich folgendes zeigen: Neubeginn ereignet sich immer in der Übertragung, in einer Objektbeziehung, als Geschehen im "Hier-und Jetzt"
  • Mit dem Konzept der "Zwei-Personen-Psychologie" kann gezeigt werden, dass Patient und Therapeut an der Entwicklung regressiver Prozesse beteiligt sind. Die Versuchung des Analytikers in die wechselseitige (mutual) Regression mit einzusteigen lässt sich als Aspekt der Gegenübertragung verstehen und enthält das stärkste Potential zur Unterbrechung des analytischen Prozesses
  • "Im Allgemeinen werden allein durch Regression weder Kunstwerke noch Heilungen hervorgebracht. Sonst gäbe es vielmehr Künstler und weit weniger seelisch Kranke" (Thomä&Kächele, S. 286).

 

Literatur:

American Psychoanalytic Association (1957) On Technical Aspects of Regression during Psychoanalysis. JAPA

Balint M. (1959) Angstlust und Regression. Stuttgart: Klett

Coen S.J. (2000). The wish to regress in patient and analyst. JAPA 48:785–810

Freud A. (1965). Normality and Pathology in Childhood: Assessments of Development. New York: International Universities Press

Freud, S. (1900) Traumdeutung. Ffm: Fischer

Freud S. (1916-1917) Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. Bd 1. Ffm. Fischer

Moore, B.E. & Fine, B.D. (1967) A Glossary of Psychoanalytic Terms and Concepts. NY: Amer Psya Assoc

Sandler J., Dare, C., Holder, A. (1992). The patient and the analyst.2th ed.. Madison:int Univ Press

Thomä, H. Kächele H. (1985) Lehrbuch der psychoanalytischen Therapie, Bd 1. Heidelberg: Springer

G.S. Rizzolo (2016) The Critique of Regression: The Person, The Field, The Lifespan. JAPA 64, 1097-11311

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Diagnostik und Therapie psychogener Essstörungen

Samstag 18-05-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. med. Georg Driesch

Essen und Hungern sind physiologische Prozesse, Teil der frühen Mutter-Kind-Beziehung, körperliche triebhafte Erfahrungen, bieten die Möglichkeit zur Belohnung und Askese, prägen unser Körpererleben, haben eine kommunikative Funktion usw.
Im Seminar werden die drei psychogenen Ess-Störungen Anorexie, Bulimie und Binge-Eating-Störung vorgestellt, ätiologische Konzepte beschrieben und die spezifische Psychotherapie der Ess-Störungen erläutert. Das Seminar richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene.

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Einführung in die Triebtheorie

Samstag 25-05-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Daniel Wilhelm

In diesem Einführungsseminar wollen wir uns der zentralen Vorstellung Freuds von der menschlichen Psyche widmen. Sein lebenslanges Streben war darauf ausgerichtet, die dem Geist innewohnende Energie und ihre Wandlung über die Lebensspanne hinweg zu beschreiben. Um seine Idee einer psychodynamischen Energie in Worte zu fassen, formulierte er die Triebtheorie.

Grundlegende Begriffe wie Trieb und Triebabkömmling, Lustprinzip, Triebmischung, Libido, Destrudo (Todestrieb), Triebmischung und -konflikt sollen in diesem Seminar erläutert sowie exemplarisch durchgearbeitet werden. Letzteres geschieht, indem wir die Triebenergie auf die psychosexuellen Phasen beziehen und einmal „durchspielen“ wie Eltern durch ihr Interaktionsverhalten die Energie des Kindes „managen“. Der ödipale Konflikt stellt ein von Freud herausgearbeitetes Schema dar, nachdem so ein „Energiemanagement“ mehr oder weniger gut funktioniert hat. (Es soll uns als grobes Beispiel dienen, ein dezidiertes Verstehen des Ödipuskomplex würde ein eigenes Seminar verlangen.)

Didaktisch will ich mit „Lehrbriefen“, Aufgaben und dem Unterrichtsgespräch arbeiten. „Lehrbriefe“ stellen einen kurzen, informierenden Text dar, der als Impuls Grundlage für vertiefende Auseinandersetzung dient.

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Aggressionshemmung

Mittwoch 29-05-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Daniel Wilhelm

In diesem Seminar soll auf triebtheoretischer Basis erläutert werden, wie es zu gehemmten Verhalten kommt. Wir erinnern uns dabei, dass Aggression im triebtheoretischen Verständnis normaler Bestandteil der Handlung an sich ist. Die Grundannahme besteht darin, eine gelungene Mischung zwischen libidinöser & aggressiver Besetzung handlungsfähig macht.

Um das Theorieverständnis zu festigen, möchte ich ich mehrere „Psychodynamiken“ besprechen. Das Durcharbeiten dieser hilft sich mit der Terminologie vertraut zu machen. Didaktisch will ich mit „Lehrbriefen“ (informierende Kurztexte) und dem Unterrichtsgespräch als Mittel arbeiten.

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Einführung in die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik

Freitag 31-05-2019 15:00-20:00 Uhr und Samstag 01-06-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. med. Marco Wrenger

Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD-2) stellt ein valides, reliables und mittlerweile breitflächig angewandtes Instrument zur psychodynamischen Diagnostik dar und ergänzt die phänomenologischen Klassifikationssysteme psychischer Störungen (ICD-10 und DSM) um für die psychodynamische Betrachtungsweise unverzichtbare Aspekte. Auf insgesamt vier Achsen beschreibt die OPD-2 Krankheits- und Behandlungsvoraussetzungen, dysfunktionale Beziehungsmuster, neurotische Konflikte und die Integrität der psychischen Struktur anhand operationalisierter Kriterien, geleitet durch ein Manual. Grundlage für die Diagnostik ist ein spezifisches Interview mit dem Patienten/ der Patientin.  Die Erkenntnisse der OPD-2 lassen sich für die Diagnostik, die Behandlungsplanung und die Verlaufsevaluation einsetzen. Zudem bietet die OPD-2 viele Möglichkeiten hinsichtlich der Antragsstellung im Rahmen der Richtlinientherapie oder im Rahmen von Begutachtungen.
Das Seminar bietet am Freitag eine grundlegende Einführung in die Achsen der OPD-2 und die Anwendung des Manuals. Am Samstag erfolgt eine Vertiefung und Anwendungsübung anhand eines Patienteninterviews auf Video.
Neueinsteiger müssen am Freitag teilnehmen, um am Samstag dem Anwendungsbeispiel folgen zu können. TeilnehmerInnen, die bereits im letzten Jahr eine Einführung in die OPD-2 erhalten haben, können auch ausschließlich  den Samstagstermin wahrnehmen.
Der Dozent ist Mitglied des Arbeitskreises OPD und Trainer und Supervisor für die OPD-2. Arbeitsgrundlage ist das OPD-2 Manual (Huber-Verlag). TeilnehmerInnen, die das Manual nicht besitzen, können dennoch teilnehmen, Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

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Psychopharmakologie 1 - Antidepressiva

Freitag 07-06-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. med. Barbara Rogmans

Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Antidepressiva und Neuroleptika. Wir besprechen ihre Klassifikation, ihre Wirkmechanismen, Grundlagen der Pharmakokinetik, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen. Welche Erkrankungen können mit Antidepressiva und Neuroleptika behandelt werden? Wonach wählt man ein Präparat aus? Wie dosiert man? Wie kombiniert man? Was tut man, wenn das Medikament nicht ausreichend wirkt? Ab wann sind Wirkungen und Nebenwirkungen  zu erwarten? Welches Medikament ist für wen geeignet  bzw. kontraindiziert? Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Substanzgruppen? Was kann man tun bei Nebenwirkungen?
 Es werden Kenntnisse vermittelt zu den verschiedenen Klassen der Antidepressiva mit ihren wichtigsten Vertretern und ihrem Einsatz in der Behandlung von Depressionen, Angststörungen, Schmerzstörungen und Schlafstörungen.
Sie lernen Antipsychotika kennen in der Akutbehandlung und zur Rezidivprophylaxe der Schizophrenien. Daneben beschäftigen wir uns mit ihrem Einsatz bei akuten Manien, wahnhaften Depressionen, akuten Erregungszuständen, Unruhe, Schlafstörungen und bei anderen psychotischen Störungen.
Was sind hochpotente und was sind niederpotente Neuroleptika? Was sind klassische, was atypische Neuroleptika? Wodurch unterscheiden sich diese Substanzen? Was sind die jeweiligen Besonderheiten? Welche Darreichungsform ist wann sinnvoll (Tabletten, Tropfen, Spritze, Depotmedikament). Was ist ein sinnvolles Nebenwirkungsmanagement?

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Psychotherapie mit jungen Erwachsenen (18-25)

Samstag 08-06-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. phil. Corinna Lange

Die Spätadoleszenz ist eine Zeit des Abschieds, von den Eltern, von einem gesellschaftlichen Schutzraum und von kompensierenden Omnipotenz- und Grandiositätsvorstelleungen. Durch den Verlust äußerlich strukturierender Gegebenheiten kommt in dieser Lebensphase die „innere Ausstattung“ auf den Prüfstand.
Der therapeutische Umgang mit den Spätadoleszenten ist aufgrund diagnostischer Unsicherheit und heftigen Gegenübertragungsreaktionen des/der Therapeuten/in schwierig, zumal mit Sprachlosigkeit, Ambivalenz gegenüber dem therapeutischen Angebot und Scham auf Seiten der jungen Patienten therapeutisch umzugehen ist.
Das Seminar bietet eine praxisorientierte Einführung in die Besonderheiten der Psychotherapie mit Spätadoleszenten und jungen Erwachsenen. Bitte eigene Fälle aus der Praxis mitbringen.

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Psychopharmakologie 2 - Neuroleptika

Freitag 14-06-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. med. Barbara Rogmans

Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Antidepressiva und Neuroleptika. Wir besprechen ihre Klassifikation, ihre Wirkmechanismen, Grundlagen der Pharmakokinetik, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen. Welche Erkrankungen können mit Antidepressiva und Neuroleptika behandelt werden? Wonach wählt man ein Präparat aus? Wie dosiert man? Wie kombiniert man? Was tut man, wenn das Medikament nicht ausreichend wirkt? Ab wann sind Wirkungen und Nebenwirkungen  zu erwarten? Welches Medikament ist für wen geeignet  bzw. kontraindiziert? Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Substanzgruppen? Was kann man tun bei Nebenwirkungen?
 Es werden Kenntnisse vermittelt zu den verschiedenen Klassen der Antidepressiva mit ihren wichtigsten Vertretern und ihrem Einsatz in der Behandlung von Depressionen, Angststörungen, Schmerzstörungen und Schlafstörungen.
Sie lernen Antipsychotika kennen in der Akutbehandlung und zur Rezidivprophylaxe der Schizophrenien. Daneben beschäftigen wir uns mit ihrem Einsatz bei akuten Manien, wahnhaften Depressionen, akuten Erregungszuständen, Unruhe, Schlafstörungen und bei anderen psychotischen Störungen.
Was sind hochpotente und was sind niederpotente Neuroleptika? Was sind klassische, was atypische Neuroleptika? Wodurch unterscheiden sich diese Substanzen? Was sind die jeweiligen Besonderheiten? Welche Darreichungsform ist wann sinnvoll (Tabletten, Tropfen, Spritze, Depotmedikament). Was ist ein sinnvolles Nebenwirkungsmanagement?

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Die Arbeit mit Ich-Funktion - nicht nur ein Aspekt der Antragsstellung

Samstag 15-06-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Christiane Sanders

Im Seminar geht es um die Optimierung spezieller, erweiterter Ich-Funktionen, die wesentlich zur seelischen Gesundung beitragen. Wenn es gelingt diese zu fördern, unterstützt dies in vielfältiger Weise auch den therapeutischen Prozess. Die Ich-Funktionen unterliegen nicht selten selbst der Abwehr und bedürfen dann der Freilegung und neuerlichen Übung. Je stärker das Ich, desto stabiler ist die Persönlichkeit. Denn das Ich integriert vielfältige innere und äußere Informationen und Affekte und kann in diesem Sinne als „Dirigent“ gesehen werden, der stets neu aktualisierend die Persönlichkeitsmelodie inszeniert. Je aktiver, flexibler und arbeitsfähiger das Ich funktioniert, desto besser kann die Psychotherapie fruchten, denn das erwachsene Ich ist unser Partner innerhalb der Psychotherapie. Ich möchte im Seminar komplexere Ich-Funktionen wie z.B. „der innere Begleiter oder wohlwollende  Beobachter“ vorstellen und praktische Interventionstechniken näher bringen. Es geht um die Erhöhung der psychischen Durchlässigkeit und Differenzierungsfähigkeit, psychischer Beweglichkeit und um Kompetenzgewinn. Auch der Aspekt des Übens – durchaus im tiefenpsychologischen Setting, wird erläutert.

Das Seminar wird einen Selbsterfahrungsteil enthalten, in dem mithilfe von Symbolen und Gegenständen (Symbolarbeit) die vielfältigen Interventionsmöglichkeiten lebendig werden. Ein sich anschließender Theorieteil spannt den Bogen zu den zugrundeliegenden Konzepten und wird durch Beispiele aus der therapeutischen Praxis angereichert.

Das Seminar eignet sich für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeuten, ist aber auch für Verhaltenstherapeuten oder Analytiker interessant.
Literaturempfehlung:

- Lutz Rosenberg Wege zu den Quellen der Lebendigkeit, Lehrbuch der tiefenpsychologischen Psychotherapie, Kap. 28, Arbeit am Ich. by Luberg, Bremen.
-  Maria-Elisabeth Wollschläger und Gerhard Wollschläger, Der Schwan und die Spinne, Verlag Hans Huber.

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Biografische Anamnsese - Psychodynamik - am Beispiel "Depressiver Grundkonflikt"

Blockseminar
Donnerstag 20-06-2019 09:30-16:30 Uhr
Freitag 21-06-2019 09:30-16:30 Uhr
Samstag 22-06-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. phil. Margot Götte-El Fartoukh

Ziel dieses Seminars ist es, das Kernstück des tiefenpsychologischen Berichts an den Gutachter, nämlich die biographische Anamnese und die Psychodynamik zu verfassen. Sinngemäß können die hier erarbeiteten Inhalte natürlich auch auf das Verfassen von Abschlussberichten im stationären Setting übertragen werden. Als ein möglicher Ansatz um Verständnis der Psychodynamik wird zudem der depressive Grundkonflikt vorgestellt.
Das vorliegende Seminar legt neben der Wissensvermittlung einen Schwerpunkt auf das Schreiben an eigenen Texten. Für die Teilnahme ist es daher zwingend erforderlich, zwei eigene vorbereitete Patientenbeispiele mitzubringen. Sie erhalten dafür vom LPP ca. 14 Tage vor Seminarbeginn Fragebögen, die Sie vor der Seminarteilnahme bearbeitet haben bzw. von Ihren Patienten ausfüllen lassen müssen, um in der Schreibwerkstatt mitarbeiten zu können.

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Geschichte der Psychotherapie

Freitag 28-06-2019 15:00-16:30 Uhr

M. Sc. Simone Riemann

Das Seminar soll einen Überblick über die wesentlichen geschichtlichen Etappen der Psychotherapie und Psychiatrie geben; von der Antike bis zur Gegenwart. Hauptanliegen ist neben der Vermittlung von psychiatriehistorischem Wissen auch die Erarbeitung einer kritischen Betrachtungsweise in Bezug auf die Entwicklung der Psychotherapie – in Gegenwart und Zukunft.

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Behandlung im Maßregelvollzug

Freitag 28-06-2019 16:45-20:00 Uhr

M. Sc. Simone Riemann

Im Maßregelvollzug, einem integralen Bestandteil der Psychiatrie, werden psychisch kranke Rechtsbrecher/innen behandelt und betreut. Dennoch unterscheidet sich dieser, bei allen Gemeinsamkeiten mit anderen psychiatrischen Fachbereichen, an zahlreichen Stellen deutlich von diesen. Die zentralen Aufgaben des Maßregelvollzugs stellen nach dem gesetzlichen Auftrag der „Besserung und Sicherung“ die Behandlung und Resozialisierung der Patient/innen einerseits sowie der Schutz der Bevölkerung vor weiteren Straftaten andererseits gemeinsam dar. Ziel des Seminars ist, eine grundlegende Orientierung in der Arbeit und im Umgang mit forensischen Patient/innen zu vermitteln. Wichtige Aspekte sind dabei der gesetzliche Rahmen der Unterbringung, Erkrankungen und Gefährlichkeit der Patient/innen, Therapie- und Behandlungskonzepte für verschiedene Patient/innen und Störungen, Sicherheitskonzepte, die Handhabung von Lockerungen und ihre Begründung, Stations- und Kommunikationsstrukturen, eine angemessene Beziehungs- und Milieugestaltung sowie die ambulante Nachsorge und Rehabilitation. Das Seminar vermittelt hierzu grundlegende und praxisbezogene Kenntnisse.

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Grundlagen und Einführung in das Verfahren EMDR

Samstag 29-06-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. med. Till M. Mendler

Dieses Seminar möchte Ihnen einen ersten Einblick in die EMDR-Methode vermitteln.

EMDR gilt seit 2006 dank zahlreicher sehr ermutigender Studien als Goldstandard in der Traumatherapie. EMDR ist eine weltweit etablierte Methode, die 2014 auch durch den Bundesausschuss der Ärztekammern und Krankenkassen (GBA) als Behandlungsmethode für die Posttraumatische Belastungsstörung anerkannt wurde.

EMDR arbeitet ohne Tranceinduktion mit geführten Augenbewegungen, während der Patient belastendes Material imaginiert. Die Konfrontation mit dem belastenden Material wird dabei immer wieder von kurzen klärenden Sequenzen unterbrochen, sodass eine fraktionierte Bearbeitung möglich wird. Dazu werden Effekte einer rhythmischen links-rechts-Stimulation ebenso genutzt wie Parallelen zum REM-Schlaf und die Gleichzeitigkeit von Imagination und Verankerung in der Gegenwart.

Außerdem eignet sich EMDR dazu, positive Aspekte und Ressourcen zu verankern und zu vertiefen, was Sie im Seminar selbst ausprobieren und erfahren sollen.
Stärker als eine reine Gesprächstherapie arbeitet EMDR gleichwertig mit inneren Bildern, Kognitionen, Emotionen und Körperempfindungen. Das Seminar möchte Ihnen die Gelegenheit geben, sowohl die theoretischen Grundlagen dieser Therapiemethode kennen zu lernen als auch die Besonderheiten bezüglich der durch EMDR veränderten Beziehung zum Patienten zu reflektieren.

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Behandlung (psycho-) somatischer Krankheiten: Psychoonkologie

Freitag 05-07-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. med. Barbara Rogmans

Die Diagnose Krebs fordert Patienten, Angehörige und Therapeuten immer wieder heraus. Es werden existentielle Themen berührt und wir werden als Therapeuten auf besondere Weise berührt.

In diesem Seminar geht es um die Vermittlung von praxisrelevantem Wissen und einen ersten Überblick über die Psychoonkologie. Wir setzen uns auseinander mit den Fragen: Wie ist meine Haltung zur Behandlung von Krebspatienten? Was ist das Besondere an der Arbeit mit Krebspatienten und deren Angehörigen? Was kennzeichnet die psychoonkologische Grundhaltung? Was sind die Besonderheiten der therapeutischen Beziehung und des Settings? Was sind sinnvolle Interventionen in der Psychoonkologie? Worauf müssen wir achten im Umgang und Psychotherapie mit Krebspatienten?

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Psychodrama/ Kreative Techniken in der Einzeltherapie

Samstag 06-07-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. med. Barbara Rogmans

Reden reicht nicht. In diesem Seminar möchten wir Ihnen exemplarisch kreative Techniken aus dem Psychodrama und der systemischen Therapie demonstrieren, die sich gut in ein tiefenpsychologisches Setting integrieren lassen. Lassen Sie sich überraschen, wie lebendig Psychotherapie sein kann und wie viel Potential im Spiel und Aufstellung von Konflikte, Gefühlen und Situationen liegt, sodass gute Lösungen sichtbar und erlebbar werden. Sie können eigene Fälle oder auch eigene Anliegen einbringen, um die Techniken demonstriert zu bekommen oder auszuprobieren.

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Projektive Testverfahren

Freitag 12-07-2019 15:00-20:00 Uhr

Dipl.-Psych. Peter Binert

Seminar zur projektiven Diagnostik „Papa ist ein Elefant“

In dem Seminar soll in aktiven Übungen ein Einblick in die Durchführung und Wirkung von projektiven Verfahren gegeben werden. Hierbei werden sowohl interaktive Verfahren vorgestellt, an denen Therapeut und Patient teilnehmen als auch Verfahren, die nur vom Patienten alleine durchgeführt werden. Diese Form der Diagnostik bietet sich für alle Altersgruppen an und kann somit in der Kindertherapie wie auch in der Erwachsenenbehandlung von Bedeutung sein.

Vorgestellt werden:

  • Familie in Tieren
  • Der Schnörkeltest von Winnicott
  • TAT (Thematischer Apperceptionstest)
  • Der Sceno-Test

Es wäre gut, wenn die Teilnehmer Buntstifte mitbringen

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Einführung in die mentalisierungsbasierte Psychotherapie

Freitag 26-07-2019 15:00-20:00 Uhr
Samstag 27-07-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.- Psych.Daniel Wilhelm

Im Rahmen einer tiefenpsychologischen (oder auch analytischen) Psychotherapie ist es
notwendig, sich auf die Gruppe der strukturell eingeschränkten Patienten einzustellen.
Um diesen gerecht zu werden, stehen uns aktuell drei Behandlungsverfahren zur
Verfügung: die PIM (interaktionelle Methode), die TFT (übertragungsfokusierte Therapie)
und die jüngste Entwicklung: die mentalisierungsbasierte Therapie. Um letztere soll es
in diesem Seminar gehen. Die MBT unterscheidet sich in theoretischem Fokus und Praxis
von den beiden anderen Verfahren und ihre Merkmale sollen daher im Kontrast einführend
skizziert werden. Weiterhin soll ein grundlegendes Verständnis
(Kontingenzdeckungsmechanismus/Markierungshypothese) der Theorie vermittelt
werden, der Schwerpunkt liegt jedoch auf der spezifischen Interventionstechnik derMBT!
Dies betrifft das „Markieren“, den Umgang mit dysfunktionalen Modi
(Äquivalenzmodus, teleologischer Modus und „Als-ob-Modus“) sowie die Bearbeitung
von Mentalisierungsbrüchen. Ebenso wird die Übertragungsbeziehung unterschiedlich
gehandhabt und soll daher von uns betrachtet werden.
Didaktisch sollen Theorieaneignung und Übung miteinander verschränkt werden.
Die Rollenspiele dienen dem Zweck sich ein erstes Gespür für die Interventionstechnik zu
erarbeiten. Daher werde ich Rollenbeschreibungen vorbereiten, die einen „Übungsraum“
für das Probieren von mentalisierungsbasierten Interventionen herstellen sollen. Alternativ
- und wenn passend - können vom TN eigene Fälle im Rollenspiel durchgearbeitet
werden. Eine Bereitschaft zum Rollenspiel ist also notwendig.

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Einführung in die ICD-10

Samstag 03-08-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. phil. Elmira Marks

Im Seminar werden Aufbauprinzipien des internationalen statistischen Klassifikationssystems der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme (ICDInternational Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) erläutert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99). Mit Hilfe von Falldarstellungen werden praktische Übungen zur Diagnoseverschlüsselung dargeboten.

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Erste Hilfe Maßnahmen bei körperlichen Notfällen in der ambulanten Praxis

Freitag 09-08-2019 15:00-20:00 Uhr

Hier geht es um grundlegende durchzuführende Maßnahmen um menschliches Leben zu retten, bedrohende Gefahren oder Gesundheitsstörungen bis zum Eintreffen professioneller Hilfe abzuwenden oder zu mildern.
Maßnahmen insbesondere bei:
•    Bewusstseinsstörungen
•    Störungen des Herz-Kreislauf-Systems
•    Wunden
•    lebensbedrohlichem Schockzustand
•    Hyperventilation
•    drohender Erstickung
Durchführung einzelner Übungen zu oben genannten Themen.

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Persönlichkeitsstörungen verstehen – zum Umgang mit schwierigen Patienten

Samstag 24-08-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Christiane Sanders

In diesem Seminar möchte ich Inhalte aus dem
Buch von Rainer Sachse: „Persönlichkeitsstörungen verstehen“ vorstellen. Als tiefenpsychologisch arbeitende Therapeutin habe ich durch die Lektüre dieses Buches einen entlastenden Zugang zur Arbeit mit Patienten mit Persönlichkeitsstörungen gefunden, so dass ich diese Erfahrungen gerne weitergeben möchte. Alle in der psychotherapeutischen Praxis, oder in der Klinik tätigen  Psychotherapeuten wissen, wie schwierig sich der Umgang mit diesen Patienten zuweilen gestalten kann und wie schwer es werden kann, Verständnis und Zugang zu diesen Patienten zu finden.

Rainer Sachse versteht Persönlichkeitsstörungen als eine Beziehungsstörung, die sich natürlich auch in der Therapiebeziehung aktualisiert und herausfordernd ist.  Der Autor versucht  Verständnis für diese Störungen zu vermitteln und stellt Handlungsvorschläge zur Verfügung, um Beziehungsfallen zu vermeiden. Ich werde die Grundannahmen des Buches vorstellen und gemeinsam werden wir die Besonderheiten der einzelnen Persönlichkeitsstörungen zu erarbeiten versuchen.

Es handelt sich um ein Theorieseminar, das für alle offen ist. Wir werden auch in Kleingruppen arbeiten, Fallbesprechungen sind exemplarisch auch denkbar.

Literatur:

Rainer Sachse, Persönlichkeitsstörungen verstehen – zum Umgang mit schwierigen Patienten. Psychiatrie Verlag

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Affektfokussierende psychodynamische Psychotherapie (APT): Ein integrativer Zugang zur Diagnostik, Fokusbildung und Behandlung von psychischen Störungen Teil 1

Freitag 30-08-2019 15:00-20:00 Uhr

Samstag 31-08-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Eva-Maria Einig

In beiden Seminaren arbeiten wir an folgendem Thema:

Affektfokussierende psychodynamische Psychotherapie (APT): Ein integrativer Zugang zur Diagnostik, Fokusbildung und Behandlung von psychischen Störungen

Eine Behandlungsform an der Schnittstelle von PSA, mentalisierungsbasierte PT, imaginativer Konfrontation und VT:

In diesen zwei aufeinanderfolgenden Seminaren möchten wir Sie mit dieser Form der psychodynamischen Behandlung vertraut machen. Auf der Grundlage dieses gerade neu im Deutschen erschienen Manuals aus Amerika wollen wir anhand von eigenem Fallmaterial ein Behandlungskonzept vorstellen, dass v.a. durch das Erleben und Durcharbeiten von bedrohlichen Affekten und durch beherztes Durcharbeiten der Abwehr eine aktive, zeiteffiziente, fokussierende und integrative Behandlungsform darstellen kann.

Dabei wollen wir versuchen, Ihnen auf der Folie dieses Manuals darzustellen, wie wir konkret eine Behandlung durchführen.

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Ätiologie, Diagnostik und Therapieplanung in der TP

Samstag 31-08-2019 09:30-16:30 Uhr

Freitag 06-09-2019 15:00-20:00 Uhr

Samstag 07-09-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. med. Georg Driesch

Es ist ein Allgemeinplatz in der Medizin und Psychotherapie, dass die Diagnostik der Therapie vorangehen sollte. In der Richtlinienpsychotherapie sind hierfür die sogenannten 5 probatorischen Sitzungen vorgesehen. Aber was soll hier erfasst werden? Was ist für die anschließende Therapie relevant? Welche historischen Überlegungen gibt es hierzu und was ist der aktuelle Stand der psychodynamischen Diagnostik? Von S. Freuds (1913) „Zur Einleitung der Behandlung“ bis zu Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD, 2006) sollen unterschiedliche Theorien zur Diagnostik und Therapieplanung in der Psychotherapie vorgestellt werden. Das zweitätige Seminar sollte komplett besucht werden und wird den Einsteigern in die tiefenpsychologische Psychotherapie dringend empfohlen. Es eignet sich auch als Refresher-Kurs für Fortgeschrittene.

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Achtsamkeit: Einführung in Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)

Freitag 13-09-2019 15:00-20:00 Uhr

Dr. Christian Stock

Achtsamkeitsübungen haben seit den 80er Jahren Einzug in die moderne Psychotherapie gehalten.

Neben einer differenzierteren Körperwahrnehmung und Selbstregulation geht es in der Achtsamkeitstherapie darum, eine neue Lebenseinstellung zu erlernen: „Sich dem unmittelbaren Augenblick mit einer nicht-wertenden, annehmenden Haltung zuzuwenden – dem, was man gerade fühlt, denkt oder tut, ohne in Grübeleien, Erinnerungen oder Zukunftsplanungen gefangen zu sein. Man schult sich darin, einverstanden zu sein, mit dem, was gerade ist – unabhängig davon, ob eine Situation als angenehm oder unangenehm empfunden wird.“ Durch die so trainierte Grundhaltung der „Desidentifikation“ eröffnet sich dem Übenden eine neue Balance zwischen akzeptierendem „Sein“ (Dinge so nehmen, wie sie sind) und aktivem „Tun“ (Zielorientiertes Handeln).

Das ursprünglich von Jon Kabat Zinn entwickelte Programm MBSR steht für: "Mindfulness based stress reduction". In dem Kurzseminar erfolgt  eine Einführung in das Gebiet der Achtsamkeitsmeditation mit kleineren Übungen im Sinne der Selbsterfahrung. Es wird außerdem kurz dargestellt, wie das umfangreiche achtwöchige amerikanische Original-Programm auf psychosomatische und psychiatrische Kliniken übertragen werden kann (natürlich in abgespeckter Form).

Hinzu kommt ein kurzer Exkurs zu neueren „Spin-offs“ und Weiterentwicklungen der Achtsamkeitstherapie wie: MBCT, ACT und Selbstmitgefühl (self-compassion).

Literatur:

Stock, Christian, Achtsamkeitsmeditation, Trias Verlag, Stuttgart, 2012

Kabat-Zinn, Jon, Gesund durch Meditation, Knaur TB Verlag, München, 2011

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Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

Freitag 20-09-2019 15:00-20:00 Uhr

Dipl. - Psych Peter Binert/ Schenke

In diesem Seminar sollen die Teilnehmer einen fundierten Einblick in die Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen erhalten. Von der Einrichtung der Räumlichkeiten über die Darstellung der Arbeitsmaterialien und der Begegnung im Erstkontakt sollen die Teilnehmer einen Eindruck erhalten wie es in einer kindertherapeutischen Praxis zugeht. Es werden spezifische Diagnostika vorgestellt und ein Augenmerk auf Patienten gerichtet, die „eigentlich gar nicht da sein wollen“, denn viele Patienten kommen nicht freiwillig;  ihnen wird „nahe“ gelegt sich therapeutische Hilfe zu suchen. Hier stellen sich dann besondere Herausforderungen an den Therapeuten. Es soll ein Überblick verschafft werden, mit welchen Institutionen und Hilfeinstanzen ein Kindertherapeut zu tun hat (Jugendamt, Lehrer, Erzieher, Familiengerichte, Beratungsstellen, etc).

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Säuglings- und Kleinkindforschung

Samstag 21-09-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Ute Waschescio

Das Seminar soll einen Überblick über die Säuglingsforschung und ihre Implikationen für die psychotherapeutische Arbeit vermitteln. Dabei werden u.a. folgende Themen behandelt:

  • Geschichte der Säuglingsforschung
  • Forschungsmethoden
  • Aktuelle Erkenntnisse
  • Neuere Entwicklungstheorien
  • Störungen im Säuglingsalter
  • Eltern-Kind-Interaktion

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Paradigmenwechsel, der unter dem Begriff der Intersubjektiven Wende die Sicht auf den Säugling und die frühkindliche Entwicklung nachhaltig verändert hat – mit bedeutsamen Implikationen auch für Theorien zur Entstehung psychischer Erkrankungen und deren Behandlung.

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Scham: Psychodynamische Aspekte eines ungeliebten Gefühls

Samstag 28-09-2019 09:30-16:30 Uhr

Drever/Friedrich

Scham ist kulturübergreifend, kommt überall vor. Das Schamempfinden ist angeboren. Wofür wir uns schämen, ist kulturgebunden. Scham ist ein Gefühl, das besonders viel mit Selbsterkenntnis (Selbstbeobachtung, Selbstbewusstsein, Selbstgefühl) zu tun hat. Wenn Menschen sich schämen, sinkt der Wert, den sie der eigenen Person zuschreiben - das Selbstwertgefühl wird gekränkt.

Zunächst wird auf theoretische Aspekte eingegangen, im zweiten Teil sind Fallvignetten als Arbeitsmaterial erwünscht.

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Psychosomatische Krankheitslehre

Montag 30-09-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. med. Georg Driesch

Die Risikofaktoren für das Psychisch-Krank-Werden sind bekannt. Neben genetischen Faktoren sind es vor allem psychosoziale Belastungen der Kindheit (siehe ACE-Studie), die zur Entstehung psychischer Krankheiten führen.
„Zwischen“ den Risikofaktoren (Ätiologie) und der Krankheit selbst steht die Pathogenese oder Psychodynamik.
In diesem Theorie-Seminar zur Krankheitslehre sollen Theorien dargestellt werden, mit denen man den intrapsychischen Prozess der Krankheitsentstehung zu erklären versucht.

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Einführung in die klinische Entwicklungspsychologie

Donnerstag 03-10-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. med. Georg Driesch

Es ist ein Verdienst der Psychoanalyse, die Bedeutung der Kindheit für das psychische Erleben und Verhalten von Erwachsenen hervorgehoben zu haben. „Die Idee einer bedeutsamen Vergangenheit ist das Alpha und Omega der Psychoanalyse. Ihr gesamtes begriffliches Grundgerüst […] ist ohne Bezug auf die Vergangenheit nicht denkbar. „ (Dornes M, 2004, S. 149). Andererseits wurde ihr diese „Kindheitslastigkeit“ immer wieder vorgeworfen. Doch was genau findet zwischen der Geburt und dem 18. Lebensjahr statt? Und endet die Entwicklungspsychologie mit dem Erwachsenwerden? Welche Theorien gibt es zur Entwicklungspsychologie? Wie immer beginnen wir mit Sigmund Freud und seiner Phasentheorie (oral, anal, …) und wenden uns dann anderen Theorien zu. Wichtig ist die Verbindung vom Hier und Jetzt des Erwachsenen als Patienten und dem Dort und Damals seiner Beziehungserfahrungen als Kind.

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TP Krankheitsmodelle

Samstag 12-10-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. Brigitta Leuschner

Wir beschäftigen uns mit dem Krankheitverständnis in psychodynamischen Theorien. Beginnend mit dem triebtheoretischen Modell von Freud schauen wir auf die Entwicklung bis zum heutigen Verstehen eines Konflikt- und Strukturmodells psychischer Erkrankungen. Dabei werden moderne objektbeziehungstheoretische, intersubjektive und mentalisierungsbasierte  Modelle vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern sollen dann die verschiedenen Erklärungsmodelle anhand der Nutzbarkeit für das aktuelle Antragsverfahren verglichen werden. Gerne können eigene Behandlungsbeispiele eingebracht werden.

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Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen

Freitag 18-10-2019 15:00-20:00 Uhr

Dipl.-Psych. Daniel Wilhelm

Wenn man psychisch bedingte Schlafstörungen verstehen will, dann ist es notwendig,
eine Vorstellung von gesundem Schlaf zu entwickeln. Daher habe ich das Seminar
dreigeteilt. Im ersten Drittel werden wir gesundes Schlafverhalten besprechen, im zweiten
Teil dann die Abweichungen - das Pathologische! Diese beiden "Seiten der Medaille" sind
wichtig für die Klärung (mit dem Patienten in der Diagnostikphase), welchen Anteil das
Schlafverhalten am Problem/Störung hat.
Den dritten Teil möchte ich für eine kurze Diskussion über den Zusammenhang zwischen
übersteigerter Leistungsorientierung und Schlafverhalten nutzen, da der Blick für selbst
hergestellte Störungen geschärft werden soll.

Zur Didaktik: "Wir" haben in dem Seminar viel vor, daher soll erst im abschließenden Teil
Raum zur Diskussion sein. Vorher geht es um Wissensaufnahme, ich werde daher Fragen
nur in Bezug auf den vermittelten Stoff zulassen. Methodisch wird mit Unterrichtsvortrag,
Unterrichtsgespräch, Aufgaben (ggfs. Gruppenarbeit) & Auswertung dieser gearbeitet.

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Psychiatrische Krankheitslehre

Samstag 09-11-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. med. Barbara Rogmans

In diesem Seminar sollen psychiatrische Kenntnisse vermittelt werden zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie von affektiven Störungen und Psychosen. Hierbei geht es vor allem um praxisrelevantes Wissen für den psychotherapeutischen Alltag. Wie erkenne ich diese Erkrankungen? Wie verlaufen sie? Wie kann ich sie voneinander abgrenzen? Welches therapeutische Vorgehen ist sinnvoll? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Unterschiede in der stationären und ambulanten Behandlung?

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Einführung in die Theorie und Praxis der Behandlung von psychotischen und psychosenahen Erkrankungen

Samstag 09-11-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. phil. Ursula Berges

Sigmund Freud hat sich unter anderem in seinen Gedanken zum „Fall Schreber“ intensiv mit psychotischen Zuständen auseinandergesetzt, er hielt aber die psychoanalytische Technik nicht für geeignet, diese zu behandeln, weil seiner Auffassung nach insbesondere die Übertragungsfähigkeit bei Psychotikern fehle. Die Weiterentwicklung der psychoanalytischen Theorie insbesondere in Großbritannien führte zu einem neuen Verständnis der Psychodynamik psychotischer Erkrankungen, insbesondere die Gruppe um Melanie Klein war hier wegweisend. In Deutschland haben sich Arbeitsgruppen unter anderem am Frankfurter und Münchner Psychoanalytischen Institut sowie in Göttingen-Tiefenbrunn schon seit vielen Jahren mit der Psychodynamik psychotischer Zustände und deren Behandlung intensiv auseinandergesetzt und eigenständige Konzepte entwickelt, die in diesem Seminar schwerpunktmäßig behandelt werden sollen. Neben den theoretischen Konzepten möchte ich die daraus abgeleiteten modifizierten psychoanalytischen Behandlungsmethoden vorstellen und an Fallbeispielen besprechen. 

In dem Seminar werden die Grundkenntnisse psychoanalytischer Entwicklungstheorie und Behandlungstechnik als bekannt vorausgesetzt.

Es besteht die Möglichkeit, einen eigenen Behandlungsfall vorzustellen (nach vorheriger Anmeldung).

Literatur zum Thema:

Stavros Mentzos (Hg.): Psychose und Konflikt, Göttingen 2000

 Frank Schwarz und Christian Maier (Hg): Psychotherapie der Psychosen Stuttgart 2001

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Schizophrenie und Familiendynamik

Sonntag 10-11-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

Dieses Seminar beinhaltet einen kritischen Abriss  in die Geschichte der Schizophrenieforschung und in die Geschichte der Behandlung schizophrener Patienten. (Von  Schneider bis zur Antipsychiatriebewegung)  Wir befassen uns sowohl mit der diagnostischen Unterteilung und Differentialdiagnose, als auch  mit modernen Behandlungsansätzen, wie sie zum Beispiel derzeitig in Finnland praktiziert werden.

Ein besonderes Augenmerk dieses Seminares soll auf den  Zusammenhang zwischen der Erkrankung und den  Kommunikationsstrukturen innerhalb einer Familie liegen.

Diesen Forschungsgegenstand hatte in den sechziger Jahren die sog. Palo-Alto-Forschungsgruppe um Gregory Beatson. Diese kommunikationstheoretisch orientierte Schizophrenieforschung arbeitet mit der Hypothese, dass lang andauernde Kommunikationserfahrungen nach dem Muster eines  Doubelbindes beim Empfänger zu internalisierten Kommunikationsstrukturen führen, welche mit den klinischen Kriterien der Schizophrenie vergleichbar  sind.

Menschen, welche in abhängigen und dauerhaften in einer Doubelbindbeziehungen leben, verlieren immer häufiger und schließlich, beim Ausbruch einer Psychose, nahezu vollkommen die Fähigkeit gesellschaftlich verbindliche Kommunikationsformen in sinnvollen Zusammenhängen zu erleben und anzuwenden.

Dieses Seminar ist auch für angehende Therapeuten geeignet, die nicht vor haben mit psychotisch erkrankten Menschen zu arbeiten, da die Kenntnis über psychische Auswirkungen maladaptiver Kommunikationsformen auch für andere Krankheitsbilder entscheidend ist.

Es werden keine Vorkenntnisse erwartet oder verlangt.

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Abwehrmechanismen

Samstag 16-11-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. Brigitta Leuschner

Nach einer Einführung des Abwehrbegriffs und seiner Unterscheidung zum "Widerstand" sollen unterschiedliche  Abwehrmechanismen anhand von Fallvignetten vorgestellt werden. Hierbei soll der Bezug zwischen Abwehr, Diagnose  und Struktur verdeutlicht werden. Je nach Zeitreserve wollen wir versuchen, herauszuarbeiten, wie sich die Abwehr des Patienten in der Gegenübertragung des Therapeuten abbildet und den Umgang mit der Abwehr in der Behandlung fokussieren.

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Paartherapie

Sonntag 17-11-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

Einführung in Grundprinzipien der Paartherapie

In diesem Seminar sollen im Besonderen die Prinzipien der EFT- Paartherapie vorgestellt werden. Im Theorieteil wird diese Methode mit anderen Methoden der Paartherapie verglichen. Der Fokus liegt bei der EFT- Paartherapie sehr konsequent auf den Emotionen. Das erste Ziel besteht darin die emotionalen Reaktionen der Partner, welche in ihren oftmals starren Interaktionen zu Grunde liegen, zu erschließen. Dann geht es darum diese Muster dem Erleben der jeweiligen Partner zur Verfügung zu stellen und die gegenseitige Zugänglichkeit und Reaktionsfähigkeit der Partner zu verbessern. Der Ansatz basiert auf der Grundlage der Bindungsforschung, der systemischen Therapie und der Emotionsforschung. Der Therapeut ist Prozessbegleiter und Choreograph, der den Paaren hilft, den Tanz ihrer Beziehung umzustrukturieren.

Teilnehmerbegrenzung 18

 Theorie Praxis - Verhältnis ca. 60 Praxis  50 Theorie

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Psychische Auswirkungen des zweiten Weltkrieges und seine Bedeutung für die PT mit Kriegskindern und -enkeln

Samstag 23-11-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl.-Psych. Hans- Georg Rehm

Mögliche psychische Auswirkungen des zweiten Weltkriegs und seine Bedeutung für die Psychotherapie

Der zweite Weltkrieg ist an den davon betroffenen Menschen in der Regel nicht spurlos vorübergegangen. Menschen sind zu Tätern, zu Opfer oder beidem geworden. Kriegs- und Nachkriegserfahrungen können Einfluss auf die psychische Befindlichkeit, Gesundheit und Beziehungsverhalten gehabt haben. Es kann die familiäre Atmosphäre, den Umgang miteinander, familiäre Überzeugungen beeinflusst haben. Oft wurde darüber wenig oder nicht gesprochen. Die möglichen Nachwirkungen der Kriegs- und Nachkriegserfahrungen können bis in die Generation der heute 20ig bis 40ig-jährigen Menschen hineinwirken.

In dem Seminar soll Wissen über die möglichen psychischen Auswirkungen des zweiten Weltkriegs vermittelt werden. In Zweiergruppen soll wechselseitig die Familiengeschichte mit Berücksichtigung des Zweiten Weltkriegs erfragt werden. Die Ergebnisse bzw. Erfahrungen sollen in der Gruppe zusammengetragen werden. Ableitungen für die eigene therapeutische Praxis sollen gemeinsam erarbeitet bzw. erschlossen werden.

Voraussetzung für das Seminar ist vorab die Bearbeitung der angehängten Fragen über die eigene Familiengeschichte.

Der Seminarleiter arbeitet in einer psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene. Seit mehreren Jahren erhebt er die Anamnese unter besonderer Berücksichtigung des Zweiten Weltkriegs. Für die therapeutische Arbeit erwies sich das insgesamt als sehr hilfreich.

Fragen, die von jeder Teilnehmerin, jedem Teilnehmer vorab geklärt werden sollen

Von folgenden Personen sollen Geburts- und Sterbedatum, Geburtsort, wo aufgewachsen unter welchen Bedingungen und wie das Bindungsverhalten von den Erwachsenen zu den Kinder war (war Körperkontakt möglich, wurden die Kinder geschlagen) soweit wie möglich erfragt werden: 

Eltern, Großeltern, wenn möglich auch Urgroßeltern (bei allen wenn möglich auch erfragen wie viele Geschwister, wer psychisch erkrankt, wer im oder durch den Krieg verstorben, vermisst)

Im Besonderen soll bei den Angehörigen, die zwischen 1933-1945 gelebt haben, erfragt bzw. herausgefunden werden, wo sie während des zweiten Weltkriegs waren, was sie gemacht haben, wie sie zu dem Nationalsozialismus gestanden haben....

Wenn sie in der Wehrmacht gewesen sind, welchen Dienstgrad hatten sie, in welchen Ländern sind sie gewesen, was haben sie genau gemacht? Waren sie nach dem Krieg in Kriegsgefangenschaft und wenn ja wo (soweit das noch möglich ist herauszufinden)?

Bei den Angehörigen, die zwischen 1945 und 1955 geboren sind.

Wo haben sie unter welchen Bedingungen gelebt? Was, wen hat die Familie durch den Krieg verloren? Wie war der familiäre Umgang mit dem Krieg, dem Nationalsozialismus? Gab es Familienangehörige, die Fluchterfahrungen haben, die Flüchtlinge waren?

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Der Zugang zum Unbewussten

Samstag 23-11-2019 09:30-16:30 Uhr

Sonntag 24-11-2019 09:30-16:30 Uhr

Dipl. Psych. Volker Barrabas

(Mein innerer Held, mein innerer Schatten)

Ein Selbsterfahrungsseminar: Der Zugang zum Unbewussten durch die Welt der Märchen.

Welche Märchen, Geschichten, Filme, Romane, Comics, etc. haben Dich schon immer berührt, Dich immer wieder begeistert? Woher kommt diese innere Berührtheit, was hat das mit Deinem ganz persönlichen Leben zu tun?

Haben wir nicht dieses unbewusste Wissen, was für uns richtig ist und was nicht? Haben wir nicht manchmal das Gefühl, als wäre unsere Geschichte bereits geschrieben und warte darauf, von uns entdeckt und gelebt zu werden? Immer dann, wenn wir dem „Schicksalsfaden der Nornen“ nahe kommen, spüren wir unsere Kraft, Lebendigkeit und unsere unbändige Freude am Leben.

Der Zugang zum Thema wird durch Selbsterfahrung erarbeitet und durch theoretischen Input ergänzt, so dass jeder seinem inneren Helden und seinem inneren Schatten begegnen kann.

Seminarziel ist, dass jeder Teilnehmer die Gelegenheit hat, auf einer spielerischen Ebene  (s)einen Zugang zum Unbewussten im psychotherapeutischen Prozess zu erleben und die Erfahrung einer Ressourcen stärkenden therapeutischen Arbeit machen kann.

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Traumafolgestörungen

Samstag 07-12-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. med. Georg Driesch

Trauma, traumatisch, traumatisierend – Was heute in aller Munde ist, hat eine 100-jährige Geschichte. Vor der Behauptung Siegmund Freuds „zugrunde jedes Falles von Hysterie befinden sich […] eine oder mehrere Fälle von vorzeitiger sexueller Erfahrung, die der frühesten Jungend angehören“ liegen die Dokumente der Gerichtsmedizin des 19. Jahrhunderts mit der erschreckenden Anzahl dokumentierter Fälle an sexueller Gewalt gegenüber Kindern. Dann folgte die Diskussion um die klinische Beurteilung und Entschädigung der Kriegszitterer aus dem 1. Weltkrieg und der Opfer der Industrialisierung („Railway brain“). Nach dem Vietnam-Krieg und der Frauenbewegung der 1960er Jahre wurde 1980 die Diagnose PTSB erstmalig in ein psychiatrisches Klassifikationssystem aufgenommen (DSM-III, 1980). Das Seminar vermittelt Anfängern und Fortgeschrittenen einen Überblick über die aktuelle Traumaforschung, über Krankheitsbilder und deren Therapiemöglichkeiten.

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Umgang mit Grenzen in der Psychotherapie - ethische Fragen i.d. PT

Samstag 14-12-2019 09:30-16:30 Uhr

Dr. Andrea Schleu

Anhand von Vignetten und Kasuistiken sowie eigenem Material suchen wir ein vertieftes Verständnis im Umgang mit Grenzen, Abstinenz und Karenz in der Behandlung. Welche psychotherapeutische Haltung ist angemessen, welcher Umgang mit Setting und Rahmen fördert den Prozess, wie gestalte ich eine professionelle Beziehung? Wie finden wir unseren Standpunkt in eigener Authenzität und Positionierung einerseits und Neutralität im therapeutischen Prozess andererseits? Entgleiste und verstrickte therapeutische Beziehungen werden dargestellt und Implikationen für das eigene Vorgehen und in Therapie, Supervision und Ausbildung abgeleitet und diskutiert.

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