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Die nächste Infoveranstaltung findet am 31.08.2019 um 17 Uhr statt. Wir bitten um Anmeldung.

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  • Behandlung (psycho-) somatischer Krankheiten: Psychoonkologie

    Behandlung (psycho-) somatischer Krankheiten: Psychoonkologie

    Freitag 05-07-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Barbara Rogmans

    Die Diagnose Krebs fordert Patienten, Angehörige und Therapeuten immer wieder heraus. Es werden existentielle Themen berührt und wir werden als Therapeuten auf besondere Weise berührt.

    In diesem Seminar geht es um die Vermittlung von praxisrelevantem Wissen und einen ersten Überblick über die Psychoonkologie. Wir setzen uns auseinander mit den Fragen: Wie ist meine Haltung zur Behandlung von Krebspatienten? Was ist das Besondere an der Arbeit mit Krebspatienten und deren Angehörigen? Was kennzeichnet die psychoonkologische Grundhaltung? Was sind die Besonderheiten der therapeutischen Beziehung und des Settings? Was sind sinnvolle Interventionen in der Psychoonkologie? Worauf müssen wir achten im Umgang und Psychotherapie mit Krebspatienten?

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  • Psychodrama/ Kreative Techniken in der Einzeltherapie

    Psychodrama/ Kreative Techniken in der Einzeltherapie

    Samstag 06-07-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Barbara Rogmans

    Reden reicht nicht. In diesem Seminar möchten wir Ihnen exemplarisch kreative Techniken aus dem Psychodrama und der systemischen Therapie demonstrieren, die sich gut in ein tiefenpsychologisches Setting integrieren lassen. Lassen Sie sich überraschen, wie lebendig Psychotherapie sein kann und wie viel Potential im Spiel und Aufstellung von Konflikte, Gefühlen und Situationen liegt, sodass gute Lösungen sichtbar und erlebbar werden. Sie können eigene Fälle oder auch eigene Anliegen einbringen, um die Techniken demonstriert zu bekommen oder auszuprobieren.

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  • Projektive Testverfahren

    Projektive Testverfahren

    Freitag 12-07-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dipl.-Psych. Peter Binert

    Seminar zur projektiven Diagnostik „Papa ist ein Elefant“

    In dem Seminar soll in aktiven Übungen ein Einblick in die Durchführung und Wirkung von projektiven Verfahren gegeben werden. Hierbei werden sowohl interaktive Verfahren vorgestellt, an denen Therapeut und Patient teilnehmen als auch Verfahren, die nur vom Patienten alleine durchgeführt werden. Diese Form der Diagnostik bietet sich für alle Altersgruppen an und kann somit in der Kindertherapie wie auch in der Erwachsenenbehandlung von Bedeutung sein.

    Vorgestellt werden:

    • Familie in Tieren
    • Der Schnörkeltest von Winnicott
    • TAT (Thematischer Apperceptionstest)
    • Der Sceno-Test

    Es wäre gut, wenn die Teilnehmer Buntstifte mitbringen

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  • Motivational Interviewing – Kommunikation auf Augenhöhe

    Motivational Interviewing – Kommunikation auf Augenhöhe

    Freitag 19-07-2019 15:00-20:00 Uhr und Samstag 20-07-2019 09:30-16:30 Uhr

    Ralf Demmel

    Motivational Interviewing (MI) ist ein zugleich patientenzentriertes und direktives Verfahren. Die Patienten werden nicht »überzeugt« oder zu etwas überredet, sondern vielmehr zu einem so genannten Change Talk – einem lauten Nachdenken über Veränderung – ermutigt (Möchte ich etwas verändern? Traue ich mir das zu? Warum sollte ich vielleicht etwas verändern? etc.). Veränderung soll nicht verordnet, sondern vielmehr in gegenseitigem Einvernehmen – auf Augenhöhe – vereinbart und vorbereitet werden. So wird der Patient zum Fürsprecher einer Veränderung und nicht genötigt, seine »Laster« oder »schlechten Gewohnheiten« zu verteidigen. Da auf jegliche Konfrontation verzichtet wird, profitieren insbesondere »unmotivierte« und »schwierige« Patienten von einer Behandlung, die den von Miller und Rollnick (2015) formulierten Prinzipien entspricht: Die Vorbehalte und Einwände des Patienten werden aufgegriffen, unfruchtbare Auseinandersetzungen vermieden und Widerstände minimiert. MI wurde zunächst in Abgrenzung zu herkömmlichen – oftmals konfrontativen –Methoden der Behandlung alkoholabhängiger Patienten entwickelt. In den vergangenen Jahren wurde der Anwendungsbereich jedoch zunehmend erweitert: Verhaltensmedizin (z. B. Adipositas, Diabetes, Tabakabhänggkeit), Psychotherapie (z. B. Essstörungen, Störungen im Kindes- und Jugendalter), Soziale Arbeit (z. B. Bewährungshilfe, Strafvollzug, Wohnungslosenhilfe) oder Zahnmedizin (Dentalhygiene).

    Programm

    1. Begriffe, Definitionen, Konzepte (change talk, sustain talk etc.),
    2. theoretische Grundlagen und aktueller Stand der Forschung,
    3. Aufgaben des Therapeuten (engaging, focusing, evoking, planning),
    4. Gesprächstechniken (Affirmationen, offene Fragen, Zusammenfassungen etc.),
    5. Empfehlungen und Ratschläge formulieren,
    6. Informationen angemessen dosieren,
    7. auf Einwände und Vorbehalte reagieren,
    8. Behandlungsethik (Akzeptanz, Partnerschaftlichkeit etc.),
    9. Arbeitshilfen und Materialien (Agenda Mapping, Value Card Sort etc.),
    10. Körpersprache und nonverbale Kommunikation,
    11. Auswertungsverfahren (MITI, REM etc.).

     

    Methoden: Auswertung von Transkripten, Life-und Videodemonstrationen (»Lernen am Modell«), Übungen in kleinen Gruppen (zwei bis drei Teilnehmer), kurze Referate des Dozenten (15 bis 20 Minuten)

    Ziele: Im Laufe der Fortbildung werden – ausgehend von der Definition individueller Lernziele – bereits erworbene Kompetenzen vertieft und erweitert. Neben dem »Feintuning« der Gesprächsführung nehmen die Anpassung an spezifische Zielgruppen und Settings sowie verschiedene Formate breiten Raum ein. Die Fortbildung »lebt« von den Beiträgen der Teilnehmer sowie der Bereitschaft, Gespräche zu analysieren und dabei »genau hinzuhören«.

    Literatur: Demmel, R. (2016). Motivational Interviewing. In J. Bengel & O. Mittag (Hrsg.), Psychologie in der medizinischen Rehabilitation: Ein Lehr- und Praxishandbuch (pp. 105-114). Berlin: Springer.

    Demmel, R. (2017). Poster Motivational Interviewing: Prozesse auf einen Blick. Weinheim: Beltz.

    Demmel, R. & Kemény, G. (2017). Motivational Interviewing: Arbeitshilfen für Therapie und Beratung. Mit einem Geleitwort von Stephen Rollnick. Freiburg im Breisgau: Lambertus.

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  • Einführung in die mentalisierungsbasierte Psychotherapie

    Einführung in die mentalisierungsbasierte Psychotherapie

    Freitag 26-07-2019 15:00-20:00 Uhr
    Samstag 27-07-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.- Psych.Daniel Wilhelm

    Im Rahmen einer tiefenpsychologischen (oder auch analytischen) Psychotherapie ist es
    notwendig, sich auf die Gruppe der strukturell eingeschränkten Patienten einzustellen.
    Um diesen gerecht zu werden, stehen uns aktuell drei Behandlungsverfahren zur
    Verfügung: die PIM (interaktionelle Methode), die TFT (übertragungsfokusierte Therapie)
    und die jüngste Entwicklung: die mentalisierungsbasierte Therapie. Um letztere soll es
    in diesem Seminar gehen. Die MBT unterscheidet sich in theoretischem Fokus und Praxis
    von den beiden anderen Verfahren und ihre Merkmale sollen daher im Kontrast einführend
    skizziert werden. Weiterhin soll ein grundlegendes Verständnis
    (Kontingenzdeckungsmechanismus/Markierungshypothese) der Theorie vermittelt
    werden, der Schwerpunkt liegt jedoch auf der spezifischen Interventionstechnik derMBT!
    Dies betrifft das „Markieren“, den Umgang mit dysfunktionalen Modi
    (Äquivalenzmodus, teleologischer Modus und „Als-ob-Modus“) sowie die Bearbeitung
    von Mentalisierungsbrüchen. Ebenso wird die Übertragungsbeziehung unterschiedlich
    gehandhabt und soll daher von uns betrachtet werden.
    Didaktisch sollen Theorieaneignung und Übung miteinander verschränkt werden.
    Die Rollenspiele dienen dem Zweck sich ein erstes Gespür für die Interventionstechnik zu
    erarbeiten. Daher werde ich Rollenbeschreibungen vorbereiten, die einen „Übungsraum“
    für das Probieren von mentalisierungsbasierten Interventionen herstellen sollen. Alternativ
    - und wenn passend - können vom TN eigene Fälle im Rollenspiel durchgearbeitet
    werden. Eine Bereitschaft zum Rollenspiel ist also notwendig.

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  • Einführung in die ICD-10

    Einführung in die ICD-10

    Samstag 03-08-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Elmira Marks

    Im Seminar werden Aufbauprinzipien des internationalen statistischen Klassifikationssystems der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme (ICDInternational Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) erläutert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99). Mit Hilfe von Falldarstellungen werden praktische Übungen zur Diagnoseverschlüsselung dargeboten.

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  • Erste Hilfe Maßnahmen bei körperlichen Notfällen in der ambulanten Praxis

    Erste Hilfe Maßnahmen bei körperlichen Notfällen in der ambulanten Praxis

    Freitag 09-08-2019 15:00-20:00 Uhr

    Hier geht es um grundlegende durchzuführende Maßnahmen um menschliches Leben zu retten, bedrohende Gefahren oder Gesundheitsstörungen bis zum Eintreffen professioneller Hilfe abzuwenden oder zu mildern.
    Maßnahmen insbesondere bei:
    •    Bewusstseinsstörungen
    •    Störungen des Herz-Kreislauf-Systems
    •    Wunden
    •    lebensbedrohlichem Schockzustand
    •    Hyperventilation
    •    drohender Erstickung
    Durchführung einzelner Übungen zu oben genannten Themen.

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  • Persönlichkeitsstörungen verstehen – zum Umgang mit schwierigen Patienten

    Persönlichkeitsstörungen verstehen – zum Umgang mit schwierigen Patienten

    Samstag 24-08-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Christiane Sanders

    In diesem Seminar möchte ich Inhalte aus dem
    Buch von Rainer Sachse: „Persönlichkeitsstörungen verstehen“ vorstellen. Als tiefenpsychologisch arbeitende Therapeutin habe ich durch die Lektüre dieses Buches einen entlastenden Zugang zur Arbeit mit Patienten mit Persönlichkeitsstörungen gefunden, so dass ich diese Erfahrungen gerne weitergeben möchte. Alle in der psychotherapeutischen Praxis, oder in der Klinik tätigen  Psychotherapeuten wissen, wie schwierig sich der Umgang mit diesen Patienten zuweilen gestalten kann und wie schwer es werden kann, Verständnis und Zugang zu diesen Patienten zu finden.

    Rainer Sachse versteht Persönlichkeitsstörungen als eine Beziehungsstörung, die sich natürlich auch in der Therapiebeziehung aktualisiert und herausfordernd ist.  Der Autor versucht  Verständnis für diese Störungen zu vermitteln und stellt Handlungsvorschläge zur Verfügung, um Beziehungsfallen zu vermeiden. Ich werde die Grundannahmen des Buches vorstellen und gemeinsam werden wir die Besonderheiten der einzelnen Persönlichkeitsstörungen zu erarbeiten versuchen.

    Es handelt sich um ein Theorieseminar, das für alle offen ist. Wir werden auch in Kleingruppen arbeiten, Fallbesprechungen sind exemplarisch auch denkbar.

    Literatur:

    Rainer Sachse, Persönlichkeitsstörungen verstehen – zum Umgang mit schwierigen Patienten. Psychiatrie Verlag

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  • Affektfokussierende psychodynamische Psychotherapie (APT): Ein integrativer Zugang zur Diagnostik, Fokusbildung und Behandlung von psychischen Störungen Teil 1

    Affektfokussierende psychodynamische Psychotherapie (APT): Ein integrativer Zugang zur Diagnostik, Fokusbildung und Behandlung von psychischen Störungen Teil 1

    Freitag 30-08-2019 15:00-20:00 Uhr

    Samstag 31-08-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Eva-Maria Einig

    In beiden Seminaren arbeiten wir an folgendem Thema:

    Affektfokussierende psychodynamische Psychotherapie (APT): Ein integrativer Zugang zur Diagnostik, Fokusbildung und Behandlung von psychischen Störungen

    Eine Behandlungsform an der Schnittstelle von PSA, mentalisierungsbasierte PT, imaginativer Konfrontation und VT:

    In diesen zwei aufeinanderfolgenden Seminaren möchten wir Sie mit dieser Form der psychodynamischen Behandlung vertraut machen. Auf der Grundlage dieses gerade neu im Deutschen erschienen Manuals aus Amerika wollen wir anhand von eigenem Fallmaterial ein Behandlungskonzept vorstellen, dass v.a. durch das Erleben und Durcharbeiten von bedrohlichen Affekten und durch beherztes Durcharbeiten der Abwehr eine aktive, zeiteffiziente, fokussierende und integrative Behandlungsform darstellen kann.

    Dabei wollen wir versuchen, Ihnen auf der Folie dieses Manuals darzustellen, wie wir konkret eine Behandlung durchführen.

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  • Ätiologie, Diagnostik und Therapieplanung in der TP

    Ätiologie, Diagnostik und Therapieplanung in der TP

    Samstag 31-08-2019 09:30-16:30 Uhr

    Freitag 06-09-2019 15:00-20:00 Uhr

    Samstag 07-09-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    Es ist ein Allgemeinplatz in der Medizin und Psychotherapie, dass die Diagnostik der Therapie vorangehen sollte. In der Richtlinienpsychotherapie sind hierfür die sogenannten 5 probatorischen Sitzungen vorgesehen. Aber was soll hier erfasst werden? Was ist für die anschließende Therapie relevant? Welche historischen Überlegungen gibt es hierzu und was ist der aktuelle Stand der psychodynamischen Diagnostik? Von S. Freuds (1913) „Zur Einleitung der Behandlung“ bis zu Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD, 2006) sollen unterschiedliche Theorien zur Diagnostik und Therapieplanung in der Psychotherapie vorgestellt werden. Das zweitätige Seminar sollte komplett besucht werden und wird den Einsteigern in die tiefenpsychologische Psychotherapie dringend empfohlen. Es eignet sich auch als Refresher-Kurs für Fortgeschrittene.

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  • Achtsamkeit: Einführung in Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)

    Achtsamkeit: Einführung in Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)

    Freitag 13-09-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. Christian Stock

    Achtsamkeitsübungen haben seit den 80er Jahren Einzug in die moderne Psychotherapie gehalten.

    Neben einer differenzierteren Körperwahrnehmung und Selbstregulation geht es in der Achtsamkeitstherapie darum, eine neue Lebenseinstellung zu erlernen: „Sich dem unmittelbaren Augenblick mit einer nicht-wertenden, annehmenden Haltung zuzuwenden – dem, was man gerade fühlt, denkt oder tut, ohne in Grübeleien, Erinnerungen oder Zukunftsplanungen gefangen zu sein. Man schult sich darin, einverstanden zu sein, mit dem, was gerade ist – unabhängig davon, ob eine Situation als angenehm oder unangenehm empfunden wird.“ Durch die so trainierte Grundhaltung der „Desidentifikation“ eröffnet sich dem Übenden eine neue Balance zwischen akzeptierendem „Sein“ (Dinge so nehmen, wie sie sind) und aktivem „Tun“ (Zielorientiertes Handeln).

    Das ursprünglich von Jon Kabat Zinn entwickelte Programm MBSR steht für: "Mindfulness based stress reduction". In dem Kurzseminar erfolgt  eine Einführung in das Gebiet der Achtsamkeitsmeditation mit kleineren Übungen im Sinne der Selbsterfahrung. Es wird außerdem kurz dargestellt, wie das umfangreiche achtwöchige amerikanische Original-Programm auf psychosomatische und psychiatrische Kliniken übertragen werden kann (natürlich in abgespeckter Form).

    Hinzu kommt ein kurzer Exkurs zu neueren „Spin-offs“ und Weiterentwicklungen der Achtsamkeitstherapie wie: MBCT, ACT und Selbstmitgefühl (self-compassion).

    Literatur:

    Stock, Christian, Achtsamkeitsmeditation, Trias Verlag, Stuttgart, 2012

    Kabat-Zinn, Jon, Gesund durch Meditation, Knaur TB Verlag, München, 2011

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  • Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

    Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

    Freitag 20-09-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dipl. - Psych Peter Binert/ Schenke

    In diesem Seminar sollen die Teilnehmer einen fundierten Einblick in die Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen erhalten. Von der Einrichtung der Räumlichkeiten über die Darstellung der Arbeitsmaterialien und der Begegnung im Erstkontakt sollen die Teilnehmer einen Eindruck erhalten wie es in einer kindertherapeutischen Praxis zugeht. Es werden spezifische Diagnostika vorgestellt und ein Augenmerk auf Patienten gerichtet, die „eigentlich gar nicht da sein wollen“, denn viele Patienten kommen nicht freiwillig;  ihnen wird „nahe“ gelegt sich therapeutische Hilfe zu suchen. Hier stellen sich dann besondere Herausforderungen an den Therapeuten. Es soll ein Überblick verschafft werden, mit welchen Institutionen und Hilfeinstanzen ein Kindertherapeut zu tun hat (Jugendamt, Lehrer, Erzieher, Familiengerichte, Beratungsstellen, etc).

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  • Säuglings- und Kleinkindforschung

    Säuglings- und Kleinkindforschung

    Samstag 21-09-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Ute Waschescio

    Das Seminar soll einen Überblick über die Säuglingsforschung und ihre Implikationen für die psychotherapeutische Arbeit vermitteln. Dabei werden u.a. folgende Themen behandelt:

    • Geschichte der Säuglingsforschung
    • Forschungsmethoden
    • Aktuelle Erkenntnisse
    • Neuere Entwicklungstheorien
    • Störungen im Säuglingsalter
    • Eltern-Kind-Interaktion

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Paradigmenwechsel, der unter dem Begriff der Intersubjektiven Wende die Sicht auf den Säugling und die frühkindliche Entwicklung nachhaltig verändert hat – mit bedeutsamen Implikationen auch für Theorien zur Entstehung psychischer Erkrankungen und deren Behandlung.

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  • Antisoziale Persönlichkeitsstörung, Umgang mit Delinquenz in der Psychotherapie

    Antisoziale Persönlichkeitsstörung, Umgang mit Delinquenz in der Psychotherapie

    Freitag 27-09-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr .med. Gerhard Paar

    Zunächst wird auf die Historie der Beschäftigung mit Kriminalität in der Psychoanalyse verwiesen. Zusammenfassende Beschreibung der antisozialen / dissozialen Persönlichkeit. Psychodynamische Überlegungen zu Entwicklung und Struktur der antisozialen Persönlichkeit, daraus abzuleitende Beratungs-/ Behandlungsansätze (bifokal, mentalisierend). Besonderheiten der Beziehungs-herstellung, Beziehungsdynamik und der spezifischen Übertragungs-/ Gegenübertragungs-Konstellationen werden an Beispielen erläutert. Die Bedeutung der eingeschränkten Eigenmotivation / Fremdmotivation zur Behandlung bei gerichtlichen Auflagen  bzw. in forensischen Zwangskontexten und die duale Aufgabe des Psychotherapeuten (Behandlung / Begutachtung) werden erörtert. Mögliche Hilfestellungen für die Gestaltung des Arbeitsbündnisses werden erarbeitet.

    Falls vorhanden sind klinische Vignetten willkommen

    Literatur:

    Dulz, B., Briken, P., Kernberg, O., Rauchfleisch, U. (Hrsg.)(20015) Handbuch der Antisozialen Persönlichkeitsstörung. Schattauer

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  • Abschluss von Behandlungen

    Abschluss von Behandlungen

    Samstag 28-09-2019 09:30-16:30 Uhr

    Prof. Dr. Manfred Heck

    Freud benannte als vorrangiges Ziel psychoanalytischer Therapie die Wiederherstellung der Arbeits- und Genussfähigkeit. Im Seminar wird die Frage behandelt, inwieweit dieses Ziel gerade im Rahmen tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie in Kooperation mit den Patienten und Patientinnen jeweils weiterer Konkretisierung und Spezifizierung bedarf. Zudem sind nicht nur auf der Patientenseite, sondern auch auf der Behandlerseite mit einer Psychotherapie zuweilen Erwartungen und Hoffnungen verbunden, die durch den psychotherapeutischen Prozess aus Sicht der Beteiligten nur unzureichend oder gar nicht eingelöst werden. Dies kann zuweilen zu erheblichen Komplikationen in der Psychotherapeut- Patient- Beziehung führen. Im Seminar sollen, möglichst ausgehend von Erfahrungen und/oder eingebrachten Fällen der Teilnehmer, Orientierungen vermittelt werden, welche einer professionellen Ausgestaltung psychotherapeutischer Prozesssteuerung und insbesondere der Beendigung psychotherapeutischer Behandlungen dienlich sein können. Ein Fallbeispiel der Abschlussphase einer klassischen Psychoanalyse wird vom Dozenten als illustratives Beispiel erläutert werden.

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  • Scham: Psychodynamische Aspekte eines ungeliebten Gefühls

    Scham: Psychodynamische Aspekte eines ungeliebten Gefühls

    Samstag 28-09-2019 09:30-16:30 Uhr

    Drever/Friedrich

    Scham ist kulturübergreifend, kommt überall vor. Das Schamempfinden ist angeboren. Wofür wir uns schämen, ist kulturgebunden. Scham ist ein Gefühl, das besonders viel mit Selbsterkenntnis (Selbstbeobachtung, Selbstbewusstsein, Selbstgefühl) zu tun hat. Wenn Menschen sich schämen, sinkt der Wert, den sie der eigenen Person zuschreiben - das Selbstwertgefühl wird gekränkt.

    Zunächst wird auf theoretische Aspekte eingegangen, im zweiten Teil sind Fallvignetten als Arbeitsmaterial erwünscht.

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  • Psychosomatische Krankheitslehre

    Psychosomatische Krankheitslehre

    Montag 30-09-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    Die Risikofaktoren für das Psychisch-Krank-Werden sind bekannt. Neben genetischen Faktoren sind es vor allem psychosoziale Belastungen der Kindheit (siehe ACE-Studie), die zur Entstehung psychischer Krankheiten führen.
    „Zwischen“ den Risikofaktoren (Ätiologie) und der Krankheit selbst steht die Pathogenese oder Psychodynamik.
    In diesem Theorie-Seminar zur Krankheitslehre sollen Theorien dargestellt werden, mit denen man den intrapsychischen Prozess der Krankheitsentstehung zu erklären versucht.

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  • Umgang mit Regression

    Umgang mit Regression

    Dienstag 01-10-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. G. Paar

    • Ursprünglich meint Regression eine Rückkehr zu früheren Entwicklungsformen des Denkens, der Affekte, der Objektbeziehungen und der Strukturierung des Verhaltens.
    • Das Konzept ist hilfreich zum Verständnis vielfältiger persönlicher Ausdrucksweisen, die Krankheitszustände, insbesondere bei Hospitalisationen mit sich bringen. Die abhängigkeitsfördernde Natur medizinischer Settings bieten eine regressive Potenz, auf die kranke Menschen unterschiedlich regressiv reagieren können
    • Psychoanalyse und Psychodynamische Psychotherapie nutzen kontrollierte Regression als wichtiges Behandlungstool im therapeutischen Prozess
    • Ursprünglich, in ausgearbeiteter Form von S. Freud in der "Traumdeutung" (1900) verwendet, beschreibt R. eine wesentliche Eigenschaft des Traums: Traumgedanken stellen sich hauptsächlich in Form sensorischer Bilder dar, die sich dem Subjekt auf eine quasi halluzinatorische Art aufdrängen (topisches Konzept der R.). Freud unterschied topische Funktion, zeitliche Funktion und formale Funktion der R.
    • Mit der Weiterentwicklung psychoanalytischer Konstrukte verändern sich die Regressionskonzepte und werden quasi durch die Begriffsgeschichte durchgeschleppt bis heute. Heute hat das Konzept der R. seine hohe therapeutische Bedeutung verloren. Insbesondere im supportiven Ansatz, aber auch im stationären Setting wird R. behandlungstechnisch eher im Sinne eines anti-regressiven Verhaltens verstanden
    • Im Strukturkonzept der Psychoanalyse ist das Konzept der Regression verknüpft mit individuellen Phasen einer psychischen Entwicklung, die durch eine Serie von Phasen läuft, jede mit spezifischen Charakteristika von Libido, Ich, Ich-Ideal und Überich. Die jeweiligen Phasen bestimmen sich durch die Natur libidinöser Trieb-Entladungen, der Art wie die Ich-Operationen verlaufen und den manifesten Idealen und dem Gewissen
    • Die in den Erwachsenenanalysen gewonnen Vorstellungen zur Entwicklungspsychopathologie haben zum problematischen Konstrukt einer linearen Entwicklungslinie von regressiven und fixierten Prozessen geführt, die bei inneren und äußeren Belastungen zur Regression in diese frühere Entwicklungsstufe führen
    • Aufgrund dieser Konzepte schien es unvermeidlich (gewünscht und quasi gesetzmässig), dass der therapeutische Prozess in der Übertragung durch einen Regressionsprozess läuft. Dabei schienen auch pathologische Formen wie die maligne Regression durchaus unvermeidlich zu sein. Regression ist allerdings kein Vorgang der sich im Patienten quasi von Natur aus oder von selbst herstellt (W. Loch, 1967)
    • Gerade das frühere(?) Konstrukt der Übertragung im Sinne reiner Wiederholung und das problematische Konstrukt einer historischen Rekonstruktion (historische vs narrative Wahrheit, Spence 1982) konnte zu stärkerer Ungleichheit und damit zur Gefahr maligner Regressionen führen, wenn äußere Lebensumstände des Patienten zugunsten ahistorischer Übertragungsdeutungen aus dem Blick des Analytikers gerieten
    • Das Regressions-Fixationsmodell der Psychopathologie Freuds ist später in eine psychodynamische Entwicklungstheorie erweitert worden. Neue klinische Aspekte zur Ich-Psychologie, Objektbeziehungen, dem Prinzip multipler Funktionen und Überdeterminierung von Symptomen haben zu einer wesentlich erweiterten, komplexeren Sichtweise von Psychopathologie beigetragen. Trotzdem wird noch am psychoanalytischen/ psychodynamischen Modell der Einheit von Entwicklung, Psychopathologie und Behandlungstechnik festgehalten!
    • Anna Freud hat als Kinderanalytikerin gezeigt, dass R. sich als "normaler" Prozess in den Entwicklungsphasen zeigt, im Sinne eines "zwei Schritte vor - ein Schritt zurück"
    • Eine Schlussfolgerung aus neuen Theorien zur Entwicklung und Psychopathologie ist: Alle Stufen und Modi des psychischen Funktionierens co-existieren, selbst wenn sie nicht immer offen sich manifestieren (und unbeschadet bestimmter Fenster in der Entwicklung, die sich auch schließen). Die aktiven Versuche des Ich-Selbst-Systems hinsichtlich Abwehr und Anpassung führen eher zu Wechsel in den jeweils vorherrschenden Stufen und Funktionsmodi, anstatt zu einer Rückkehr zu einer früheren Entwicklungsstufe
    • Die ich-psychologisch eingeleitete Konstruktion "Regression im Dienste des Ich" führt zu einer Neubewertung der Regression. So unterscheidet Kris (1952) im kreativen Prozess eine "inspirational" von einer "elaborated phase" der R. Dieses zweiphasige Konzept in Verbindung mit objektpsychologischem Verständnis erweist sich als hilfreich im therapeutischen Prozess
    • Regression wird durch Anna Freud (1936) als Abwehrform verstanden, damit wird Regression in ein dialektisches Konzept von Regression in Richtung von Progression verstanden (wenn die strukturelle Störung nicht zu tiefgreifend ist!)
    • Gabbard (2005) rechnet Regression zu den niedrig adaptiven Abwehrformen
    • Anhand der beeindruckenden Konzepte von Winnicott und Balint zur Bedeutung regressiver Prozesse lässt sich folgendes zeigen: Neubeginn ereignet sich immer in der Übertragung, in einer Objektbeziehung, als Geschehen im "Hier-und Jetzt"
    • Mit dem Konzept der "Zwei-Personen-Psychologie" kann gezeigt werden, dass Patient und Therapeut an der Entwicklung regressiver Prozesse beteiligt sind. Die Versuchung des Analytikers in die wechselseitige (mutual) Regression mit einzusteigen, lässt sich als Aspekt der Gegenübertragung verstehen und enthält das stärkste Potential zur Unterbrechung des analytischen Prozesses
    • Bei Angebot und Aufbau einer hilfreichen Beziehung ist wichtig, die Balance zwischen Erfüllung regressiver Bedürfnisse nach emotionaler Fürsorge und Selbstverantwortung für die Lebensbewältigung und eigener Emotionsregulierung zu halten. Auch bei einer ressourcenorientierten Einstellung und regressionsbegrenzendem Ansatz kann eine Therapie nicht ohne Entwicklung einer Abhängigkeitsbeziehung sich entwickeln (Wöller 2006)
    • Regressive Phänomene zeigen sich unterschiedlich in den verschiedenen Therapiephasen. So kann der Patient in der Terminationsphase auf regressive Phänomene oder Übertragungsphänomene, die therapeutisch überwunden zu sein schiene, wieder zurückgreifen. Günstig ist, Regression in der Termination zu antizipieren.
    • Regression lässt sich heute als kurzfristig im therapeutischen Prozess auftretenden interaktives Phänomen verstehen als „regressive repetition“, unter der Annahme, „that crises are occasions for the activation and enactment of earlier prototypes of conflict“…as a setting of reconstructive growth“ (George S. Klein, „Is Psychoanalysis Relevant?“, 1976, p 34)
    • In diesem Kontext ist R. als adaptives Maneuver zu verstehen hin zu einer Entwicklung neuer ethischer Positionen, persönlicher Regeln und Werten. Im kreativen Wiederholungsprozess in der Gegenwart verweben sich prototypische Konflikte der Vergangenheit und gelebter Lebenserfahrungen mit gegenwärtigen Realitäten und können zu einem neuen Level kohärenter Selbst- und Beziehungserfahrungen führen.
    • "Im Allgemeinen werden allein durch Regression weder Kunstwerke noch Heilungen hervorgebracht. Sonst gäbe es vielmehr Künstler und weit weniger seelisch Kranke" (Thomä&Kächele, S. 286).
    • Je neuer das psychodynamische / psychoanalytische Buch (die Literaturstelle), desto seltener taucht der Regressionsbegriff auf!

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  • Diagnostik und Therapie der paranoiden Persönlichkeitsstörung

    Diagnostik und Therapie der paranoiden Persönlichkeitsstörung

    Mittwoch 02-10-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. Elmira Marks

    Im Seminar werden sowohl Beschreibung und Charakteristika der Störung vermittelt als auch ihre Psychodynamik erläutert.  Des Weiteren werden Besonderheiten therapeutischer Arbeit dargelegt (die Ich-Syntonie der Störung, die Perspektive und die wichtigsten Abwehrmechanismen). Ein besonderes Augenmerk liegt auf der psychotherapeutischen Behandlung.

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  • Einführung in die klinische Entwicklungspsychologie

    Einführung in die klinische Entwicklungspsychologie

    Donnerstag 03-10-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    Es ist ein Verdienst der Psychoanalyse, die Bedeutung der Kindheit für das psychische Erleben und Verhalten von Erwachsenen hervorgehoben zu haben. „Die Idee einer bedeutsamen Vergangenheit ist das Alpha und Omega der Psychoanalyse. Ihr gesamtes begriffliches Grundgerüst […] ist ohne Bezug auf die Vergangenheit nicht denkbar. „ (Dornes M, 2004, S. 149). Andererseits wurde ihr diese „Kindheitslastigkeit“ immer wieder vorgeworfen. Doch was genau findet zwischen der Geburt und dem 18. Lebensjahr statt? Und endet die Entwicklungspsychologie mit dem Erwachsenwerden? Welche Theorien gibt es zur Entwicklungspsychologie? Wie immer beginnen wir mit Sigmund Freud und seiner Phasentheorie (oral, anal, …) und wenden uns dann anderen Theorien zu. Wichtig ist die Verbindung vom Hier und Jetzt des Erwachsenen als Patienten und dem Dort und Damals seiner Beziehungserfahrungen als Kind.

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  • Pathologischer PC- und Internet-Gebrauch

    Pathologischer PC- und Internet-Gebrauch

    Samstag 05-10-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. Elmira Marks

    Das Seminar beschäftigt sich mit den medienpsychologischen Grundlagen: Mediennutzung, virtuelle Realität, Kommunikationstheorien, Unterhaltungsfaktor, Beziehungsbildung und Identitätsentwicklung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der bindungspsychodynamischer Sichtweise sowie dem pathologischen PC- und Internet-Gebrauch als Störungsbild.

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  • TP Krankheitsmodelle

    TP Krankheitsmodelle

    Samstag 12-10-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. Brigitta Leuschner

    Wir beschäftigen uns mit dem Krankheitverständnis in psychodynamischen Theorien. Beginnend mit dem triebtheoretischen Modell von Freud schauen wir auf die Entwicklung bis zum heutigen Verstehen eines Konflikt- und Strukturmodells psychischer Erkrankungen. Dabei werden moderne objektbeziehungstheoretische, intersubjektive und mentalisierungsbasierte  Modelle vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern sollen dann die verschiedenen Erklärungsmodelle anhand der Nutzbarkeit für das aktuelle Antragsverfahren verglichen werden. Gerne können eigene Behandlungsbeispiele eingebracht werden.

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  • Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen

    Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen

    Freitag 18-10-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dipl.-Psych. Daniel Wilhelm

    Wenn man psychisch bedingte Schlafstörungen verstehen will, dann ist es notwendig,
    eine Vorstellung von gesundem Schlaf zu entwickeln. Daher habe ich das Seminar
    dreigeteilt. Im ersten Drittel werden wir gesundes Schlafverhalten besprechen, im zweiten
    Teil dann die Abweichungen - das Pathologische! Diese beiden "Seiten der Medaille" sind
    wichtig für die Klärung (mit dem Patienten in der Diagnostikphase), welchen Anteil das
    Schlafverhalten am Problem/Störung hat.
    Den dritten Teil möchte ich für eine kurze Diskussion über den Zusammenhang zwischen
    übersteigerter Leistungsorientierung und Schlafverhalten nutzen, da der Blick für selbst
    hergestellte Störungen geschärft werden soll.

    Zur Didaktik: "Wir" haben in dem Seminar viel vor, daher soll erst im abschließenden Teil
    Raum zur Diskussion sein. Vorher geht es um Wissensaufnahme, ich werde daher Fragen
    nur in Bezug auf den vermittelten Stoff zulassen. Methodisch wird mit Unterrichtsvortrag,
    Unterrichtsgespräch, Aufgaben (ggfs. Gruppenarbeit) & Auswertung dieser gearbeitet.

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  • Zur weiblichen Geschlechtsidentität, weibl. Identitätsentwicklung

    Zur weiblichen Geschlechtsidentität, weibl. Identitätsentwicklung

    Samstag 19-10-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Ute Waschescio

    Ziel des Seminars ist es, einen Überblick zu vermitteln über verschiedene Theorien zur Identitätsentwicklung bei Mädchen und Frauen.

    Ausgehend von Sigmund Freud und den klassischen psychoanalytischen Annahmen beschäftigen wir uns im weiteren Verlauf mit feministischen Ansätzen der 70er und 80er Jahre, mit zeitgenössischen psychoanalytischen Weiterentwicklungen, den Ergebnissen der modernen Gender-Forschung und aktuellen Befunden aus der Neurobiologie und der Neuropsychoanalyse.

    Die Bedeutung dieser unterschiedlichen Perspektiven für den Umgang mit und die Behandlung von Patientinnen soll erörtert werden.

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  • Diagnostik und Therapie Sexueller Funktionsstörungen

    Diagnostik und Therapie Sexueller Funktionsstörungen

    Freitag 25-10-2019 14:00-20:00 Uhr

    FÄ. Hildegard Stienen

    Eine als befriedigend erlebte Sexualität macht einen wichtigen Teil der Lebensqualität aus. Gleichzeitig gehören sexuelle Probleme zu den häufigsten psychischen Problemen. Nach einer Beschreibung von sexuellen Störungen und ihren Ursachen werden diagnostische Verfahren, Behandlungskonzepte und -methoden für die Arbeit mit Frauen, Männern und Paaren praxisnah beschrieben. Der Schwerpunkt wird auf der Therapie sexueller Funktionsstörungen mit einem integrativen Behandlungsansatz liegen. Behandlungstechniken entsprechend der Ausbildung der Referentin in Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierter und systemischer Therapie werden vorgestellt. Das Seminar soll Mut machen, der Therapie sexueller Störungen einen größeren Platz in der psychotherapeutischen Versorgung einzuräumen.

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  • Körperpsychotherapie: Widerstandsanalyse aus körperpsychotherapeutischer Sicht

    Körperpsychotherapie: Widerstandsanalyse aus körperpsychotherapeutischer Sicht

    Samstag 26-10-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Corinna Bartling

    Die Widerstandsanalyse gehört neben der Übertragungs-/Gegenübertragungsanalyse zu den Grundpfeilern analytischer und tiefenpsychologischer Therapiearbeit.

    Widerstand betrifft immer das interaktionelle Beziehungsgeschehen zwischen Patient/in und Therapeut/in und behindert das Erreichen der Therapieziele. Im Widerstand findet sich das frühe „Beziehungsgeschenk“ an die Bezugsperson(en) wieder: „Ich schränke meine Vitalität ein, damit es dir weiterhin gut geht und du dich um mich kümmern kannst.“ und wird im therapeutischen Prozess erneut wirksam, wenn im Verlauf der Therapie strukturbedingte frühe Ängste berührt werden. Der Widerstand richtet sich gegen das Bewusstwerden und Fühlen charakterspezifischer Ängste.

    Mit der Einladung zu verschiedenen praktischen Übungen biete ich in diesem Seminar die Gelegenheit, mögliche körperliche Widerstandsphänomene im eigenen Leib zu erfahren und darüber ein Verständnis für den*die Patient*in und für sich selbst für eben diese entwickeln zu können. Die aktivierenden, wahrnehmungsfördernden und vertiefenden Übungen erlauben über Erdung, Bewegung und Atmung das Erleben der eigenen Lebendigkeit und deren Einschränkung.

    Grundlage für die praktischen Übungen und die damit verbundene Selbsterfahrung zum Thema bildet die bioenergetische Analyse der Charakterstrukturen nach W. Reich und A. Lowen.

    Zur Diskussion therapeutischer Implikationen sind Fallbeispiele aus Ihrer therapeutischen Arbeit erwünscht.

    Für die Übungen bitte bequeme Kleidung tragen/mitbringen.

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  • Blockseminar mit Kleingruppen Besonderheiten der Formulierung der Anträge

    Blockseminar mit Kleingruppen Besonderheiten der Formulierung der Anträge

    Freitag 01-11-2019 09:30-16:30 Uhr
    Samstag 02-11-2019 09:30-16:30 Uhr
    Sonntag 03-11-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Elmira Marks

    Ziel dieses Seminars ist es, die Besonderheiten der Formulierungen der Anträge aufzuzeigen und diese anhand von eigenen Fallbeispielen zu erörtern. Dabei steht insbesondere das Verfassen der biographischen Anamnese und der Psychodynamik im Vordergrund. Sinngemäß können die hier erarbeiteten Inhalte auf das Verfassen von Abschlussberichten im stationären Setting übertragen werden. 

    Das Seminar dient der Erweiterung der analytischen Kompetenz im Zusammenfassen und Formulieren der Psychodynamik eines Störungsbildes sowie dem Ausarbeiten eines Behandlungsplanes. Auch die Besonderheiten bei der Formulierung eines Entlassberichtes an den Gutachter werden hier behandelt. Vorrausetzung für dieses Seminar ist, dass die Seminarteilnehmer Patientenfälle aus eigener Behandlungspraxis mitbringen, um einen Bericht anhand des Störungsbildes zu erstellen. Hierzu werden vor dem Seminar Patientenfragebögen an die Teilnehmer versendet.

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  • Differentialindikation

    Differentialindikation

    Freitag 08-11-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. phil. Elmira Marks

    In diesem Seminar soll der Prozeß der Differentialindaktion folgendermaßen verstanden und fallorientiert bearbeitet werden: «Bei welchem Patienten mit welcher Problematik / psychischen Störung ist welche Behandlungsmaßnahme bzw. welche Sequenz von Behandlungselementen durch welchen Therapeuten zu welcher Zielset­zung wie angemessen, wie effektiv und effizient ?» ...

    Bastine (1981) weist darauf hin, daß nach der grundlegenden Abklärung, ob eine Psychotherapie indiziert ist, im positiven Fall der Aufnahme einer Psycho­therapie, im therapeutischen Prozeß immer wieder Entscheidungen über den Einsatz spezifischer Behandlungsmethoden mit neuen oder veränderten Ziel­setzungen sowie dem Zeitpunkt ihres Einsatzes in einem interaktionellen Prozeß zwischen dem Patienten und dem Therapeuten — im Sinne einer prozeßorientierten oder adaptiven Indikation — erarbeitet werden. nach: Paul L. Janssen, Wolfgang Schneider: Diagnostik in der Psychotherapie und Psychosomatik, Urban & Fischer Verlag

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  • Psychiatrische Krankheitslehre

    Psychiatrische Krankheitslehre

    Samstag 09-11-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Barbara Rogmans

    In diesem Seminar sollen psychiatrische Kenntnisse vermittelt werden zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie von affektiven Störungen und Psychosen. Hierbei geht es vor allem um praxisrelevantes Wissen für den psychotherapeutischen Alltag. Wie erkenne ich diese Erkrankungen? Wie verlaufen sie? Wie kann ich sie voneinander abgrenzen? Welches therapeutische Vorgehen ist sinnvoll? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Unterschiede in der stationären und ambulanten Behandlung?

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  • Einführung in die Theorie und Praxis der Behandlung von psychotischen und psychosenahen Erkrankungen

    Einführung in die Theorie und Praxis der Behandlung von psychotischen und psychosenahen Erkrankungen

    Samstag 09-11-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Ursula Berges

    Sigmund Freud hat sich unter anderem in seinen Gedanken zum „Fall Schreber“ intensiv mit psychotischen Zuständen auseinandergesetzt, er hielt aber die psychoanalytische Technik nicht für geeignet, diese zu behandeln, weil seiner Auffassung nach insbesondere die Übertragungsfähigkeit bei Psychotikern fehle. Die Weiterentwicklung der psychoanalytischen Theorie insbesondere in Großbritannien führte zu einem neuen Verständnis der Psychodynamik psychotischer Erkrankungen, insbesondere die Gruppe um Melanie Klein war hier wegweisend. In Deutschland haben sich Arbeitsgruppen unter anderem am Frankfurter und Münchner Psychoanalytischen Institut sowie in Göttingen-Tiefenbrunn schon seit vielen Jahren mit der Psychodynamik psychotischer Zustände und deren Behandlung intensiv auseinandergesetzt und eigenständige Konzepte entwickelt, die in diesem Seminar schwerpunktmäßig behandelt werden sollen. Neben den theoretischen Konzepten möchte ich die daraus abgeleiteten modifizierten psychoanalytischen Behandlungsmethoden vorstellen und an Fallbeispielen besprechen. 

    In dem Seminar werden die Grundkenntnisse psychoanalytischer Entwicklungstheorie und Behandlungstechnik als bekannt vorausgesetzt.

    Es besteht die Möglichkeit, einen eigenen Behandlungsfall vorzustellen (nach vorheriger Anmeldung).

    Literatur zum Thema:

    Stavros Mentzos (Hg.): Psychose und Konflikt, Göttingen 2000

     Frank Schwarz und Christian Maier (Hg): Psychotherapie der Psychosen Stuttgart 2001

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  • Schizophrenie und Familiendynamik

    Schizophrenie und Familiendynamik

    Sonntag 10-11-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

    Dieses Seminar beinhaltet einen kritischen Abriss  in die Geschichte der Schizophrenieforschung und in die Geschichte der Behandlung schizophrener Patienten. (Von  Schneider bis zur Antipsychiatriebewegung)  Wir befassen uns sowohl mit der diagnostischen Unterteilung und Differentialdiagnose, als auch  mit modernen Behandlungsansätzen, wie sie zum Beispiel derzeitig in Finnland praktiziert werden.

    Ein besonderes Augenmerk dieses Seminares soll auf den  Zusammenhang zwischen der Erkrankung und den  Kommunikationsstrukturen innerhalb einer Familie liegen.

    Diesen Forschungsgegenstand hatte in den sechziger Jahren die sog. Palo-Alto-Forschungsgruppe um Gregory Beatson. Diese kommunikationstheoretisch orientierte Schizophrenieforschung arbeitet mit der Hypothese, dass lang andauernde Kommunikationserfahrungen nach dem Muster eines  Doubelbindes beim Empfänger zu internalisierten Kommunikationsstrukturen führen, welche mit den klinischen Kriterien der Schizophrenie vergleichbar  sind.

    Menschen, welche in abhängigen und dauerhaften in einer Doubelbindbeziehungen leben, verlieren immer häufiger und schließlich, beim Ausbruch einer Psychose, nahezu vollkommen die Fähigkeit gesellschaftlich verbindliche Kommunikationsformen in sinnvollen Zusammenhängen zu erleben und anzuwenden.

    Dieses Seminar ist auch für angehende Therapeuten geeignet, die nicht vor haben mit psychotisch erkrankten Menschen zu arbeiten, da die Kenntnis über psychische Auswirkungen maladaptiver Kommunikationsformen auch für andere Krankheitsbilder entscheidend ist.

    Es werden keine Vorkenntnisse erwartet oder verlangt.

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  • Abwehrmechanismen

    Abwehrmechanismen

    Samstag 16-11-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. Brigitta Leuschner

    Nach einer Einführung des Abwehrbegriffs und seiner Unterscheidung zum "Widerstand" sollen unterschiedliche  Abwehrmechanismen anhand von Fallvignetten vorgestellt werden. Hierbei soll der Bezug zwischen Abwehr, Diagnose  und Struktur verdeutlicht werden. Je nach Zeitreserve wollen wir versuchen, herauszuarbeiten, wie sich die Abwehr des Patienten in der Gegenübertragung des Therapeuten abbildet und den Umgang mit der Abwehr in der Behandlung fokussieren.

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  • Paartherapie

    Paartherapie

    Sonntag 17-11-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

    Einführung in Grundprinzipien der Paartherapie

    In diesem Seminar sollen im Besonderen die Prinzipien der EFT- Paartherapie vorgestellt werden. Im Theorieteil wird diese Methode mit anderen Methoden der Paartherapie verglichen. Der Fokus liegt bei der EFT- Paartherapie sehr konsequent auf den Emotionen. Das erste Ziel besteht darin die emotionalen Reaktionen der Partner, welche in ihren oftmals starren Interaktionen zu Grunde liegen, zu erschließen. Dann geht es darum diese Muster dem Erleben der jeweiligen Partner zur Verfügung zu stellen und die gegenseitige Zugänglichkeit und Reaktionsfähigkeit der Partner zu verbessern. Der Ansatz basiert auf der Grundlage der Bindungsforschung, der systemischen Therapie und der Emotionsforschung. Der Therapeut ist Prozessbegleiter und Choreograph, der den Paaren hilft, den Tanz ihrer Beziehung umzustrukturieren.

    Teilnehmerbegrenzung 18

     Theorie Praxis - Verhältnis ca. 60 Praxis  50 Theorie

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  • Psychische Auswirkungen des zweiten Weltkrieges und seine Bedeutung für die PT mit Kriegskindern und -enkeln

    Psychische Auswirkungen des zweiten Weltkrieges und seine Bedeutung für die PT mit Kriegskindern und -enkeln

    Samstag 23-11-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Hans- Georg Rehm

    Mögliche psychische Auswirkungen des zweiten Weltkriegs und seine Bedeutung für die Psychotherapie

    Der zweite Weltkrieg ist an den davon betroffenen Menschen in der Regel nicht spurlos vorübergegangen. Menschen sind zu Tätern, zu Opfer oder beidem geworden. Kriegs- und Nachkriegserfahrungen können Einfluss auf die psychische Befindlichkeit, Gesundheit und Beziehungsverhalten gehabt haben. Es kann die familiäre Atmosphäre, den Umgang miteinander, familiäre Überzeugungen beeinflusst haben. Oft wurde darüber wenig oder nicht gesprochen. Die möglichen Nachwirkungen der Kriegs- und Nachkriegserfahrungen können bis in die Generation der heute 20ig bis 40ig-jährigen Menschen hineinwirken.

    In dem Seminar soll Wissen über die möglichen psychischen Auswirkungen des zweiten Weltkriegs vermittelt werden. In Zweiergruppen soll wechselseitig die Familiengeschichte mit Berücksichtigung des Zweiten Weltkriegs erfragt werden. Die Ergebnisse bzw. Erfahrungen sollen in der Gruppe zusammengetragen werden. Ableitungen für die eigene therapeutische Praxis sollen gemeinsam erarbeitet bzw. erschlossen werden.

    Voraussetzung für das Seminar ist vorab die Bearbeitung der angehängten Fragen über die eigene Familiengeschichte.

    Der Seminarleiter arbeitet in einer psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene. Seit mehreren Jahren erhebt er die Anamnese unter besonderer Berücksichtigung des Zweiten Weltkriegs. Für die therapeutische Arbeit erwies sich das insgesamt als sehr hilfreich.

    Fragen, die von jeder Teilnehmerin, jedem Teilnehmer vorab geklärt werden sollen

    Von folgenden Personen sollen Geburts- und Sterbedatum, Geburtsort, wo aufgewachsen unter welchen Bedingungen und wie das Bindungsverhalten von den Erwachsenen zu den Kinder war (war Körperkontakt möglich, wurden die Kinder geschlagen) soweit wie möglich erfragt werden: 

    Eltern, Großeltern, wenn möglich auch Urgroßeltern (bei allen wenn möglich auch erfragen wie viele Geschwister, wer psychisch erkrankt, wer im oder durch den Krieg verstorben, vermisst)

    Im Besonderen soll bei den Angehörigen, die zwischen 1933-1945 gelebt haben, erfragt bzw. herausgefunden werden, wo sie während des zweiten Weltkriegs waren, was sie gemacht haben, wie sie zu dem Nationalsozialismus gestanden haben....

    Wenn sie in der Wehrmacht gewesen sind, welchen Dienstgrad hatten sie, in welchen Ländern sind sie gewesen, was haben sie genau gemacht? Waren sie nach dem Krieg in Kriegsgefangenschaft und wenn ja wo (soweit das noch möglich ist herauszufinden)?

    Bei den Angehörigen, die zwischen 1945 und 1955 geboren sind.

    Wo haben sie unter welchen Bedingungen gelebt? Was, wen hat die Familie durch den Krieg verloren? Wie war der familiäre Umgang mit dem Krieg, dem Nationalsozialismus? Gab es Familienangehörige, die Fluchterfahrungen haben, die Flüchtlinge waren?

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  • Der Zugang zum Unbewussten

    Der Zugang zum Unbewussten

    Samstag 23-11-2019 09:30-16:30 Uhr

    Sonntag 24-11-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl. Psych. Volker Barrabas

    (Mein innerer Held, mein innerer Schatten)

    Ein Selbsterfahrungsseminar: Der Zugang zum Unbewussten durch die Welt der Märchen.

    Welche Märchen, Geschichten, Filme, Romane, Comics, etc. haben Dich schon immer berührt, Dich immer wieder begeistert? Woher kommt diese innere Berührtheit, was hat das mit Deinem ganz persönlichen Leben zu tun?

    Haben wir nicht dieses unbewusste Wissen, was für uns richtig ist und was nicht? Haben wir nicht manchmal das Gefühl, als wäre unsere Geschichte bereits geschrieben und warte darauf, von uns entdeckt und gelebt zu werden? Immer dann, wenn wir dem „Schicksalsfaden der Nornen“ nahe kommen, spüren wir unsere Kraft, Lebendigkeit und unsere unbändige Freude am Leben.

    Der Zugang zum Thema wird durch Selbsterfahrung erarbeitet und durch theoretischen Input ergänzt, so dass jeder seinem inneren Helden und seinem inneren Schatten begegnen kann.

    Seminarziel ist, dass jeder Teilnehmer die Gelegenheit hat, auf einer spielerischen Ebene  (s)einen Zugang zum Unbewussten im psychotherapeutischen Prozess zu erleben und die Erfahrung einer Ressourcen stärkenden therapeutischen Arbeit machen kann.

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  • Stationäre Psychotherapie

    Stationäre Psychotherapie

    Freitag 22-11-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr .med. Gerhard Paar

    Essentials des integrativen BIO-PSYCHO-SOZIALEN MODELLS (Weiner 1983)

    Theoretische & empirische Begründungen derzeitiger Psychodynamischer Psychotherapie

    Historische und heutige Modelle stationärer Psychotherapie und Psychosomatik, Versorgungsstrukturen in Deutschland

    Modelle integrierter Stationen (Ulmer Modell, Essener Modell, Heidelberger Modell)

    Definition, Konzepte, Strukturen stationärer Psychotherapie

    Stationäre Psychotherapie als soziales System

    Diagnosestellung, Indikation / Kontraindikation für stationäre Behandlung

    Expressive-supportive Behandlungstechnik, Befunde der Bindungsforschung

    Behandlungsprinzipien: Übertragungs- und Gegenübertragungskonzept, Umgang mit Widerstand, handelnde Inszenierung

    Fokaltherapie

    Konzepte der analytischen Gruppenpsychotherapie

    Berufsgruppen in der stationären Psychotherapie: Voraussetzung für die Zusammenarbeit

    Supervision

    Stationäre Psychotherapie der Borderline- und strukturellen Ich-Störungen

    Lebensstil & Prävention

    Behandlungsdauer, Phasenmodelle

    Teilstationäre Psychotherapie

    Evaluation und Wirksamkeit

    Kosten / Nutzen.

    Literaturempfehlung:

    Manfred E. Beutel, Burkhard Brosig, Uwe Gieler, Frank Leweke, Wolfgang Milch, Christian Reimer. (2005) Stationäre Kurz- und Langzeitpsychotherapie - Indikationen, Ergebnisse, Prädiktoren. Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 51:2, 145-162

    Dorothea Huber, Claudia Albrecht, Angelika Hautum, Gerhard Henrich, Günther Klug. (2009) Langzeit-Katamnese zur Effektivität einer stationären psychodynamischen Psychotherapie. Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 55:2, 189-199.

    Köllner V, Senf W (2010) Stationäre Psychotherapie – Modell für integrative Psychotherapie. Psychother Im Dialog 11:48–53

    Liebherz S, Rabung S (2013) Wirksamkeit psychotherapeutischer Krankenhausbehandlung im deutschsprachigen Raum: Eine Meta-Analyse. Psychother Psych Med 63:355–364

    Janssen, P.L.; Franz, M.; Herzog, T.; Heuft, G.; Paar, G.; Schneider, W. (1999): Psychotherapeutische

    Medizin – Standortbestimmung. In: Differenzierung der Versorgung zwischen psychosomatisch

    Kranken. Schattauer, Stuttgart

    Janssen, Paul (2014) Psychoanalytische Therapie in der Klinik. Gießen, Psychosozial Verlag

    Schepank H, Tress W (Hrsg)(1988) Die stationäre Psychotherapie und ihr Rahmen. Springer, Berlin

    Psychotherapien in Tageskliniken: Methoden, Konzepte, Strukturen, herausgegeben von Ulrich Schultz-Venrath, Medizinisch-Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Berlin:  2011

    Uexküll (2016) Psychosomatische Medizin, Kap. 49-51

    Zaudig, M. (2004): 50 Jahre Psychosomatisch Krankenhausbehandlung. Z Psychosom Med Psychoth 50: 355-375

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  • Triangulierung

    Triangulierung

    Samstag 30-11-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Heiner Terheyden

    Triangulierung ist ein Prozess in der Entwicklung der menschlichen Seele, er hebt die Seele aus der Polarität der dualen Beziehung zur Mutter und führt das Kind in die Welt des Vaters ein und in die Erfahrung des Anderen. Triangulierung ist ein innerpsychischer Reifungsprozess, der im Anschluss an den Freud´schen Ödipuskomplex gesehen wird.

    Drei ist eine in der Kulturgeschichte wichtige Zahl, sie kommt nicht nur in frühen maternalen Gottesvorstellungen vor, sondern auch in den paternalen Religionen, sie findet sich in der Tagesbeschreibung morgens, mittags, abends, auch in den drei Wünschen im Märchen und in der Alchemie und in allen guten Dingen, derer es immer drei geben soll. Die Drei ist die erste Zahl, die herausführt aus der Gegensätzlichkeit und eine neue Möglichkeit bietet. In der Entwicklung der kindlichen Seele kommt sie sowohl in der Vorstellung der Urszene vor als auch in der atmosphärisch vermittelten Erfahrung des Kindes über den Blick der Mutter auf den Vater, sowohl wie auch in der Begleitung des Kindes durch die Mutter auf dem Wege zum Vater und seiner Welt. Hier sollen zwei theoretische Ansätze angedeutet werden, die freudianische, im Zusammenhang mit dem Ödipuskomplex und der bindungstheoretische Ansatz, im Zusammenhang mit einem historischen Abriss der theoretischen Entwicklung der Triangulierung als Prozess. Letztlich soll an einem Märchen ein gelungener Triangulierungsprozess dargestellt werden, wobei Gedanken aus der analytischen Psychologie nach C.G. Jung den theoretischen Hintergrund bilden.

    In diesem Seminar sollen die für das Kind bedeutsamen Erfahrungen dargestellt werden, die es auf dem Wege der Reifung durchläuft. Es soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung die Erfahrung des Anderen im Vater für das Kind hat in seinem eigenen Selbstverständnis als Junge und als Mädchen, als Mann und als Frau und sein und ihr in Beziehung sein mit dem jeweilig anderen.

    In diesem Seminar soll neben einer Themeneinführung besonders auch Raum angeboten werden für das kollegiale Gespräch und für den Austausch. Eigene Psychotherapien können gern eingebracht werden und unter dem speziellen Aspekt der Triangulierung kollegial erörtert werden.

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  • Traumafolgestörungen

    Traumafolgestörungen

    Samstag 07-12-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    Trauma, traumatisch, traumatisierend – Was heute in aller Munde ist, hat eine 100-jährige Geschichte. Vor der Behauptung Siegmund Freuds „zugrunde jedes Falles von Hysterie befinden sich […] eine oder mehrere Fälle von vorzeitiger sexueller Erfahrung, die der frühesten Jungend angehören“ liegen die Dokumente der Gerichtsmedizin des 19. Jahrhunderts mit der erschreckenden Anzahl dokumentierter Fälle an sexueller Gewalt gegenüber Kindern. Dann folgte die Diskussion um die klinische Beurteilung und Entschädigung der Kriegszitterer aus dem 1. Weltkrieg und der Opfer der Industrialisierung („Railway brain“). Nach dem Vietnam-Krieg und der Frauenbewegung der 1960er Jahre wurde 1980 die Diagnose PTSB erstmalig in ein psychiatrisches Klassifikationssystem aufgenommen (DSM-III, 1980). Das Seminar vermittelt Anfängern und Fortgeschrittenen einen Überblick über die aktuelle Traumaforschung, über Krankheitsbilder und deren Therapiemöglichkeiten.

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  • Psychotherapieforschung

    Psychotherapieforschung

    Freitag 13-12-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr.med. Gerhard Paar

    Im Seminar wird ein Schwerpunkt auf Forschung in der Psychodynamischen Psychotherapie / Psychoanalyse gelegt. Metatheoretische Konzepte, die noch in der Psychoanalyse verbreitet sind wie „der Todestrieb“, lassen sich nicht beforschen, sie sind vielleicht hermeneutisch zu verstehen. Forschung in dem hier behandelten Sinn geht von klinischer Psychoanalyse / Psychodynamischer Psychotherapie aus, also von operationalen Definitionen, die für konzeptionelle Klarheit sorgen.

    Zunächst wird ein historischer Überblick zu den Phasen psychotherapeutischer Forschung gegeben. Dabei werden vier Phasen unterschieden. Besonders in der Psychoanalyse haben sich bis heute zwei Fragestellungen herauskristallisiert: Ergebnis-Frage, Prozess-Frage. Die unterschiedlichen Konzeptionalisierungen zwischen Psychodynamischer Psychotherapie und Kognitiv-Behavioraler Psychotherapie, wie sie sich in den Behandlungsprozessen zeigen, werden herausgearbeitet. Darauf verweisen auch die verwendeten Meßinstrumente, dass die verschiedenen Therapieschulen mehr differenzieren als nur die brand names. Wobei die psychodynamischen Meßinstrumente infolge ihrer Komplexität beim Hunderennen der wirksamsten Therapiemethoden lange im Rückstand waren (was sich übrigens jetzt bei der Internet-Beforschung von Psychotherapie wiederholt).  Ergebnisse von Kurzzeit-, mittellangen und Langzeit-Psychotherapien, sowie Meta-analysen und Befunde zur therapeutischen Beziehung und zu Behandlungskrisen werden referiert.

    In einem Exkurs soll auf wissenschaftstheoretische Probleme, die sich aus der zuverlässigen Erkenntnis des Fremdpsychischen ergeben, dargestellt werden. Dabei muss eine objektivierende Beweisführung  über das unmittelbare Evidenzgefühl hinausgehen.

    Die Rückversicherung an objektive Daten und fortlaufender Validierung wurde zunehmend verfeinert, siehe Protokolle, Tonband-/Videoaufzeichnungen, woraus sich Chancen zur Überprüfung von Theorie- und Prozeßmodellen ergeben. Dabei soll die systematische Schwäche der gebräuchlichen (nachträglichen) Aufzeichnungen nicht verschwiegen werden. Ein Lösungsversuch wird in den Ergebnissen des „ Three- Level Model“ aufgezeigt (Marina Altman de Litvan 2014).

    Abschließend werden Ergebnisse der DPV-Studie und insbesondere der LAC-Studie (Psyche Heft 2 2019) referiert.

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  • Umgang mit Grenzen in der Psychotherapie - ethische Fragen i.d. PT

    Umgang mit Grenzen in der Psychotherapie - ethische Fragen i.d. PT

    Samstag 14-12-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. Andrea Schleu

    Anhand von Vignetten und Kasuistiken sowie eigenem Material suchen wir ein vertieftes Verständnis im Umgang mit Grenzen, Abstinenz und Karenz in der Behandlung. Welche psychotherapeutische Haltung ist angemessen, welcher Umgang mit Setting und Rahmen fördert den Prozess, wie gestalte ich eine professionelle Beziehung? Wie finden wir unseren Standpunkt in eigener Authenzität und Positionierung einerseits und Neutralität im therapeutischen Prozess andererseits? Entgleiste und verstrickte therapeutische Beziehungen werden dargestellt und Implikationen für das eigene Vorgehen und in Therapie, Supervision und Ausbildung abgeleitet und diskutiert.

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