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Die nächsten Infoveranstaltungen finden am 23.06.2018 und am 24.11.2018 jeweils um 17 Uhr statt. Wir bitten um Anmeldung.

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Abstracts

  • Diagnostik und Therapie der schizoiden Persönlichkeitsstörung

    Diagnostik und Therapie der schizoiden Persönlichkeitsstörung

    Freitag 06-07-2018 15:00-20:00 Uhr

    Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

    In diesem Seminar werden Grundlagen zur Diagnostik und Behandlung der schizoiden Persönlichkeitsstörung vermittelt. In der ambulanten Psychotherapie stellen diese Patienten oft eine besondere Herausforderung dar, da sich die Kontaktstörung ( Affektabflachung, Misstrauen gegenüber den Mitmenschen, Distanz, Rückzug) natürlich auch in der therapeutischen Dyade zeigt.

    Neben ICD-10 Kriterien und diagnostischen Leitlinien soll den Teilnehmer dieses Seminares einen phänomenologischen Zugang zur schizoiden Störung eröffnet werden. Dafür sind eigene Beispiele willkommen. Außerdem wird ein Fall vorgestellt.

    Theorie /Praxis ca. 40/60

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  • Der unbewusste Konflikt und seine Dynamik / Vom Symptom zum Konflikt

    Der unbewusste Konflikt und seine Dynamik / Vom Symptom zum Konflikt

    Samstag 07-07-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

    Dieses Seminar richtet sich an Anfänger. Es soll den Teilnehmern helfen, ausgehend von den Symptomen und Inszenierungen der Patienten psychodynamische Hypothesen und letztlich Behandlungspläne zu entwickeln. Psychodynamische Konflikte sind innere, unbewusste Konflikte, das heißt unbewusste Zusammenstöße entgegen gerichteter Motivationslagen. Symptome können unterteilt werden in subjektive Krankheitszeichen und von außen wahrnehmbare Krankheitszeichen. In der psychotherapeutischen Praxis überwiegen häufig die „subjektiven“ Symptome.    Die Art und Weise, wie Symptome  vorgetragen werden liefert einen Wichtigen Hinweis auf die Krankheitsbewertung und – Verarbeitung.    Dies wiederum sind prognostisch wichtige Kriterien.

    Es können eigene Fälle mitgebracht werden.

    Praxis /Theorieanteile 50/50

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  • Intersubjektivität in der Psychoanalyse: Von der Selbstpsychologie Heinz Kohuts zu den analytischen Systemtheorien (Theorie intersubjektiver Systeme und psychoanalytische Komplexität)

    Intersubjektivität in der Psychoanalyse: Von der Selbstpsychologie Heinz Kohuts zu den analytischen Systemtheorien (Theorie intersubjektiver Systeme und psychoanalytische Komplexität)

    Freitag 13-07-2018 15:00-20:00 Uhr und Samstag 14-07-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Andreas Bachhofen

    Der Begriff der Intersubjektivität taucht in den letzten Jahren immer häufiger im psychoanalytischen Diskurs auf. Dabei fällt auf, dass die Definition dessen, was mit „Intersubjektivität“ gemeint ist, oft recht unscharf ausfällt. Das Seminar befasst sich mit den Wurzeln intersubjektiver Ansätze, die vor allen Dingen, aber nicht zwingend auch verdientermaßen, mit dem Werk von Heinz Kohut in Zusammenhang gebracht werden.  Von besonderem Interesse sind aber die neueren Weiterentwicklungen, die Autoren wie Robert Stolorow, Donna Orange, Bernhard Brandchaft, George Atwood oder Chris Jaenicke formuliert haben. Sie begreifen Intersubjektivität als Systeme, die von den am Therapieprozess beteiligten gebildet werden und die beide Akteure auch verändern. Therapie wird sehr bestimmt als ein wechselseitiger Veränderungsprozess definiert, dem sich niemand entziehen kann. Neben den notwendigen theoretischen Hintergründen versucht das Seminar anhand ausführlicher Falldarstellungen einen erlebensnahen, lebendigen Eindruck von dem zu vermitteln, was analytische Systemtheorien ausmacht. Die Teilnehmer sind ausdrücklich eingeladen eigene Fallbeispiele einzubringen. Es bedarf dabei einer begrenzten Bereitschaft sich auch auf Selbsterfahrungsprozesse einzulassen.

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  • Psychodynamik der Sucht

    Psychodynamik der Sucht

    Freitag 20-07-2018 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Peter Subkowski

    Analytische Psychotherapie in der kassenärztlichen Versorgung
    Einige Daten zur wissenschaftlichen Fundierung der Psychoanalyse
    Freuds topographisches Modell und Strukturmodell
    Essentials der Psychoanalyse
    Therapiemodelle in der psychoanalytischen Suchttherapie:                       
    Triebtheorie,
    Selbstpsychologie,
    Ich-Psychologie,
    Objektbeziehungstheorie          
    Neuere Entwicklungen in der Psychoanalyse

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  • TP-Krankheitsmodelle

    TP-Krankheitsmodelle

    Samstag 21-07-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Dipl.-Psych. Birgitta Leuschner

    "Wir beschäftigen uns mit dem Krankheitverständnis in psychodynamischen Theorien. Beginnend mit dem triebtheoretischen Modell von Freud schauen wir auf die Entwicklung bis zum heutigen Verstehen eines Konflikt- und Strukturmodells psychischer Erkrankungen. Dabei werden moderne objektbeziehungstheoretische, intersubjektive und mentalisierungsbasierte  Modelle vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern sollen dann die verschiedenen Erklärungsmodelle anhand der Nutzbarkeit für das aktuelle Antragsverfahren verglichen werden. Gerne können eigene Behandlungsbeispiele eingebracht werden."

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  • Übertragungsfokussierte Therapie

    Übertragungsfokussierte Therapie

    Freitag 27-07-2018 15:00-20:00 Uhr und Samstag 28-07-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Daniel Wilhelm

    Die Übertragungsfokussierte Therapie stellt eines der wichtigsten Verfahren (neben der psychoanalytisch-interktionellen Methode und der MBT) für die Behandlung von frühen Störungen dar. Sie fußt auf der integrativen Theoriearbeit von Otto Kernberg, der die Ich-Psychologie und die Objektpsychologie vereint hat. So wurde das Verständnis und vor allem die Behandlung von frühen Störungen möglich.
    Das Verfahren möchte ich anhand der Merkmale „Zielsetzung“, „Handhabung der Übertragung“ und der spezifischen „Interventionstechnik“ darstellen. Auf theoretischer Ebene möchte ich gerne die grundlegende Idee der Integration von Teilobjekten vermitteln. Gerade diese Kenntnis ermöglicht jungen Therapeut*innen zu verstehen, woran wir überhaupt arbeiten: Der Persönlichkeit des Patienten (in der verschiedene Objekt- und Selbstanteile wirksam sind). Auf praktischer Ebene möchte ich den Teilnehmern ein erstes Gespür für übertragungsfokussiertes Intervenieren erarbeiten. Als didaktisches Mittel soll hierzu das Rollenspiel dienen.

    Zur Didaktik: Unterrichtsvortrag und -gespräch, Einzelarbeit, Rollenspiel

    (Die Breitschaft zum Rollenspiel ist Voraussetzung für dieses Seminar.)

    Anmerkung: Wir beschäftigen uns mit einem Therapiekonzept, aber ich beabsichtige nicht, stilreines Intervenieren zu lehren, da Interventionen nur in einem begrenzten Maß planbar sind. Vom Ausbildungsstand her kann sowohl ein Kandidat im Klinischen Jahr als auch in der ambulanten Phase teilnehmen.

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  • Rolle der Sexualität bei emotional-instabilen Persönlichkeitsstörungen

    Rolle der Sexualität bei emotional-instabilen Persönlichkeitsstörungen

    Samstag 04-08-2018 09:30-12:30 Uhr

    Dr. phil. Elmira Marks

    Im Seminar werden funktionale Aspekte der Sexualität bei emotional-instabilen Persönlichkeitsstörungen (Trauma, transgenerationale Perpetuierung, Affektabwehr etc.) behandelt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem sexuellen Agieren als Abwehrmechanismus. Zur Diskussion stehen dabei Probleme des Umgangs mit der Sexualität in der Therapie sowie Besonderheiten der Psychodynamik in der therapeutischen Beziehungsarbeit.

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  • Psychodynamische Behandlung der Schizophrenie

    Psychodynamische Behandlung der Schizophrenie

    Samstag 04-08-2018 13:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Elmira Marks

    Im Seminar werden die Psychodynamik der Schizophrenie und das psychotische Selbst erläutert. Unter anderem wird auf die Besonderheiten therapeutischer Arbeit mit schizophrenen Patienten eingegangen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Übertragungs-Gegenübertragungs-Beziehungen im direkten Kontakt mit den infantilen psychotischen Anteilen des Patienten.

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  • Diagnostik und Therapie der Zwangsneurose

    Diagnostik und Therapie der Zwangsneurose

    Freitag 24-08-2018 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Gerhard Paar

    Das Problem der Zwangsstörung wird in einen breiteren kulturellen Kontext gestellt. Ergiebig zum psychodynamischen Verständnis bleibt die Krankengeschichte von Sigmund Freud „Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose“, von 1909, genannt „Der Rattenmann“. Darin spielen Analerotik und prägenitale Sexualentwicklung eine prägende Rolle. Die Zwangssymptomatik dient demnach dem Erhalt und der Integration lebensnotwendiger Impulse.
    In seinem gesamten wissenschaftlichen Leben hat sich Freud mit verschiedenen Aspekten der Zwangsneurose auseinandergesetzt. „Die Zwangsneurose ist wohl das interessanteste und dankbarste Objekt der analytischen Untersuchung, aber noch immer als Problem unbezwungen“ (1926). Das Verständnis ist beeindruckend, die daraus entwickelte Behandlungstechnik mager. Siehe H. Quint:“ Die Zwangsneurose aus psychoanalytischer Sicht“, Springer 1988, von insgesamt 83 S. Text umfasst der Therapieteil ganze 10 S.!
    Das Problem psychodynamischer Konzepte zur Zwangsneuose liegt behandlungstechnisch darin, daß versäumt wurde, wirksame lerntheoretische und kognitive Behandlungselemente zu integrieren. Kognitiv-behaviorale Therapieformen stellen heutzutage die Therapie der Wahl in der Behandlung der Zwangsstörungen dar. Klinik, Ätiologie, insbesondere neurobiologische Konzepte und die Behandlungsstrategien werden dargestellt. Zu beachten ist die Trennung von Zwangsstörung und Zwangscharakter.
    Die Psychoanalyse hat Dynamiken der Zwangsstörung  wie Kontrollstreben, hohe Ambivalenz, Abwehrformen skizziert. In der Ära von Kosteneffizienz und Wirksamkeitsnachweis ist ihre Bedeutung für die Behandlung der Zwangsstörungen gesunken. Vielleicht liegt die Zukunft in einem  multimodalen Ansatz  zur Behandlung von Zwangsstörungen, bestehend aus Verhaltensmodifikation, Medikation und psychodynamischer Psychotherapie.

    Literatur: S. Freud Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose (1909)

    H. Quint „Die Zwangsneurose aus psychoanalytischer Sicht (1988)

    P.M. Salkovskis et al. Zwangsstörung. In: Margraf, Schneider (Hrsg.) Lehrbuch der Verhaltenstherapie (2018)

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  • Säuglingsforschung

    Säuglingsforschung

    Samstag 25-08-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Ute Waschescio

    Das Seminar soll einen Überblick über die Säuglingsforschung und ihre Implikationen für die psychotherapeutische Arbeit vermitteln. Dabei werden u.a. folgende Themen behandelt:

    • Geschichte der Säuglingsforschung
    • Forschungsmethoden
    • Aktuelle Erkenntnisse
    • Neuere Entwicklungstheorien
    • Störungen im Säuglingsalter
    • Eltern-Kind-Interaktion

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Paradigmenwechsel, der unter dem Begriff der Intersubjektiven Wende die Sicht auf den Säugling und die frühkindliche Entwicklung nachhaltig verändert hat – mit bedeutsamen Implikationen auch für Theorien zur Entstehung psychischer Erkrankungen und deren Behandlung.

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  • Therapeutische Techniken

    Therapeutische Techniken

    Samstag 01-09-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    In diesem Seminar geht es nicht um die sorgfältige Bestimmung des Ausgangspunktes (Diagnostik des Patienten: ICD, OPD).
    Es geht auch nicht um das angestrebte Ziel der Therapie: Therapiefokus des Therapeuten und Ziele des Patienten.
    Es geht um den Weg, d.h. um die Therapie selbst. Was ist wirklich hilfreich für unsere Patienten, die Therapieziele zu erreichen und den Fokus zu bearbeiten. Wie kann ich die therapeutischen Techniken benennen und wann wende ich diese an?"

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  • Umgang mit Regression

    Umgang mit Regression

    Freitag 14-09-2018 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Gerhard Paar

    Regression war früher ein in der Psychoanalyse häufig verwendeter Begriff über dessen Konzeption in zeitverkürzten Psychotherapien heutzutage durchaus kontrovers diskutiert werden kann, zumal wenn nach unserer Vorstellung psychische Veränderungen immer im „Hier und Jetzt“ sich ereignen.
    Regression meint eine Rückkehr zu früheren Entwicklungsformen des Denkens, der Objekt- beziehungen und der Strukturierung des Verhaltens.
    Freud entwickelte in seinen physiologischen Studien bei v.Brücke (1877/78) neurobiologische Begründungen für Fixierung und Regression, die er später, z.B.  in den Briefen an W. Fließ (1897-1902) und in der Traumdeutung (1900) wieder aufgriff.  In seinem Libidokonzept (auch anwendbar auf das Aggressionskonzept) unterschied er Regression hinsichtlich folgender Aspekte:

    • topisch (Schema der psychischen Systeme)
    • zeitlich (Rückgriff auf ältere psychische Bindungen) und
    • formal (Ersatz gewohnter Ausdrucks- und Darstellungsweisen durch „primitive) Darstellung.

    Später untersuchte Freud die spezifische Rolle der Regression bei Schwierigkeiten in der analytischen Behandlungssituation, um auf dadurch verursachte / verstärkende Widerstände aufmerksam zu machen (1912).

    Das Konzept der Regression bezieht sich unmittelbar auf die Hypothese, daß (idealtypisch) psychische Entwicklung durch verschiedene Phasen laufen:

    • mit jeweiligen Libidozuständen
    • der Art wie Ich-Funktionen operieren und
    • den manifesten Ich-Idealen, dem charakteristischen Überich.

    Gründe für Regression sind vielfältig: einige Formen sind „normal“ in Kindheit und Erwachsenenalter, entstanden aus intrinsischen Konflikten und externen Belastungen, z.B. Übergang von dyadischer zu triadischer Beziehung. Als Teil der vorwärts (Progression) und rückwärts (Regression) gerichteten Entwicklungsbewegung ermöglicht Regression Wiedererleben und Reintegration auf eine „höhere / reifere“ Entwicklungsstufe. Bestimmte Situationen im Erwachsenenalter triggern das Wiederauftreten archaischer Situationen wie Schlaf und Traum, religiöse und ästhetische Erfahrungen, Liebe und Krieg. Regression gilt als essentielles Element des analytischen Prozesses, erlaubt es doch dem Patienten zu „früheren / unreiferen“ Phasen der Entwicklung im Rahmen der Übertragung zurückzukehren. Vorstadien eines Regressionsprozesses lassen sich beobachten bei unangenehmen Affekten wie Frustration, Angst und Depression, Schuld- und Schamgefühlen, narzisstischem Überwältigtsein, körperlicher Erkrankung, Drogen etc. Besonders treten sie bei neurotischen, psychotischen und perversen Zuständen auf.
    Mit dieser Konstruktion besteht allerdings die Gefahr einer (psycho)genetischen Falle, wenn damit die Aufgaben der Adoleszenz und des Erwachsenenalters auf die kindlichen Vorläufer reduziert werden. Stattdessen können aus einer Perspektive der Lebensspanne Regression und Progression als lebenslanger, in bestimmten Krisen auftretende Prozesse gesehen werden.
    Aber wie steht es mit der Regression in zeitverkürzten Behandlungen insbesondere der psychodynamischen supportiven Psychotherapie, wenn gleichzeitig auch Übertragung lediglich als latenter Prozess wahrgenommen wird und nur bei malignen Entgleisungen thematisiert wird? Die Beachtung möglicher regressiver Zustände gilt als differentielles Indikationsmerkmal in der Psychotherapie. Insbesondere in der Gruppenpsychotherapie und der stationären Psychotherapie gilt es, mögliche Regressionsprozesse zu steuern.

    Einbringen von Behandlungsszenen ist erwünscht.

    Literatur:

    American Psychoanalytic Association (1957) On Technical Aspects of Regression during Psychoanalysis. JAPA

    Balint M. (1959) Angstlust und Regression. Stuttgart: Klett

    Coen S.J. (2000). The wish to regress in patient and analyst. JAPA 48:785–810

    Freud A. (1965). Normality and Pathology in Childhood: Assessments of Development. New York: International Universities Press

    Freud, S. (1900) Traumdeutung. Ffm: Fischer

    Freud S. (1916-1917) Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. Bd 1. Ffm. Fischer

     

    Moore, B.E. & Fine, B.D. (1967) A Glossary of Psychoanalytic Terms and Concepts. NY: Amer Psya Assoc

    Sandler J., Dare, C., Holder, A. (1992). The patient and the analyst.2th ed.. Madison:int Univ Press

    Thomä, H. Kächele H. (1985) Lehrbuch der psychoanalytischen Therapie, Bd 1. Heidelberg: Springer

    G.S. Rizzolo (2016) The Critique of Regression: The Person, The Field, The Lifespan. JAPA 64, 1097-11311

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  • Einführung in die ICD-10

    Einführung in die ICD-10

    Samstag 15-09-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Elmira Marks

    Im Seminar werden Aufbauprinzipien des internationalen statistischen Klassifikationssystems der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme (ICDInternational Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) erläutert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99). Mit Hilfe von Falldarstellungen werden praktische Übungen zur Diagnoseverschlüsselung dargeboten.

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  • Weibliche Identitätsentwicklung

    Weibliche Identitätsentwicklung

    Samstag 22-09-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Ute Waschescio

    Ziel des Seminars ist es, einen Überblick zu vermitteln über verschiedene Theorien zur Identitätsentwicklung bei Mädchen und Frauen.
    Ausgehend von Sigmund Freud und den klassischen psychoanalytischen Annahmen beschäftigen wir uns im weiteren Verlauf mit feministischen Ansätzen der 70er und 80er Jahre, mit zeitgenössischen psychoanalytischen Weiterentwicklungen, den Ergebnissen der modernen Gender-Forschung und aktuellen Befunden aus der Neurobiologie und der Neuropsychoanalyse.
    Die Bedeutung dieser unterschiedlichen Perspektiven für den Umgang mit und die Behandlung von Patientinnen soll erörtert werden.

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  • Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen

    Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen

    Freitag 28-09-2018 15:00-20:00 Uhr

    Dipl.-Psych. Peter Binert & Ruth Schenke

    In diesem Seminar sollen die Teilnehmer einen fundierten Einblick in die Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen erhalten. Von der Einrichtung der Räumlichkeiten über die Darstellung der Arbeitsmaterialien und der Begegnung im Erstkontakt sollen die Teilnehmer einen Eindruck erhalten wie es in einer kindertherapeutischen Praxis zugeht. Es werden spezifische Diagnostika vorgestellt und ein Augenmerk auf Patienten gerichtet, die „eigentlich gar nicht da sein wollen“, denn viele Patienten kommen nicht freiwillig;  ihnen wird „nahe“ gelegt sich therapeutische Hilfe zu suchen. Hier stellen sich dann besondere Herausforderungen an den Therapeuten. Es soll ein Überblick verschafft werden, mit welchen Institutionen und Hilfeinstanzen ein Kindertherapeut zu tun hat (Jugendamt, Lehrer, Erzieher, Familiengerichte, Beratungsstellen, etc).

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  • Paarkonflikte als Thema in Einzeltherapien

    Paarkonflikte als Thema in Einzeltherapien

    Samstag 29-09-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. Ulrich Marquard

    In diesem Einführungsseminar sollen die besonderen Aspekte von Paargesprächen bis hin zu paartherapeutischen Interventionen beleuchtet und praxisnah vermittelt werden.
    Ausgehend vom einzeltherapeutischen Setting, in dem es häufig auch um Beziehungskonflikte in der Paarbeziehung geht, soll zunächst die theoretische Grundlage der Paardynamik auf dem Boden des Kollusionskonzeptes von Jürg Willi sowie verhaltenstherapeutischer und systemischer Ansätze dargestellt werden. 
    Im Anschluss soll es im Seminar  um folgende Fragen gehen:
    Was bedeutet die jeweilige Grundstrukur/der jeweilige Grundkonflikt des Patienten für die Paarbeziehung, mit welchen typischen Themen und Konflikten bin ich als Therapeut konfrontiert?
    Wann ist es sinnvoll, den Partner in die Einzeltherapie einzubeziehen, wann ist eine externe Paartherapie indiziert? Wann ist eine Paartherapie einer Einzeltherapie vorzuziehen?
    Welche typischen Themen und Fallstricke begegnen mir bei Paargesprächen (z.B. Streitpaare, sprachlose Paare, Affären, sexuelle Störungen, Trennung ?
    Welche paarspezifischen Interventionsmöglichkeiten sind hilfreich?

    Das Seminar soll Raum für eigene Beiträge und Fragen der TeilnehmerInnen oder Fallvignetten geben, im Rahmen von Rollenspielen können geeignete Interventionen entwickelt werden.

    Zur Person:

    Dr. Ulrich Marquard, geb. 1962, verheiratet, drei Kinder

    Nach der Ausbildung zum Krankenpfleger Studium der Psychologie, Promotion im Bereich der Psychosomatik in Osnabrück, abgeschlossene Ausbildungen in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, Gesprächspsychotherapie und Paartherapie.
    Langjährige berufliche Tätigkeit in einem Allgemeinkrankenhaus, einer Eheberatungsstelle, einer psychiatrischen Klinik, einer Jugendhilfeeinrichtung sowie im ambulanten psychotherapeutischen Bereich.

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  • Psychosomatische Krankheitslehre

    Psychosomatische Krankheitslehre

    Montag 01-10-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    Die Risikofaktoren für das Psychisch-Krank-Werden sind bekannt. Neben genetischen Faktoren sind es vor allem psychosoziale Belastungen der Kindheit (siehe ACE-Studie), die zur Entstehung psychischer Krankheiten führen.
    „Zwischen“ den Risikofaktoren (Ätiologie) und der Krankheit selbst steht die Pathogenese oder Psychodynamik.
    In diesem Theorie-Seminar zur Krankheitslehre sollen Theorien dargestellt werden, mit denen man den intrapsychischen Prozess der Krankheitsentstehung zu erklären versucht.

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  • Abwehrorganisation nach Mentzos

    Abwehrorganisation nach Mentzos

    Dienstag 02-10-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Daniel Wilhelm

    Stavros Mentzos ist Psychoanalytiker griechischer Herkunft. Nach seinem Medizinstudium, psychiatrischer und psychoanalytischer Ausbildung widmete er sich der psychodynamischen Erforschung von Psychosen. Dabei systematisierte er sowohl die Konfliktverarbeitung wie auch das analytische Konzept der Abwehr. Er achtete vor allem darauf dieses Konzept stringent, logisch und präzise zu fassen. Dabei ging es ihm nicht um die Beschreibung von Abwehrmechanismen, sondern um den Modus der Abwehr. Gemeint ist damit, WIE sich die Abwehr organisiert.
    Da Mentzos Werk umfassend ist, werden wir versuchen anhand zweier Abwehrmodi  uns den finalen Charakter dieser zu erarbeiten.
    Wenn wir als Analytiker oder als tiefenpsychologische Therapeuten sagen „Wir wollen den Klienten verstehen“, dann ist genau dieses abwehranalytisches Denken gemeint. Mit dem Ansatz von Mentzos gelingt es uns den Klienten aus sich heraus zu verstehen.

    Zur Didaktik:

    Als didaktisches Mittel kommen Kurzvortrag, Unterrichtsgespräch/Diskussion, Einzel- und Gruppenübungen mit dem Ziel die Theorie zu verinnerlichen zur Geltung.

    Zur Zielgruppe:

    Das Seminar richtet sich an Kandidaten, die am Anfang ihrer Ausbildung stehen oder sich eine Grundlage für die Einarbeitung in das Konzept der Abwehr verschaffen wollen. Es geht darum, sich mit Grundlegendem zu beschäftigen.

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  • Narzissmus - vom Mythos der Antike zur klinischen Diagnose und Psychotherapie

    Narzissmus - vom Mythos der Antike zur klinischen Diagnose und Psychotherapie

    Mittwoch 03-10-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    Der Begriff „Narzissmus“ ist verwirrend und bezeichnet auch heute noch völlig unterschiedliche Dinge: eine entwicklungspsychologische Phase, ein normalpsychologisches Phänomen, eine sexuelle Perversion, oder ein klinisches Phänomen. Im Seminar werden die Begriffsgeschichte erläutert, die klinischen Störungsbilder beschrieben, die entwicklungspsychologischen Grundlagen vermittelt und die Möglichkeiten der psychotherapeutischen Behandlung diskutiert. Das Seminar richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene.

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  • Dependente Persönlichkeitsstörung

    Dependente Persönlichkeitsstörung

    Donnerstag 04-10-2018 09:30-16:30 Uhr

    Heinz-Peter Röhr

    PatientInnen mit einer histrionischen Persönlichkeitsstörung stellen Behandler und Berater nicht selten vor größere Herausforderungen.
    Die tiefe Störung hat ihre Ursachen in der frühen Kindheit der Betroffenen. Sie findet sich auch bei Männern, wo die Diagnose jedoch oft nicht gestellt wird.
    Wie findet man Zugang zu diesen PatientInnen, die unter extremen Gefühlsschwankungen leiden? Welche Möglichkeiten bietet hier die Selbstwertanalyse und die Bibliotherapie. Wie gelingt es Betroffene aktiv am Genesungsprozess zu beteiligen, wo sie doch passiv Hilfe erwarten?

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  • Grundlegende Charakterstrukturen nach Riemann: Grundform der Angst

    Grundlegende Charakterstrukturen nach Riemann: Grundform der Angst

    Freitag 05-10-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Margot Götte-El Fartoukh

    Anhand des mittlerweile als Klassiker anzusehenden Werks von Riemann „Grundformen der Angst“ werden in diesem Seminar die vier folgenden, grundlegenden Charakterstrukturen vorgestellt: depressive, schizoide, zwanghafte und hysterische Struktur. Die Anschaffung und Lektüre des Buchs „Grundformen der Angst“ wird empfohlen.

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  • Psychoanalytische Theorien

    Psychoanalytische Theorien

    Samstag 13-10-2018 09:30-16:30

    Prof. Dr. Manfred Heck

    Wenn die Teilnehmer des Seminars einverstanden sind, werden zentrale Theorien und Konzepte der Psychoanalyse anhand einer klassischen psychoanalytischen Behandlung erläutert und ggfs. weiter vertieft. Diese Theorien werden insbesondere unter praxeologischen, d. h. anwendungsbezogenen, im Sinne Peter Fürstenaus „exoterischen“ - Aspekten vermittelt. Im Vordergrund steht deren Nützlichkeit für klinische Interventionen im Kontext psychotherapeutischer Behandlungen.

    Empfohlene Literatur:

    1. Fürstenau, Peter: Entwicklungsförderung durch Therapie – Grundlagen psychoanalytisch-systemischer Psychotherapie. München Pfeiffer 1992
    2. Mertens, Wolfgang: Psychoanalyse – Grundlagen, Behandlungstechnik und Anwendung – Stuttgart Kohlhammer Urban 6. überarb. Auflage 2005
    3. Fürstenau, Peter: Psychoanalytisch verstehen Systemisch denken Suggestiv intervenieren. 3. Aufl. Stuttgart Klett-Cotta 2007
    4. Kriz, Jürgen (2003): Grundkonzepte der Psychotherapie. München Beltz PVU (5. überarb. Aufl.)
    5. Mentzos, Stavros (2011): Lehrbuch der Psychodynamik – Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen. Göttingen Vandenhoeck & Ruprecht, (5.Auflage)
       

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  • Sucht und Abhängigkeitserkrankungen

    Sucht und Abhängigkeitserkrankungen

    Freitag 19-10-2018 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Barbara Rogmans

    In diesem Seminar sollen grundlegende psychiatrische praxisrelevante Kenntnisse vermittelt werden zum Thema Suchterkrankungen. Was sind Kriterien der Sucht? Wie unterscheidet man Abhängigkeit von erhöhtem Konsum oder Missbrauch? Einteilung der Suchterkrankungen nach dem ICD 10. Ätiologie und Epidemiologie von Abhängigkeitserkrankungen. Wie motiviere ich zu einer Behandlung? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Umgang mit Suchtmittelkonsum während einer laufenden Psychotherapie?

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  • Differentialindikation

    Differentialindikation

    Freitag 26-10-2018 15:00-20:00

    Dr. med. Dipl. rer. soc. Werner Bach

    In diesem Seminar soll der Prozeß der Differentialindaktion folgendermaßen verstanden und fallorientiert bearbeitet werden: «Bei welchem Patienten mit welcher Problematik / psychischen Störung ist welche Behandlungsmaßnahme bzw. welche Sequenz von Behandlungselementen durch welchen Therapeuten zu welcher Zielset­zung wie angemessen, wie effektiv und effizient ?» ...

    Im folgenden soll der Schwerpunkt der Diskussion auf die Erörterung wichtiger Patientenmerk­male gelegt werden, wobei die Indikations-stellung zur Psychotherapie und damit auch die diagnostischen Prozesse, nicht im Sinne eines einmaligen Geschehens zu interpretieren sind. Bastine (1981) weist darauf hin, daß nach der grundlegenden Abklärung, ob eine Psychotherapie indiziert ist, im positiven Fall der Aufnahme einer Psycho­therapie, im therapeutischen Prozeß immer wieder Entscheidungen über den Einsatz spezifischer Behandlungsmethoden mit neuen oder veränderten Ziel­setzungen sowie dem Zeitpunkt ihres Einsatzes in einem interaktionellen Prozeß zwischen dem Patienten und dem Therapeuten — im Sinne einer prozeßorientierten oder adaptiven Indikation — erarbeitet werden. Quelle: Paul L. Janssen, Wolfgang Schneider: Diagnostik in der Psychotherapie und Psychosomatik, Urban & Fischer Verlag

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  • Bindungstheorien und ihre Bedeutung für die Psychotherapie

    Bindungstheorien und ihre Bedeutung für die Psychotherapie

    Samstag 27-10-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Julia Drever & Dipl.-Psych. Kerstin Friedrich

    Versteht man seelische Probleme als Folge einer (länger andauernden) nicht geglückten Interaktionserfahrung, kommt der Bindungstheorie eine besondere Bedeutung zu; wird doch in den ersten Lebensjahren die Fähigkeit zur Interaktion mit anderen Menschen wesentlich geprägt.
    In diesem Seminar sollen die unterschiedlichen kindlichen Bindungsstile vorgestellt werden, auch im Hinblick darauf, welche Entwicklungsmöglichkeiten im Erwachsenenalter bestehen.
    Es soll weiterhin ein Überblick über Zusammenhänge von Bindungstheorien und psychodynamischen Ansätzen gegeben und an praktischen Beispielen illustriert werden.

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  • Triangulierung

    Triangulierung

    Donnerstag 01-11-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Heiner Terheyden

    Triangulierung ist ein Prozess in der Entwicklung der menschlichen Seele, er hebt die Seele aus der Polarität der dualen Beziehung zur Mutter und führt das Kind in die Welt des Vaters ein und in die Erfahrung des Anderen.

    Drei ist eine in der Kulturgeschichte wichtige Zahl, sie kommt nicht nur in frühen maternalen Gottesvorstellungen vor, sondern auch in den paternalen Religionen, sie findet sich in der Tagesbeschreibung morgens, mittags, abends, auch in den drei Wünschen im Märchen und in der Alchemie und in allen guten Dingen, derer es immer drei geben soll. Die Drei ist die erste Zahl, die herausführt aus der Gegensätzlichkeit und eine neue Möglichkeit bietet. In der Entwicklung der kindlichen Seele kommt sie sowohl in der Vorstellung der Urszene vor als auch in der atmosphärisch vermittelten Erfahrung des Kindes über den Blick der Mutter auf den Vater, sowohl wie auch in der Begleitung des Kindes durch die Mutter auf dem Wege zum Vater und seiner Welt. Hier sollen zwei theoretische Ansätze angedeutet werden, die freudianische im Zusammenhang mit dem Ödipuskomplex und der bindungstheoretische Ansatz. Letztlich soll an einem Märchen ein gelungener Triangulierungsprozess dargestellt werden, wobei Gedanken aus der analytischen Psychologie nach C.G. Jung den theoretischen Hintergrund bilden.

    In diesem Seminar sollen die für das Kind bedeutsamen Erfahrungen dargestellt werden, die es auf dem Wege der Reifung durchläuft. Es soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung die Erfahrung des Anderen im Vater für das Kind hat in seinem eigenen Selbstverständnis als Junge und als Mädchen, als Mann und als Frau und sein und ihr in Beziehung sein mit dem jeweilig anderen.

    In diesem Seminar soll neben einer Themeneinführung besonders auch Raum angeboten werden für das kollegiale Gespräch und für den Austausch. Eigene Psychotherapien können gern eingebracht werden und unter dem speziellen Aspekt der Triangulierung bearbeitet werden.

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  • Transkulturelle Psychotherapie

    Transkulturelle Psychotherapie

    Samstag 03-11-2018 09:30-12:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    Durch Globalisierung, Migration und Flucht erhöht sich die Zahl der Menschen, die dauerhaft aus politischen, wirtschaftlichen, ökologischen Gründen nicht in ihrem Geburtsland leben.
    Dies führt zu kulturellen Überschneidungssituationen und einem subjektiven Diskrepanz-Erleben, welches mit Neu-Gier oder Neu-Angst beantwortet werden kann.
    Im Seminar beschäftigen wir uns mit dem „Fremden“ im gegenüber und in uns und mit den Möglichkeiten, den „Fremden“ kommunikativ zu erreichen.

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  • Autogenes Training

    Autogenes Training

    Samstag 03-11-2018 13:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    • Eine erlernbare, aktive, autosuggestive, konzentrative, autohypnotische Methode der  Selbstentspannung.
    • Durch stufenweise erlernbare Entspannungsübungen gelingt eine zunehmende autosuggestive Beeinflussung der unwillkürlichen Körperfunktionen.
    • Die Methode findet Anwendung zur Erholung, zu innerem Spannungsausgleich, zur Leistungs- und Gedächtnissteigerung, zur Schmerzbeeinflussung und Selbstbeherrschung.
    • Im Seminar werden die theoretischen Grundlagen des AT und einige praktische Anleitungen vermittelt.

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  • Umgang mit Grenzen in der Psychotherapie – ethische Fragen in der Psychotherapie

    Umgang mit Grenzen in der Psychotherapie – ethische Fragen in der Psychotherapie

    Samstag 10-11-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Andrea Schleu

    Anhand von Vignetten und Kasuistiken sowie eigenem Material suchen wir ein vertieftes Verständnis im Umgang mit Grenzen, Abstinenz und Karenz in der Behandlung. Welche psychotherapeutische Haltung ist angemessen, welcher Umgang mit Setting und Rahmen fördert den Prozess, wie gestalte ich eine professionelle Beziehung? Wie finden wir unseren Standpunkt in eigener Authenzität und Positionierung einerseits und Neutralität im therapeutischen Prozess andererseits? Entgleiste und verstrickte therapeutische Beziehungen werden dargestellt und Implikationen für das eigene Vorgehen und in Therapie, Supervision und Ausbildung abgeleitet und diskutiert.

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  • Kasuistik

    Kasuistik

    Sonntag 18-11-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. Christian Stock

    Hierbei handelt es sich um ein intensives Fallseminar. Sie bringen Ihre persönlichen („kniffligen“) Behandlungsfälle mit und wir explorieren zusammen: Die Diagnosen (körperlich und seelisch), den psychopathologischen Befund,  die verschiedenen Therapiephasen, den Beziehungsaufbau, die Interaktion (Übertragung/Gegenübertragung), Therapieziele (beruflich und privat), die Systemik des familiären Umfeldes, Probleme im Job, Therapievoraussetzungen (schlechte und gute), eine Therapieprognose, den Antrag, den Behandlungsbericht, Entlassungsbriefe, Stellungnahmen an Kostenträger, Widerstand und Abwehr, Interventionstechniken (klären, deuten, konfrontieren), die Struktur des Patienten und sein Strukturniveau, und vieles, vieles mehr. Wir bemühen uns gemeinsam, ähnlich einer Supervision, in die Tiefe der jeweiligen Fälle einzutauchen und Behandlungsimpulse für die Weiterbehandlung zu geben.

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  • Kasuistik

    Kasuistik

    Freitag 23-11-2018 15:00-20:00 Uhr

    Dipl.-Psych. et. Theol Eva-Maria Einig

    Im Rahmen Ihrer praktischen Ausbildung muss jeder der Ausbildungskandidaten eine Fallvignette aus seinen Behandlungen vorstellen.
    Anhand von Tonmaterial oder Videoaufnahmen sollen Sie eine längere Passage aus Ihrer Behandlung darstellen. Nach einer Einführung von Ihnen zu ihrer bisherigen Behandlung werden wir gemeinsam diesen Fall erörtern und z.B. auch Perspektiven und Ansätze für die weitere Arbeit zu erarbeiten versuchen. Es darf auch kritisches Material vorkommen, es muss keine perfekte Behandlungsstunde sein. Das vorgestellte Material dient dem gemeinsamen Lernen.

    Pro Fall stehen Ihnen auf alle Fälle 2 Zeitstunden zur Verfügung.
    Ich bitte Sie per Mail um Ihre Anfrage bzw. Anmeldung.
    e-m.einig(at)psychoanalyse-einig.de

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  • Erstinterview, Anamnese, Behandlung

    Erstinterview, Anamnese, Behandlung

    Samstag 24-11-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. et. Theol Eva-Maria Einig

    Die Anamnese liefert nicht nur das Material für die Abfassung des Berichtes zur Antragstellung. Die Art der Beziehung zwischen dem Patienten und seinem Therapeuten, kurz „Szene“ genannt, gibt Hinweise auf das zu Grunde liegende psychische Problem und beeinflusst auch die Atmosphäre einer gegebenenfalls daraufhin zu Stande kommenden Psychotherapie.
    Hier wird also eine wichtige Basis geschaffen für die Ausrichtung des psychotherapeutischen Prozesses und für die in seinem Verlauf möglichen Fortschritte.
    Neben theoretischem Input werden wir auch ganz konkret in kleineren Übungseinheiten praktisch die Erhebung der Anamnese üben.

    Weiterführende Literatur gibt es im Seminar.

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  • Überblickseminar: Welcher TP-Begriff gehört zu welcher Theorie?

    Überblickseminar: Welcher TP-Begriff gehört zu welcher Theorie?

    Sonntag 25-11-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Daniel Wilhelm

    In diesem Überblicksseminar sollen tiefenpsychologische (respektive psychoanalytische) Begriffe den einzelnen Schulrichtungen zugeordnet werden. Dazu benötigen wir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Schulrichtungen, bzw. wir müssen den Gegenstand ihrer jeweiligen Betrachtungen kennen. Denn jede Theorieströmung hat Errungenschaften hervorgebracht, die in begrifflicher Form unsere Fachsprache durchziehen. Heute verwenden wir sie fast alltäglich ohne manchmal zu wissen, woher sie stammen. Beispielsweise hat die Objektbeziehungstheorie Begriffe wie Spaltung und projektive Identifikation hervorgebracht. Oder aber wir denken an Begriffe wie z. B. Containing, Holding und Mentalisieren, die allesamt ähnliches meinen, aber von unterschiedlichen Autoren aus unterschiedlichen Richtungen stammen. In dem Seminar werden wir uns zunächst eine Zeitlinie mit wichtigen Autoren bzw. Strömungen erarbeiten, dann deren Fokus und schließlich ordnen wir zentrale Begriffe zu.

    Dieses Seminar ist als Theorie-Seminar gedacht, das einen Überblick verschaffen will. Mit diesem Gedanken haben wir bereits einen „ordentlichen“ Anspruch formuliert, denn wir werden verführt sein, tiefergehend in Konzepte und Ideen einzutauchen. Dies ist jedoch nicht möglich, sonst würden wir dem Orientierungsgedanken nicht gerecht. Ich bitte dies zu berücksichtigen.

    Dieses Seminar richtet sich an Ausbildungskandidaten, die am Anfang ihrer Ausbildung stehen. Als didaktisches Mittel kommen Unterrichtsvortrag, Diskussion, Einzel- und Gruppenarbeit zur Geltung.

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  • Geschlechterfragen: Cis, Trans, Hetero, Homo, mendokusai…

    Geschlechterfragen: Cis, Trans, Hetero, Homo, mendokusai…

    Freitag 30-11-2018 15:00-20:00 Uhr

    Fachärztin Hildegard Stienen

    Nach Schätzungen der Dtsch. Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.  fehlt es bei ca. 0,2% bis 2 % der Menschen an einer Übereinstimmung des augenfälligen Geschlechts mit dem erlebten Geschlecht.
    Aus der Inkongruenz von körperlichen Merkmalen und empfundener Geschlechtszugehörigkeit entstehen häufig psychische Belastungen, aus denen sich der Behandlungsauftrag für eine Psychotherapie ergeben kann. Medizinische und rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit geschlechtsangleichenden Maßnahmen werden dargestellt. Eine Patient*innen Vorstellung (Transfrau) ist geplant.
    Neben der Geschlechtsidentität soll auch das Thema der „sexuellen Orientierung“ - insbesondere die Besonderheiten nicht heterosexueller  Entwicklungen - mit Bezug zur klinischen Praxis behandelt werden.

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  • Abwehrmechanismen

    Abwehrmechanismen

    Samstag 01-12-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Dipl.-Psych. Birgitta Leuschner

    "Nach einer Einführung des Abwehrbegriffs und seiner Unterscheidung zum "Widerstand" sollen unterschiedliche  Abwehrmechanismen anhand von Fallvignetten vorgestellt werden. Hierbei soll der Bezug zwischen Abwehr, Diagnose  und Struktur verdeutlicht werden. Je nach Zeitreserve wollen wir versuchen, herauszuarbeiten, wie sich die Abwehr des Patienten in der Gegenübertragung des Therapeuten abbildet und den Umgang mit der Abwehr in der Behandlung fokussieren."

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  • Diagnostik und Therapie der Depression

    Diagnostik und Therapie der Depression

    Freitag 14-12-2018 15:00-20:00 Uhr und Samstag 15-12-2018 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    "Depressionen sind häufig. Sie treten als heterogene Gruppe auf: als Folge einer realen Belastung (Anpassungsstörung), als konfliktneurotische Störung (Dysthymie), bei depressiven Persönlichkeiten mit mittlerem Strukturniveau (z. B. narzisstisch-gekränkte Personen) oder auch als depressive Symptomatik bei Persönlichkeitsstörungen mit niedrigem Strukturniveau (Borderline-Störung). Im Seminar werden: die Vielzahl der depressiven Symptome beschrieben, verschiedene  psychodynamische Erklärungskonzepte vorgestellt, und mögliche Therapien erläutert.

    Als Lektüre vor dem Seminar wird empfohlen: S Freud (1916/1917) Trauer und Melancholie. GW Band 10, S 427-446."

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  • Analytische Entwicklungspsychologie

    Analytische Entwicklungspsychologie

    Freitag 11-01-2019 15:00-20:00 Uhr und Samstag 12-01-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Ursula Berges

    Psychoanalytische Theorien über die psychische Entwicklung des Menschen sind die Grundlage psychodynamischer Behandlungstheorie und -praxis. Im Rahmen des Seminars werden ausgewählte analytische Konzepte zur Entwicklung vorgestellt. Wir beschäftigen uns mit den klassischen Entwicklungsmodellen sowie deren theoretischen Weiterentwicklungen, die sowohl wissenschaftliche Ergebnisse der Hirn-, der Säuglings- und der Bindungsforschung integrieren. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen, wie die theoretischen Konzepte sich in der psychotherapeutischen Praxis niederschlagen und unsere psychoanalytische Haltung und Interventionen mitbedingen. Die Bereitschaft, eigene Fallbeispiele zur Verfügung zu stellen, wäre wünschenswert.

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  • Psychiatrische Krankheitslehre

    Psychiatrische Krankheitslehre

    Freitag 18-01-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Barbara Rogmans

    In diesem Seminar sollen psychiatrische Kenntnisse vermittelt werden zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie von affektiven Störungen und Psychosen. Hierbei geht es vor allem um praxisrelevantes Wissen für den psychotherapeutischen Alltag. Wie erkenne ich diese Erkrankungen? Wie verlaufen sie? Wie kann ich sie voneinander abgrenzen? Welches therapeutische Vorgehen ist sinnvoll? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Unterschiede in der stationären und ambulanten Behandlung?

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  • Männer und das (un)heimliche Land der Gefühle – Psychotherapie mit Männern

    Männer und das (un)heimliche Land der Gefühle – Psychotherapie mit Männern

    Samstag 19-01-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Björn Süfke

    Ein wichtiger Aspekt bezüglich der Therapie- und Beratungsarbeit mit Männern ist die Tatsache, dass Jungen und Männern im Laufe ihrer Sozialisation der Zugang zu ihren Gefühlen mehr und mehr erschwert wird, was letztlich zum „männlichen Dilemma“ des mangelnden Selbstbezugs führt. Im Beratungssetting entsteht aber zusätzlich noch ein „Männerberatungs-Dilemma“, da dort die „Arbeit“ mit und an Gefühlen gewünscht und gefordert ist. Männer, die dazu erzogen wurden, ihre inneren Konflikte im Außen, d.h. durch „Externalisierung“, zu lösen, sollen und müssen nun Lösungen und Entscheidungen in ihrem Inneren „erarbeiten“, in einem Inneren, zu dem ihnen der Blick bislang erschwert oder gar versperrt war.

    Um diesem doppelten Dilemma gerecht werden zu können, ist eine männerspezifische beraterische Herangehensweise nötig, bei der die betroffenen Männer in einem sowohl konfrontativen als auch solidarischen Setting lernen, Kontakt zu ihren Gefühlen aufzunehmen und diesen Selbstbezug in den Beratungsprozess hilfreich einzubringen. Der Mann wird dabei in einem doppelten Sinne zur Sprache gebracht, d.h. inhaltlich zum Thema gemacht und zu einem persönlicheren Sprechen „verführt“, wobei der spezifischen Qualität der Beziehung zwischen Klient und BeraterIn eine herausragende Rolle zukommt.

    In dieser Fortbildung geht es also ganz konkret um die besonderen Schwierigkeiten von Männern, welche sich auch in der therapeutischen Beziehung offenbaren. Es wird aufgezeigt, warum Männer ein speziell auf sie zugeschnittenes therapeutisches Vorgehen benötigen und wie dieses konkret aussehen kann. Dabei werden theoretische Inputs, praktische Übungen, Modellberatungen, Gruppenarbeiten sowie die Reflektion eigener Beratungs- und Lebenserfahrungen zur Anwendung kommen.

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  • Prüfungsvorbereitung: Fragen Verhaltenstherapie beim IMPP

    Prüfungsvorbereitung: Fragen Verhaltenstherapie beim IMPP

    Samstag 19-01-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Meike Schröder

    Im Seminar werden die Grundbegriffe und Konzepte der Verhaltenstherapie wiederholt sowie daraus resultierende Annahmen zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen dargestellt. Aus diesen ergeben sich auch die Ansatzpunkte der verhaltenstherapeutischen Therapieverfahren, welche im Seminar behandelt werden.

    Schwerpunkte werden dabei auf die bisher in den Prüfungen gefragten Inhalte und einen Überblick über die relevanten Begriffe gelegt. So soll es möglich werden, die Fragen zum verhaltenstherapeutischen Teil in der Prüfung zu verstehen und zutreffend zu beantworten. Wir werden es leider nicht schaffen, alle Inhalte in der Tiefe zu behandeln oder für unsere tägliche Praxis anwendbar zu machen. Ziel ist aber möglichst alle Fragen der TeilnehmerInnen zu klären und sicherheitsgebende Herangehensweisen für die Prüfung zu entwickeln.

    Nach einem Theorieblock werden daher auch an das IMPP angelehnte Prüfungsfragen bearbeitet und die Antworten im Anschluss ausführlich besprochen.

    Vorkenntnisse in Verhaltenstherapie sind hilfreich. Zur Prüfungsvorbereitung und bei Bedarf auch groben Orientierung vor dem Seminar empfiehlt sich zum Beispiel Das Repetitorium: Lehr- und Lernbuch für die schriftlichen Abschlussprüfungen zum Psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten von Kandale & Rugenstein, DPV, 2016.

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  • Diagnostik und Therapie der bipolaren Störung

    Diagnostik und Therapie der bipolaren Störung

    Freitag 25-01-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Barbara Rogmans

    In diesem Seminar sollen psychiatrische Kenntnisse vermittelt werden zur Symptomatik,  Diagnostik und Therapie der Bipolaren Störung. Hierbei geht es vor allem um praxisrelevantes Wissen für den psychotherapeutischen Alltag. Wie erkenne ich diese Erkrankung? Wie verläuft sie? Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht auf eine Bipolare Störung habe? Welches therapeutische Vorgehen ist sinnvoll? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Unterschiede in der stationären und ambulanten Behandlung?

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  • Was ist psychodynamisches Denken?

    Was ist psychodynamisches Denken?

    Samstag 26-01-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Julia Drever &  Dipl.-Psych. Kerstin Friedrich

    In diesem Seminar soll es um zentrale Begrifflichkeiten der psychodynamischen Therapieansätze gehen. Dabei werden sowohl das Menschenbild, die Annahmen der  Psychodynamik als auch Behandlungsmethoden anhand von Übungen und Beispielen beleuchtet.

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  • Auf der Suche nach der Resonanz: "Ich werde gesehen, also bin ich" Zur Dynamik des Narzissmus zwischen schöpferischer Funktion und Pathologie. Kasuistik für modifizierte analytische Psychotherapie

    Auf der Suche nach der Resonanz: "Ich werde gesehen, also bin ich" Zur Dynamik des Narzissmus zwischen schöpferischer Funktion und Pathologie. Kasuistik für modifizierte analytische Psychotherapie

    Freitag 01-02-2019 15:00-20:00 Uhr und Samstag 02-02-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. et. Theol Eva-Maria Einig

    Für das zeitgenössische Selbst sind die sozialen Netzwerke in ihren verschiedenen Facetten selbstverständlich gewordene soziale Resonanzräume. Neben der identitätsstiftenden Wirkung von Selbstdarstellung und Selbstoptimierung entgleisen aber ebenso deutlich viele narzisstische Identitätsspiele auf furchtbare Weise.

    Die Diagnostik gestörter Resonanzbeziehungen in der Biografie unserer Patienten führt uns zur Einschätzung der Schwere ihrer Störung und ihres Leidens: Ob in der Neurose, Psychose oder Persönlichkeitsstörung. Entsprechend differenziert ist die Therapieplanung und die Therapietechnik zu gestalten, um in der Behandlung einen gemeinsamen Resonanzraum herstellen zu können und Heilungschancen zu optimieren.
    Am 1. Tag werde zwei Kasuistiken der Referentin dargestellt.
    Am 2. Tag besteht die Möglichkeit eigene Kasuistiken vorzustellen. Hierzu bitte ich Sie um Voranmeldung unter meiner email.

    Empfohlene Literatur:
    Altmeyer,Martin(2016): Auf der Suche nach der Resonanz. Vandenhoeck&Ruprecht
    Rudolf,Gerd (2014): Psychodynamische Psychotherapie. Die Arbeit an Konflikt, Struktur und Trauma. Schattauer

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  • Prüfungsvorbereitung: Berufsrecht und Berufsethik

    Prüfungsvorbereitung: Berufsrecht und Berufsethik

    Freitag 01-02-2019 15:00-20:00 Uhr

    Prof. Dr. Corinna Grühn

    Dieses Seminar dient der  Prüfungsvorbereitung für den Bereich Berufsethik und Berufsrecht. Die in den vorhergehenden rechtlichen Seminaren erworbenen Kenntnisse werden wiederholt und vertieft. Themen werden entsprechend die rechtlichen Grundlagen für die Ausübung der Tätigkeit als psychologischer Psychotherapeut bzw. -therapeutin sein, die Organisationsstrukturen und das sozialtstaatliche System.  Methodisch wird im Plenum, in Kleingruppenarbeit bzw. Einzelarbeit  der Prüfungsgegenstand erschlossen.

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  • Berufsrecht und Berufsethik

    Berufsrecht und Berufsethik

    Samstag 02-02-2019 09:30-16:30 Uhr

    Prof. Dr. Corinna Grühn

    Das Seminar befasst sich mit den berufsrechtlichen und berufsethischen Grundlagen für psychologische PsychotherapeutInnen. Es werden die berufsrechtlichen Regelungen zum Zugang und zur Ausübung des Berufs behandelt (insbesondere die Berufsordnung für psychologische Psychotherapeuten und die sich daraus ergebenen Rechtsfragen). Zudem werden berufsethische Fragen und die vier Prinnzipien der Medizinethik erarbeitet.

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  • Grundlagen der Neuropsychologie für die ambulante Praxis

    Grundlagen der Neuropsychologie für die ambulante Praxis

    Freitag 08-02-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dipl.-Psych. Gabriele Kroll

    Neuropsychologie eine „alte“ Fachdisziplin; seit Februar 2012 ist die neuropsychologische Therapie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden. Mit dieser Entscheidung verbessert sich die Versorgung von Menschen mit erworbenen Schädigungen des Gehirns erheblich. Im Rahmen des Seminars sollen hierzu einige Informationen und Rahmenbedingungen für die ambulante Tätigkeit gegeben werden. 

    Das Seminar ist wie folgt gegliedert:

    • neuronale Korrelate und Neuropsychologie psychischer Störungen – ein Ausschnitt
    • häufig vorkommende neurologische Erkrankungen
    • neuropsychologische Leistungsstörungen
    • neuropsychologische diagnostische Verfahren
    • neuropsychologische therapeutische Ansätze

    Weitere therapeutische Aspekte wie z. B. die Arbeit mit Angehörigen, umfassende Begleitung des/der Betroffenen, Thema Fahrfähigkeit werden begleitend einfließen.
    Je nach Kenntnisstand der TeilnehmerInnen können manche Inhalte verkürzt und manche vertieft werden.

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  • Somatoforme Schmerzstörungen unter psychodynamischen Aspekten und Zugrundlegung des Bio-Psycho-Sozialen Modells

    Somatoforme Schmerzstörungen unter psychodynamischen Aspekten und Zugrundlegung des Bio-Psycho-Sozialen Modells

    Freitag 15-02-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Lothar Neitzel

    Das Seminar befasst sich mit den Entstehungsbedingungen von chronischen Schmerzen, die im Wesentlichen psychogen bedingt sind, im Gegensatz zu organogen bedingten akuten Schmerzen. Eine frühe strukturelle Bindungsstörung, eine unsichere Bindung und eine frühe Bindungsdefizit-Traumatisierung macht Kinder „pain prome“, so dass sie geradezu dazu neigen, Schmerzen erleiden zu müssen, wie schon Adler 1996 es formulierte. Nach Resch 1999 wird ein wehleidiges Schmerzverhalten gleichsam von Kindesbeinen an eingeübt.

    Das führt zu neurobiologischen Veränderungen im Gehirn (im sogenannten Schmerzgedächtnis) und ist immer stressinduziert. Die Psychoneuroimmunologie, als neue, ganzheitlich ausgerichtete, psychodynamische Forschungsrichtung, befasst sich mit den komplexen Zusammenhängen zwischen biologischen, psychologischen und sozialen Variablen und wird damit immer mehr ein Modell für Richtigkeit des Bio-Psycho-Sozialen Ansatzes von Engel 1959.

    Schon Freud versuchte eine analytische Deutung der Somatisierung, nannte es dann Konversionsstörung oder Neurose, wenn ein seelischer Konflikt in körperliche, somatische Symptome, wie z.B. bei der Migräne, konvertiert wird. Es soll im Seminar bearbeitet werden, wie somatoforme Störungen psychodynamisch gedeutet werden können und wie sie ganzheitlich, also psychosomatisch, mit einem multimodalen Ansatz behandelt werden müssen.

    Fallbeispiele sind ausdrücklich gewünscht zur Frage: „Wozu brauche ich meinen Schmerz?“

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  • Psychopathologie

    Psychopathologie

    Samstag 16-02-2019 09:30-16:30 Uhr

    Prof. Dr. Michael Seidel

    Das Seminar führt ein in die Stellung des psychopathologischen Befundes im Rahmen der psychiatrischen Diagnostik und erläutert die wichtigsten psychopathologischen Phänomene. Es orientiert sich im Hinblick auf die Gliederungslogik des psychopathologischen Befundes und die Definition der Phänomene am weit verbreiteten AMDP-System.

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  • Prüfungsvorbereitung: Statistik + Evaluation

    Prüfungsvorbereitung: Statistik + Evaluation

    Samstag 16-02-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Claudia Pudel

    Dieses Seminar soll Ihnen helfen sich auf die Prüfungsfragen im Bereich Statistik und Evaluation vorzubereiten. Die geschieht an Hand der Erfahrungen und Rückmeldungen bisheriger Prüfungsabsolventen. Das Seminar gliedert sich in 3 Teile.
    1: Grundlagenaspekte
    2: Forschungsprozess, Epidemiologische Methoden / Studientypen
    3: einzelne Aspekte der Datenauswertung

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  • Diagnostik und Therapie der Zwangsneurose

    Diagnostik und Therapie der Zwangsneurose

    Freitag 22-02-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Gerhard Paar

    Das Problem der Zwangsstörung wird in einen breiteren kulturellen Kontext gestellt. Ergiebig zum psychodynamischen Verständnis bleibt die Krankengeschichte von Sigmund Freud „Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose“, von 1909, genannt „Der Rattenmann“. Darin spielen Analerotik und prägenitale Sexualentwicklung eine prägende Rolle. Die Zwangssymptomatik dient demnach dem Erhalt und der Integration lebensnotwendiger Impulse.

    In seinem gesamten wissenschaftlichen Leben hat sich Freud mit verschiedenen Aspekten der Zwangsneurose auseinandergesetzt. „Die Zwangsneurose ist wohl das interessanteste und dankbarste Objekt der analytischen Untersuchung, aber noch immer als Problem unbezwungen“ (1926). Das Verständnis ist beeindruckend, die daraus entwickelte Behandlungstechnik mager. Siehe H. Quint:“ Die Zwangsneurose aus psychoanalytischer Sicht“, Springer 1988, von insgesamt 83 S. Text umfasst der Therapieteil ganze 10 S.!

    Das Problem psychodynamischer Konzepte zur Zwangsneuose liegt behandlungstechnisch darin, daß versäumt wurde, wirksame lerntheoretische und kognitive Behandlungselemente zu integrieren. Kognitiv-behaviorale Therapieformen stellen heutzutage die Therapie der Wahl in der Behandlung der Zwangsstörungen dar. Klinik, Ätiologie, insbesondere neurobiologische Konzepte und die Behandlungsstrategien werden dargestellt. Zu beachten ist die Trennung von Zwangsstörung und Zwangscharakter.

    Ursprünglich hat die Psychoanalyse Dynamiken der Zwangsstörung  wie Kontrollstreben, hohe Ambivalenz, Abwehrformen skizziert. In der Ära von Kosteneffizienz und Wirksamkeitsnachweis ist ihre Bedeutung für die Behandlung der Zwangsstörungen gesunken. Vielleicht liegt die Zukunft in einem  multimodalen Ansatz  zur Behandlung von Zwangsstörungen, bestehend aus Verhaltensmodifikation, Medikation und psychodynamischer Psychotherapie.

    Literatur:

    S. Freud Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose (1909)
    H. Quint „Die Zwangsneurose aus psychoanalytischer Sicht (1988)
    P.M. Salkovskis et al. Zwangsstörung. In: Margraf, Schneider (Hrsg.) Lehrbuch der Verhaltenstherapie (2018)
    A. Bechdel (2006) Fun Home, A Family Tragicomic. Jonathan Cape, London
    A. Bechdel (2012) Are You My Mother, A Comic Drama. Jonathan Cape, London

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  • Die Psychodynamik der Selbstzerstörung

    Die Psychodynamik der Selbstzerstörung

    Samstag 23-02-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Elmira Marks

    „Vielleicht liegt die Wurzel unserer ganzen Mühsal, der menschlichen Mühsal darin, dass wir alle Schönheit unseres Lebens opfern, dass wir uns verschanzen hinter Totems, Tabus, Kreuzen, Blutopfern, Kirchtürmen, Moscheen, Rassen, Armeen, Fahnen, Nationen, um die Tatsache des Todes zu leugnen…“ (James Baldwin, Hundert Jahre Freiheit ohne Gleichberechtigung)- Im Seminar wird das psychodynamische Verständnis  der Selbstzerstörung vermittelt – angefangen beim Todestrieb in den Werken von Siegmund Freud bis in das moderne psychodynamische Verständnis – in Die Funktion der Dysfunktionalität (nach S. Mentzos).  Die Inhalte werden durch Fallbeispiele dargestellt.

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  • Prüfungsvorbereitung: ICD-10

    Prüfungsvorbereitung: ICD-10

    Samstag 23-02-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Kathrin Glaesener

    Das Seminar richtet sich an AusbildungskollegInnen, die sich auf die schriftliche Approbationsprüfung vorbereiten wollen. Sie werden einen Überblick bekommen über die Themenbereiche "Psychischer Befund" und ICD-Diagnosen der Kapitel F0-F7. Ich werde den Fokus darauf legen, Ihnen Prüfungswissen aufbauend auf Ihrem sowieso schon bestehenden Wissen über Diagnosestellung im klinischen Alltag zu vermitteln. Bitte bringen Sie ihr ICD-10 mit - egal ob rot oder blau.

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  • Prüfungsvorbereitung: TP/AP

    Prüfungsvorbereitung: TP/AP

    Sonntag 24-02-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Kathrin Glaesener

    Das Seminar richtet sich an AusbildungskollenInnen, die sich auf die schriftliche Approbationsprüfung vorbereiten wollen. Wir werden die theoretischen Grundlagen der psychodynamischen Verfahren prüfungsrelevant erarbeiten. Dazu gehören die unterschiedlichen analytischen Schulen sowie deren zentrale Konzepte, außerdem Diagnostik und Behandlungstechnik.

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  • Indikation zur Behandlung in unterschiedlichen Settings (Einzeltherapie, Paar- und Familientherapie) und deren Methodik

    Indikation zur Behandlung in unterschiedlichen Settings (Einzeltherapie, Paar- und Familientherapie) und deren Methodik

    Freitag 01-03-2019 15:00-20:00 Uhr

    Prof. Dr. Manfred Heck

    Moderne Anwendungen psychodynamischer Psychotherapie nutzen unterschiedliche Settings und Behandlungsarrangements, um damit – flankierend zur psychotherapeutischen Interaktion und Intervention -, einen veränderungsoptimalen steuernden und fokussierenden Einfluss auf ihre Patientinnen und Patienten auszuüben.

    Im Seminar werden unter diesem Aspekt drei psychotherapeutische Verfahren: Einzel. Paar- und Familienpsychotherapie vorgestellt und im Hinblick auf die jeweilig spezifischen Chancen und Risiken dieser Verfahren erläutert. Ziel des Seminars ist die Vermittlung von Grundkompetenzen und methodischen Behandlungsprinzipien zur Anwendung dieser Verfahren je nach der jeweiligen klinischen Situation.

    Dies kann angesichts der zur Verfügung stehenden Zeit notwendigerweise nur skizzenhaft vermittelt werden.

    Empfohlene Literatur:

    Benecke, Cord (2014): Klinische Psychologie und Psychotherapie – Ein integratives Lehrbuch Stuttgart Kohlhammer 1. Auflage (Kapitel 9.; 31.3.1; 34
    Rettenbach, Regina & Christ, Claudia (2014): Die Psychotherapieprüfung Stuttgart Schattauer 3. Auflage ( Kapitel 2.3, 2.4; 5. 1; 5.2.2.; 5.3; 29.2, 9.3.1-9.3.6)
    Kriz, Jürgen (2006): Grundkonzepte der Psychotherapie: München BeltzPVU 6. Auflage (hier vor allem: Kapitel 17.3, 17.4; 19; 20

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  • Trieb- und Konfliktpsychologie

    Trieb- und Konfliktpsychologie

    Samstag 02-03-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    Nach Sigmund Freud könnte man sagen: „Im Anfang war der Trieb…“ Gilt das heute noch? Welche Rolle spielen Triebe, Triebbewältigung, Triebabwehr und innere Konflikte heute in der Ätiologie und Therapie psychischer Störungen? In diesem Seminar lernen Sie die klassische Trieb- und Konfliktpsychologie theoretisch kennen und hoffentlich ihre praktisch Relevanz für die TP-Psychotherapie schätzen.

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  • Paranoide Persönlichkeitsstörung

    Paranoide Persönlichkeitsstörung

    Freitag 08-03-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dipl.-Psych. Ewelina Demetris Malberg

    Die Hauptmerkmale der Paranoiden Persönlichkeitsstörung sind Misstrauen und Argwohn. Die Betroffenen erleben die Welt und die Motive anderer als feindselig und ausbeuterisch. Sie reagieren bei Kränkungen nachtragend und bei Zurückweisungen übertrieben empfindlich. In ihren Gedanken und Gefühlen sind Patienten mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung unablässig mit Konflikten und Bedrohungen beschäftigt, die sie als von außen kommend erleben.  Dies führt zum Leidensdruck der Betroffenen und zu interpersonellen Konflikten.

    Im Verlauf des Seminars werde ich Ihnen die Symptome, die Diagnostik, die  psychodynamischen Erklärungsmodelle für die Entstehung der paranoiden Persönlichkeitsstörung und die entsprechenden psychodynamischen Behandlungsansätze und Techniken vorstellen.

    Das Ziel des Seminars ist es, einen fundierten Einblick in diese Persönlichkeitsstörung zu verschaffen und am Beispiel von Fallvignetten ein Verständnis und konkrete Ideen für den therapeutischen Umgang mit den betroffenen Patienten zu entwickeln.

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  • Gerontopsychotherapie

    Gerontopsychotherapie

    Samstag 09-03-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Corinna Lange

    Nach einer Einführung in die lebensphasenspezifischen Entwicklungsaufgaben sowie in eine Typologie psychischer Symptombildung im höheren Alter sollen v.a. therapeutische Aspekte im Vordergrund stehen:  Welche Motive haben Ältere, die psychotherapeutische Hilfe aufsuchen? Wie wirkt sich das Spannungsfeld jüngerer Therapeut und älterer Patient auf die Übertragung / Gegenübertragung im psychotherapeutischen Prozess aus? Was ist im Erstinterview, in der Indikationsstellung und der Behandlungsplanung zu bedenken? Wie sehen Ihre Aufgaben im psychotherapeutischen Prozess aus? Diese Fragen sollen anhand von Fallvignetten gemeinsam diskutiert werden.
    Bitte eigene Fälle aus der Praxis mitbringen.

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  • Das psychodynamische Erstgespräch

    Das psychodynamische Erstgespräch

    Freitag 15-03-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Christian Stock

    Im Erstgespräch treffen die Welt des Therapeuten und die Welt des Patienten aufeinander. Der eine ist Spiegel, der andere wird gespiegelt und weiß nicht, was auf ihn zukommt. Aber auch der Therapeut weiß trotz seiner Erfahrung nicht, welche Welt er diesmal betritt und wird immer wieder überrascht.  Der Patient erfährt sich selbst in der Reflektion, etwas, was er bis dahin noch nie gemacht hat. Geht er in die Regression. oder macht er dabei Fortschritte? Unweigerlich entsteht eine Bindung und eine Beziehung (oder auch nicht), die den Anspruch hat, „korrigierend“ zu sein und anders als bisherige Beziehungserfahrungen abzulaufen („szenischer Verlauf“). Manche Autoren sprechen sogar vom „Reparenting“. Und neben der verbalen Kontaktaufnahme passiert ganz viel auf der nonverbalen Ebene unter der Bewußtseinsschwelle (auch das muß der Therapeut im Auge behalten). Die Aufmerksamkeit des Patienten wird nach innen gelenkt, anders als sonst, wo sie eher nach aussen gerichtet ist. Der Therapeut muß sachliche Daten erheben („objektiv“), aber auch widersprüchliche und neurotische Verhaltensweisen („subjektiv“) bewußt machen, hinterfragen und verstehen. Er fungiert vielleicht als Hilfs-Ich, vielleicht muß er auch nur ordnen und sortieren. Es findet eine Art Tanz statt. Der Therapeut führt und wird geführt, er muß seine professionelle Rolle wahren und dennoch die Freiheit des Patienten respektieren. Letztendlich findet also ein Kontakt auf mehreren Ebenen statt mit offenem Ausgang.
    Im Erstinterview werden somit die Weichen gestellt für ein gutes Gelingen einer Therapie. Das Seminar will die verschiedenen Facetten beleuchten und ergründen, die sich dabei ergeben:
    Wie geschieht die Beziehungsgestaltung? Wie ist das Strukturniveau des Patienten auf den ersten Blick? Wie sind die Therapievoraussetzungen (günstig oder ungünstig)? Wie geht der Therapeut mit Widerständen um? Was wären „vernünftige“ und „unvernünftige“ Therapieziele und wo liegt orientierend der Konflikt des Patienten? Was ist überhaupt der Auftrag (explizit und implizit?) Wie schwer ist die Störung? Wie die Prognose? Wann wird konfrontiert, wann geklärt, wann gedeutet? Wie ist gutes Timing zu verstehen? Welche Fragen stellt man? Welche Fragen lässt man sich stellen? Welche Fragen stellt man nicht, oder erst später? Welche organischen und psychiatrischen Krankheiten müssen berücksichtigt werden? Welche Ressourcen hat der Patient (Psychosoziales Umfeld)? Wann lehne ich einen Fall ab? Wie mache ich die Behandlungsplanung?

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  • Szenisches Verstehen

    Szenisches Verstehen

    Samstag 16-03-2019 09:30-16:30 Uhr und Sonntag 17-03-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

    Innerhalb einer  Therapiestunde wird gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen „gesendet“.
    Das Verständnis der Interaktionsprozesse verhilft zu einer klareren Wahrnehmung relevanter Inhalte, wobei Therapeut und Patient sich wechselseitig in Szenen einbinden.

    Szenisches Verstehen ist ein wichtiger Zugangsweg für die Identifikation und Beschreibung des Übertragungsgeschehens. Somit ist diese Technik gleichermaßen hilfreich für die Diagnostik und die Therapieplanung. Die Methode hilft Patienten besser zu verstehen, besonders an den Stellen wo diese sich selbst nicht verstehen.

    Wir stehen dabei nicht in „beschaulicher“ Distanz zum Patienten, sondern lassen uns auf die Handlungsdialoge des Patienten ein.  Folgende Fragestellungen können dabei für den therapeutischen Prozess leitend sein:

    Wie wirken Therapeut und Patient aufeinander und zusammen?
    Welche Verlaufsform nimmt das gemeinsame Wirkgeschehen?
    Wiederholungen , Variationen , Eskalationen…
    Wo liegen die Dreh und Angelpunkte seelischer Wandlung?

    In diesem zweitägigen Seminar gibt es Platz für Rollenspiele und eigenes Fallmaterial.

    Literatur: Günther Heisterkamp , Basales Verstehen. Aus der Reihe Leben lernen, Klett Cotta Band 154, Handlungsdialoge in Psychotherapie und Psychoanalyse
    Hermann Argelander Das Erstinterview in der Psychotherapie

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  • Systemaufstellung im Einzelsetting

    Systemaufstellung im Einzelsetting

    Samstag 30-03-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Angelika Hub

    Aus der beraterischen und therapeutischen Landschaft sind Systemaufstellungen im Einzelsetting nicht mehr wegzudenken und werden überall dort genutzt, wo Aufstellungen in Gruppen nicht möglich oder erwünscht sind und wo dialogische Arbeit in einem geschützten Rahmen bevorzugt wird. In der praktischen Anwendung haben sich drei Hauptformen herauskristallisiert: das Nutzen von Bodenankern (z.B. Blättern, Matten, Schuhen), das Aufstellungen von kleinen bis hin zu lebensgroßen Figuren und die Gestaltung von Prozessen in der Imagination. Neben einem theoretischen Überblick über Aufstellungsarbeit im Allgemeinen und den Besonderheiten, Möglichkeiten und Begrenzungen im Einzelsetting können im praktischen Teil des Seminars eigene Anliegen und Supervisionsfälle eingebracht werden, die modellhaft mithilfe des Aufstellungsrepertoires betrachtet, erfühlt und lösungsorientiert bearbeitet werden.

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  • Einführung in die systemische Therapie

    Einführung in die systemische Therapie

    Sonntag 31-03-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Björn Grebe

    In der Veranstaltung sollen die wesentlichen Grundannahmen systemischer Therapie vermittelt werden. Es sollen deren Auswirkungen auf das therapeutische Handeln an Hand praktischer Übungen demonstriert werden. Darauf aufbauend sollen grundlegende systemische Gesprächstechniken- und Elemente vorgestellt und von den Teilnehmern ausprobiert werden können. Ziel der Veranstaltung ist es die Reflexion therapeutischer Prozesse aus systemischer Perspektive zu fördern und das eigene therapeutische Handwerkszeug zu erweitern.

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  • Pathologischer PC- und Internet-Gebrauch

    Pathologischer PC- und Internet-Gebrauch

    Freitag 05-04-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dipl.-Psych. Ewelina Demetris Malberg

    In diesem Seminar möchte ich Ihnen eine Übersicht über den pathologischen PC- und Internet-Gebrauch geben, der sich im Spannungsfeld von psychosomatischer Erkrankung und Suchterkrankung einordnet lässt.
    Die virtuelle Welt des Internets bietet viele Chancen aber auch Gefahren.  Gamen, Chatten und Surfen ist ein Teil der Normalität im Leben Jugendlicher und junger Erwachsener geworden und ist nicht mehr wegzudenken.  Das Seminar beschäftigt sich sowohl mit medientheoretischen Grundlagen des PCs- und Internets, den Erlebnispotentialen des Gamens und Chattens als auch deren Risiken und Gefahren.
    Das Ziel des Seminars ist es einen fundierten Überblick über die Symptomatik, Diagnostik, klinische und psychodynamische Entstehungs- und Erklärungsmodelle, Folgen (individuelle und soziale Auswirkungen), Komorbidität sowie Behandlungsmethoden zu vermitteln.

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  • Krisenintervention und Suizidalität

    Krisenintervention und Suizidalität

    Samstag 06-04-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

    In diesem Seminar soll  den Teilnehmern mehr Sicherheit im Umgang mit Krisenpatienten vermittelt werden. Neben einem allgemeinen Überblick und den diagnostische Leitlinien, soll es auch um praxeologische Leitlinien gehen. Es wird auf folgende Fragen eingegangen:
    Woran erkenne ich Suizidalität?
    Orientierungshilfe: Will und kann ich den Patienten ambulant behandeln?
    Was sollte ich zu meiner eigenen Sicherheit tun?
    Überblick: Welchen therapeutischen Rahmen kann ich anbieten?
    Wie gestalte ich eine Krisentherapie oder LZT mit einem suizidalen Menschen?
    Welche Psychodynamiken stehen oft im Zusammenhang mit Suizidalität?

    Es können eigene Fälle mitgebracht werden.

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  • Psychodynamik bei Konflikt und/oder Strukturpathologie

    Psychodynamik bei Konflikt und/oder Strukturpathologie

    Sonntag 07-04-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

    Das Seminar ist als ein erstes Einführungsseminar in die Thematik zu verstehen.

    Oft wissen wir nach den ersten Begegnungen mit einem Patienten nicht genau wo und wie wir den Fokus der Behandlung setzen sollen. Handelt es sich mehr um eine Konflikt – oder Strukturpatologie. Sollen wir eher aufdeckend oder stützend arbeiten? Oder ist das manchmal gar kein Widerspruch? Dieses Seminar soll Euch / Ihnen helfen, Ordnung in`s Chaos der ersten Eindrücke zu bekommen.

    Wir werden anhand von Fallmaterial reaktualisierte Entwicklungskonflikte betrachten und diese psychodynamisch einordnen. Dabei spielt die auslösende Situation (Versuchung, Versagung) der  latenten Konflikte bei der Konfliktpathologie eine große Rolle.
    Wie wurde hierdurch der infantile Konflikte Konflikt reaktualisiert ?

    Bei der Strukturpatologie geht es um die Reifungsstufen der strukturellen Entwicklung. Welche Erfahrungen hat das Kind mit seinen frühen Objekten gemacht und welche Selbst- und Objektrepräsentanzen hat es ausgebildet. Wohin richtet sich das Augenmerk  bei einem Struktur bezogenem Fokus ?

    Ich freue mich auf ein Seminar mit reger Beteiligung, vielen Fragen, eigenen Fallvignetten und Mut zum Improvisieren.

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  • Prävention und Rehabilitation

    Prävention und Rehabilitation

    Freitag 12-04-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dipl.-Psych. Diana Moritz

    Das Seminar beschäftigt sich mit den Konzepten von Gesundheitsprävention und Rehabilitation. Neben der Vermittlung von Wissen zu Formen, Zielstellungen und Effekten präventiver und rehabilitativer Maßnahmen in Abgrenzung zu kurativen Ansätzen, werden sozialmedizinische Grundlagen und Berührungspunkte zwischen Rehabilitation und ambulanter Psychotherapie erläutert und Spannungsfelder interaktiv erörtert.

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  • Das spezifische in der Psychoedukation in der psychoth. Behandlung

    Das spezifische in der Psychoedukation in der psychoth. Behandlung

    Samstag 13-04-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Elmira Marks

    Im Rahmen des Seminars wird das Spezifische in der Psychoedukation  aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Die Psychoedukation ist keine reine Informationsweitergabe vom Experten an den Patienten, viel mehr eine Konstruktion aus interaktiver Informationsvermittlung und emotionaler Entlastung. Neben den basalen Grundkenntnissen der Wirkfaktoren der Psychoedukation werden konkrete Empfehlungen zur edukativen Arbeit mit verschiedenen psychischen Störungen dargestellt.

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  • Methoden zur Verdeutlichung unbewusster Konflikte

    Methoden zur Verdeutlichung unbewusster Konflikte

    Samstag 13-04-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Christiane Sanders

    In diesem Seminar stelle ich Techniken und Methoden vor, die gut in die psychodynamische Therapiearbeit integriert werden können und die den Therapieprozess unterstützen. Die Pole des unbewussten Konfliktes können damit verdeutlicht werden und bewusst gemacht werden. Die Klienten werden aktiv in diesen Kreativität weckenden Prozess eingebunden. Alle Übungen entspringen psychoanalytisch orientierten Spezialtherapien, wie Kunst- und Gestaltungstherapie, Körper- und Gestalttherapie. Ich stelle u. a. Techniken vor, die Distanzierungsmöglichkeiten zum inneren Konflikt ermöglichen und damit Überblick verschaffen. Sie können ebenfalls dazu dienen, Identifikationen mit eigenen Gefühlen zu ermöglichen, die oft der Abwehr unterliegen. Auch der Umgang mit Personen, mit denen die Klienten übertragungsbedingt in Konflikten stehen, kann Wandlung erfahren und bringt damit Bewegung in alte dysfunktionale Reaktionsmuster. Vorgestellt wird auch das „korrespondierende Malen“ von Therapeut und  Klient.

    Das Seminar beinhaltet Selbsterfahrungsanteile, es können jedoch auch Fälle vorgestellt werden. Ich werde exemplarisch das jeweilige Vorgehen zeigen, anschließend kann in kleinen Gruppen geübt werden. Die Erfahrungen werden anschließend reflektiert. Es erfolgt stets eine theoretische Einbettung in tiefenpsychologisches Gedankengut.

    Literatur: Lutz Rosenberg, Wege zu den Quellen der Lebendigkeit - Therapie als kreativer Prozess. Lehrbuch der tiefenpsychologischen Psychotherapie.

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  • Differentialindikation

    Differentialindikation

    Freitag 26-04-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Werner Bach

    In diesem Seminar soll der Prozeß der Differentialindaktion folgendermaßen verstanden und fallorientiert bearbeitet werden: «Bei welchem Patienten mit welcher Problematik / psychischen Störung ist welche Behandlungsmaßnahme bzw. welche Sequenz von Behandlungselementen durch welchen Therapeuten zu welcher Zielset­zung wie angemessen, wie effektiv und effizient ?» ...

    Im Folgenden soll der Schwerpunkt der Diskussion auf die Erörterung wichtiger Patientenmerk­male gelegt werden, wobei die Indikations-stellung zur Psychotherapie und damit auch die diagnostischen Prozesse, nicht im Sinne eines einmaligen Geschehens zu interpretieren sind.

    Bastine (1981) weist darauf hin, daß nach der grundlegenden Abklärung, ob eine Psychotherapie indiziert ist, im positiven Fall der Aufnahme einer Psycho­therapie, im therapeutischen Prozeß immer wieder Entscheidungen über den Einsatz spezifischer Behandlungsmethoden mit neuen oder veränderten Ziel­setzungen sowie dem Zeitpunkt ihres Einsatzes in einem interaktionellen Prozeß zwischen dem Patienten und dem Therapeuten — im Sinne einer prozeßorientierten oder adaptiven Indikation — erarbeitet werden. Quelle: Paul L. Janssen, Wolfgang Schneider: Diagnostik in der Psychotherapie und Psychosomatik, Urban & Fischer Verlag

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  • Chronische Depression

    Chronische Depression

    Samstag 27-04-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Elmira Marks

    “Out of the blue into the black” – im Seminar wird das psychodynamische Verständnis der chronischen Depression vermittelt. Des Weiteren werden Kenntnisse zur Methodik, zentralen Empfehlungen, Behandlungsschnittstellen und Indikationen (Beispielsweise zur stationären und/oder kombinierter Behandlung sowie zum Umgang mit Suizidalität) vorgestellt. Besonderes Augenmerk liegt auf den komorbiden Störungen aber auch Grenzen und Möglichkeiten psychodynamischer Behandlung. Der Inhalt des Seminars wird durch Fallbeispiele illustriert.

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  • Umgang mit Regression

    Umgang mit Regression

    Freitag 17-05-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Gerhard Paar

    • Ursprünglich meint Regression eine Rückkehr zu früheren Entwicklungsformen des Denkens, der Affekte, der Objektbeziehungen und der Strukturierung des Verhaltens.
    • der Begriff zieht sich durch die Begriffsgeschichte der Psychoanalyse und hat in der Psychodynamischen Psychotherapie seine hohe therapeutische Bedeutung verloren. Dort wird er eher im Sinne eines anti-regressiven Verhaltens verwendet
    • Ursprünglich in ausgearbeiteter Form von S. Freud in der "Traumdeutung" (1900) verwendet, beschreibt R. eine wesentliche Eigenschaft des Traums: Traumgedanken stellen sich hauptsächlich in Form sensorischer Bilder dar, die sich dem Subjekt auf eine quasi halluzinatorische Art aufdrängen (topisches Konzept der R.). Er unterschied die topische Funktion, zeitliche Funktion und formale Funktion der R.
    • Mit der Weiterentwicklung psychoanalytischer Konstrukte verändern sich die Regressionskonzepte und werden  quasi durch die Begriffsgeschichte durchgeschleppt bis heute
    • Blütezeit des Begriffs war die Langzeittherapie, ein paternalistisches Verständnis von Psychoanalyse und insbesondere das Konzept des neutralen, abstinenten technisch "neutralen" Analytikers ("Deutungsmaschine", „Spiegelmetapher“)
    • Gerade das frühere(?) Konstrukt der Übertragung im Sinne reiner Wiederholung konnte zu stärkerer Ungleichheit in der therapeutischen Beziehung und damit zur Gefahr maligner Regressionen führen, wenn äußeren Lebensumstände des Patienten zugunsten ahistorischer Übertragungsdeutungen aus dem Blick des Analytikers gerieten
    • Im Strukturkonzept der Psychoanalyse ist das Konzept der Regression verknüpft mit individuellen Phasen einer psychischen Entwicklung, die durch eine Serie von Phasen läuft, jede mit spezifischen Charakteristika von Libido, Ich, Ich-Ideal und Überich. Die jeweiligen Phasen bestimmen sich durch die Natur libidinöser Trieb-Entladungen, der Art wie die Ich-Operationen verlaufen und den manifesten Idealen und dem Gewissen
    • Die in den Erwachsenenanalysen gewonnen Vorstellungen zur Entwicklungspsychopathologie haben zum problematischen Konstrukt einer linearen Entwicklungslinie von regressiven und fixierten Prozessen geführt, die bei inneren und äußeren Belastungen zur Regression in diese frühere Entwicklungsstufe führen
    • Aufgrund dieser Konzepte schien es unvermeidlich (gewünscht und quasi gesetzmäßig), dass der therapeutischen Prozess in der Übertragung durch einen Regressionsprozess läuft. Dabei schienen auch pathologische Formen wie die maligne Regression durchaus unvermeidlich zu sein. Regression ist allerdings kein Vorgang der sich im Patienten quasi von Natur aus oder von selbst herstellt (W. Loch)
    • Das Regressions-Fixationsmodell der Psychopathologie Freuds ist später in eine psychodynamische Entwicklungstheorie erweitert worden. Neue klinische Aspekte zur Ich-Psychologie, Objektbeziehungen, dem Prinzip multipler Funktionen und Überdeterminierung von Symptomen haben zu einer wesentlich erweiterten, komplexeren Sichtweise von Psychopathologie beigetragen. Trotzdem wird noch am psychoanalytischen/ psychodynamischen Modell der Einheit von Entwicklung, Psychopathologie und Behandlungstechnik festgehalten!
    • Eine Schlussfolgerung aus neuen Theorien zur Entwicklung und Psychopathologie ist: Alle Stufen und Modi des psychischen Funktionierens co-existieren, selbst wenn sie nicht immer offen sich manifestieren (und unbeschadet bestimmter Fenster in der Entwicklung, die sich auch schließen). Die aktiven Versuche des Ich-Selbst-Systems hinsichtlich Abwehr und Anpassung führen eher zu Wechsel in den jeweils vorherrschen Stufen und Funktionsmodi, anstatt zu einer Rückkehr zu einer früheren Entwicklungsstufe
    • Anna Freud hat als Kinderanalytikerin gezeigt, dass R. sich als "normaler"  Prozess in den Entwicklungsphasen zeigt, im Sinne eines "zwei Schritte vor - ein Schritt zurück"
    • Die ich-psychologisch eingeleitete Konstruktion "Regression im Dienste des Ich" führt zu einer Neubewertung der Regression. So unterscheidet Kris im kreativen Perozess eine "inspirational" von einer "elaborated phase" der R. Dieses zweiphasige Konzept in Verbindung mit objektpsychologischem Verständnis erweist sich als hilfreich im therapeutischen Prozess
    • Regression wird durch Anna Freud als Abwehrform verstanden, damit wird Regression in ein dialektisches Konzept von Regression in Richtung von Progression verändert (wenn die strukturelle Störung nicht zu tiefgreifend ist!)
    • Anhand der beeindruckenden Konzepte von Winnicott und Balint zur Bedeutung regressiver Prozesse lässt sich folgendes zeigen: Neubeginn ereignet sich immer in der Übertragung, in einer Objektbeziehung, als Geschehen im "Hier-und Jetzt"
    • Mit dem Konzept der "Zwei-Personen-Psychologie" kann gezeigt werden, dass Patient und Therapeut an der Entwicklung regressiver Prozesse beteiligt sind. Die Versuchung des Analytikers in die wechselseitige (mutual) Regression mit einzusteigen lässt sich als Aspekt der Gegenübertragung verstehen und enthält das stärkste Potential zur Unterbrechung des analytischen Prozesses
    • "Im Allgemeinen werden allein durch Regression weder Kunstwerke noch Heilungen hervorgebracht. Sonst gäbe es vielmehr Künstler und weit weniger seelisch Kranke" (Thomä&Kächele, S. 286).

     

    Literatur:

    American Psychoanalytic Association (1957) On Technical Aspects of Regression during Psychoanalysis. JAPA

    Balint M. (1959) Angstlust und Regression. Stuttgart: Klett

    Coen S.J. (2000). The wish to regress in patient and analyst. JAPA 48:785–810

    Freud A. (1965). Normality and Pathology in Childhood: Assessments of Development. New York: International Universities Press

    Freud, S. (1900) Traumdeutung. Ffm: Fischer

    Freud S. (1916-1917) Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. Bd 1. Ffm. Fischer

    Moore, B.E. & Fine, B.D. (1967) A Glossary of Psychoanalytic Terms and Concepts. NY: Amer Psya Assoc

    Sandler J., Dare, C., Holder, A. (1992). The patient and the analyst.2th ed.. Madison:int Univ Press

    Thomä, H. Kächele H. (1985) Lehrbuch der psychoanalytischen Therapie, Bd 1. Heidelberg: Springer

    G.S. Rizzolo (2016) The Critique of Regression: The Person, The Field, The Lifespan. JAPA 64, 1097-11311

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  • Diagnostik und Therapie psychogener Essstörungen

    Diagnostik und Therapie psychogener Essstörungen

    Samstag 18-05-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Georg Driesch

    Essen und Hungern sind physiologische Prozesse, Teil der frühen Mutter-Kind-Beziehung, körperliche triebhafte Erfahrungen, bieten die Möglichkeit zur Belohnung und Askese, prägen unser Körpererleben, haben eine kommunikative Funktion usw.
    Im Seminar werden die drei psychogenen Ess-Störungen Anorexie, Bulimie und Binge-Eating-Störung vorgestellt, ätiologische Konzepte beschrieben und die spezifische Psychotherapie der Ess-Störungen erläutert. Das Seminar richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene.

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  • Einführung in die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik

    Einführung in die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik

    Freitag 31-05-2019 15:00-20:00 Uhr und Samstag 01-06-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Marco Wrenger

    Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD-2) stellt ein valides, reliables und mittlerweile breitflächig angewandtes Instrument zur psychodynamischen Diagnostik dar und ergänzt die phänomenologischen Klassifikationssysteme psychischer Störungen (ICD-10 und DSM) um für die psychodynamische Betrachtungsweise unverzichtbare Aspekte. Auf insgesamt vier Achsen beschreibt die OPD-2 Krankheits- und Behandlungsvoraussetzungen, dysfunktionale Beziehungsmuster, neurotische Konflikte und die Integrität der psychischen Struktur anhand operationalisierter Kriterien, geleitet durch ein Manual. Grundlage für die Diagnostik ist ein spezifisches Interview mit dem Patienten/ der Patientin.  Die Erkenntnisse der OPD-2 lassen sich für die Diagnostik, die Behandlungsplanung und die Verlaufsevaluation einsetzen. Zudem bietet die OPD-2 viele Möglichkeiten hinsichtlich der Antragsstellung im Rahmen der Richtlinientherapie oder im Rahmen von Begutachtungen.
    Das Seminar bietet am Freitag eine grundlegende Einführung in die Achsen der OPD-2 und die Anwendung des Manuals. Am Samstag erfolgt eine Vertiefung und Anwendungsübung anhand eines Patienteninterviews auf Video.
    Neueinsteiger müssen am Freitag teilnehmen, um am Samstag dem Anwendungsbeispiel folgen zu können. TeilnehmerInnen, die bereits im letzten Jahr eine Einführung in die OPD-2 erhalten haben, können auch ausschließlich  den Samstagstermin wahrnehmen.
    Der Dozent ist Mitglied des Arbeitskreises OPD und Trainer und Supervisor für die OPD-2. Arbeitsgrundlage ist das OPD-2 Manual (Huber-Verlag). TeilnehmerInnen, die das Manual nicht besitzen, können dennoch teilnehmen, Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

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  • Psychopharmakologie 1 - Antidepressiva

    Psychopharmakologie 1 - Antidepressiva

    Freitag 07-06-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Barbara Rogmans

    Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Antidepressiva und Neuroleptika. Wir besprechen ihre Klassifikation, ihre Wirkmechanismen, Grundlagen der Pharmakokinetik, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen. Welche Erkrankungen können mit Antidepressiva und Neuroleptika behandelt werden? Wonach wählt man ein Präparat aus? Wie dosiert man? Wie kombiniert man? Was tut man, wenn das Medikament nicht ausreichend wirkt? Ab wann sind Wirkungen und Nebenwirkungen  zu erwarten? Welches Medikament ist für wen geeignet  bzw. kontraindiziert? Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Substanzgruppen? Was kann man tun bei Nebenwirkungen?
     Es werden Kenntnisse vermittelt zu den verschiedenen Klassen der Antidepressiva mit ihren wichtigsten Vertretern und ihrem Einsatz in der Behandlung von Depressionen, Angststörungen, Schmerzstörungen und Schlafstörungen.
    Sie lernen Antipsychotika kennen in der Akutbehandlung und zur Rezidivprophylaxe der Schizophrenien. Daneben beschäftigen wir uns mit ihrem Einsatz bei akuten Manien, wahnhaften Depressionen, akuten Erregungszuständen, Unruhe, Schlafstörungen und bei anderen psychotischen Störungen.
    Was sind hochpotente und was sind niederpotente Neuroleptika? Was sind klassische, was atypische Neuroleptika? Wodurch unterscheiden sich diese Substanzen? Was sind die jeweiligen Besonderheiten? Welche Darreichungsform ist wann sinnvoll (Tabletten, Tropfen, Spritze, Depotmedikament). Was ist ein sinnvolles Nebenwirkungsmanagement?

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  • Psychotherapie mit jungen Erwachsenen (18-25)

    Psychotherapie mit jungen Erwachsenen (18-25)

    Samstag 08-06-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Corinna Lange

    Die Spätadoleszenz ist eine Zeit des Abschieds, von den Eltern, von einem gesellschaftlichen Schutzraum und von kompensierenden Omnipotenz- und Grandiositätsvorstelleungen. Durch den Verlust äußerlich strukturierender Gegebenheiten kommt in dieser Lebensphase die „innere Ausstattung“ auf den Prüfstand.
    Der therapeutische Umgang mit den Spätadoleszenten ist aufgrund diagnostischer Unsicherheit und heftigen Gegenübertragungsreaktionen des/der Therapeuten/in schwierig, zumal mit Sprachlosigkeit, Ambivalenz gegenüber dem therapeutischen Angebot und Scham auf Seiten der jungen Patienten therapeutisch umzugehen ist.
    Das Seminar bietet eine praxisorientierte Einführung in die Besonderheiten der Psychotherapie mit Spätadoleszenten und jungen Erwachsenen. Bitte eigene Fälle aus der Praxis mitbringen.

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  • Psychopharmakologie 2 - Neuroleptika

    Psychopharmakologie 2 - Neuroleptika

    Freitag 14-06-2019 15:00-20:00 Uhr

    Dr. med. Barbara Rogmans

    Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Antidepressiva und Neuroleptika. Wir besprechen ihre Klassifikation, ihre Wirkmechanismen, Grundlagen der Pharmakokinetik, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen. Welche Erkrankungen können mit Antidepressiva und Neuroleptika behandelt werden? Wonach wählt man ein Präparat aus? Wie dosiert man? Wie kombiniert man? Was tut man, wenn das Medikament nicht ausreichend wirkt? Ab wann sind Wirkungen und Nebenwirkungen  zu erwarten? Welches Medikament ist für wen geeignet  bzw. kontraindiziert? Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Substanzgruppen? Was kann man tun bei Nebenwirkungen?
     Es werden Kenntnisse vermittelt zu den verschiedenen Klassen der Antidepressiva mit ihren wichtigsten Vertretern und ihrem Einsatz in der Behandlung von Depressionen, Angststörungen, Schmerzstörungen und Schlafstörungen.
    Sie lernen Antipsychotika kennen in der Akutbehandlung und zur Rezidivprophylaxe der Schizophrenien. Daneben beschäftigen wir uns mit ihrem Einsatz bei akuten Manien, wahnhaften Depressionen, akuten Erregungszuständen, Unruhe, Schlafstörungen und bei anderen psychotischen Störungen.
    Was sind hochpotente und was sind niederpotente Neuroleptika? Was sind klassische, was atypische Neuroleptika? Wodurch unterscheiden sich diese Substanzen? Was sind die jeweiligen Besonderheiten? Welche Darreichungsform ist wann sinnvoll (Tabletten, Tropfen, Spritze, Depotmedikament). Was ist ein sinnvolles Nebenwirkungsmanagement?

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  • Die Arbeit mit Ich-Funktion - nicht nur ein Aspekt der Antragsstellung

    Die Arbeit mit Ich-Funktion - nicht nur ein Aspekt der Antragsstellung

    Samstag 15-06-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dipl.-Psych. Christiane Sanders

    Im Seminar geht es um die Optimierung spezieller, erweiterter Ich-Funktionen, die wesentlich zur seelischen Gesundung beitragen. Wenn es gelingt diese zu fördern, unterstützt dies in vielfältiger Weise auch den therapeutischen Prozess. Die Ich-Funktionen unterliegen nicht selten selbst der Abwehr und bedürfen dann der Freilegung und neuerlichen Übung. Je stärker das Ich, desto stabiler ist die Persönlichkeit. Denn das Ich integriert vielfältige innere und äußere Informationen und Affekte und kann in diesem Sinne als „Dirigent“ gesehen werden, der stets neu aktualisierend die Persönlichkeitsmelodie inszeniert. Je aktiver, flexibler und arbeitsfähiger das Ich funktioniert, desto besser kann die Psychotherapie fruchten, denn das erwachsene Ich ist unser Partner innerhalb der Psychotherapie. Ich möchte im Seminar komplexere Ich-Funktionen wie z.B. „der innere Begleiter oder wohlwollende  Beobachter“ vorstellen und praktische Interventionstechniken näher bringen. Es geht um die Erhöhung der psychischen Durchlässigkeit und Differenzierungsfähigkeit, psychischer Beweglichkeit und um Kompetenzgewinn. Auch der Aspekt des Übens – durchaus im tiefenpsychologischen Setting, wird erläutert.

    Das Seminar wird einen Selbsterfahrungsteil enthalten, in dem mithilfe von Symbolen und Gegenständen (Symbolarbeit) die vielfältigen Interventionsmöglichkeiten lebendig werden. Ein sich anschließender Theorieteil spannt den Bogen zu den zugrundeliegenden Konzepten und wird durch Beispiele aus der therapeutischen Praxis angereichert.

    Das Seminar eignet sich für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeuten, ist aber auch für Verhaltenstherapeuten oder Analytiker interessant.
    Literaturempfehlung:

    - Lutz Rosenberg Wege zu den Quellen der Lebendigkeit, Lehrbuch der tiefenpsychologischen Psychotherapie, Kap. 28, Arbeit am Ich. by Luberg, Bremen.
    -  Maria-Elisabeth Wollschläger und Gerhard Wollschläger, Der Schwan und die Spinne, Verlag Hans Huber.

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  • Biografische Anamnsese - Psychodynamik - am Beispiel "Depressiver Grundkonflikt"

    Biografische Anamnsese - Psychodynamik - am Beispiel "Depressiver Grundkonflikt"

    Blockseminar
    Donnerstag 20-06-2019 09:30-16:30 Uhr
    Freitag 21-06-2019 09:30-16:30 Uhr
    Samstag 22-06-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Margot Götte-El Fartoukh

    Ziel dieses Seminars ist es, das Kernstück des tiefenpsychologischen Berichts an den Gutachter, nämlich die biographische Anamnese und die Psychodynamik zu verfassen. Sinngemäß können die hier erarbeiteten Inhalte natürlich auch auf das Verfassen von Abschlussberichten im stationären Setting übertragen werden. Als ein möglicher Ansatz um Verständnis der Psychodynamik wird zudem der depressive Grundkonflikt vorgestellt.
    Das vorliegende Seminar legt neben der Wissensvermittlung einen Schwerpunkt auf das Schreiben an eigenen Texten. Für die Teilnahme ist es daher zwingend erforderlich, zwei eigene vorbereitete Patientenbeispiele mitzubringen. Sie erhalten dafür vom LPP ca. 14 Tage vor Seminarbeginn Fragebögen, die Sie vor der Seminarteilnahme bearbeitet haben bzw. von Ihren Patienten ausfüllen lassen müssen, um in der Schreibwerkstatt mitarbeiten zu können.

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  • Geschichte der Psychotherapie

    Geschichte der Psychotherapie

    Freitag 28-06-2019 15:00-16:30 Uhr

    M. Sc. Simone Riemann

    Das Seminar soll einen Überblick über die wesentlichen geschichtlichen Etappen der Psychotherapie und Psychiatrie geben; von der Antike bis zur Gegenwart. Hauptanliegen ist neben der Vermittlung von psychiatriehistorischem Wissen auch die Erarbeitung einer kritischen Betrachtungsweise in Bezug auf die Entwicklung der Psychotherapie – in Gegenwart und Zukunft.

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  • Behandlung im Maßregelvollzug

    Behandlung im Maßregelvollzug

    Freitag 28-06-2019 16:45-20:00 Uhr

    M. Sc. Simone Riemann

    Im Maßregelvollzug, einem integralen Bestandteil der Psychiatrie, werden psychisch kranke Rechtsbrecher/innen behandelt und betreut. Dennoch unterscheidet sich dieser, bei allen Gemeinsamkeiten mit anderen psychiatrischen Fachbereichen, an zahlreichen Stellen deutlich von diesen. Die zentralen Aufgaben des Maßregelvollzugs stellen nach dem gesetzlichen Auftrag der „Besserung und Sicherung“ die Behandlung und Resozialisierung der Patient/innen einerseits sowie der Schutz der Bevölkerung vor weiteren Straftaten andererseits gemeinsam dar. Ziel des Seminars ist, eine grundlegende Orientierung in der Arbeit und im Umgang mit forensischen Patient/innen zu vermitteln. Wichtige Aspekte sind dabei der gesetzliche Rahmen der Unterbringung, Erkrankungen und Gefährlichkeit der Patient/innen, Therapie- und Behandlungskonzepte für verschiedene Patient/innen und Störungen, Sicherheitskonzepte, die Handhabung von Lockerungen und ihre Begründung, Stations- und Kommunikationsstrukturen, eine angemessene Beziehungs- und Milieugestaltung sowie die ambulante Nachsorge und Rehabilitation. Das Seminar vermittelt hierzu grundlegende und praxisbezogene Kenntnisse.

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  • Grundlagen und Einführung in das Verfahren EMDR

    Grundlagen und Einführung in das Verfahren EMDR

    Samstag 29-06-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. med. Till M. Mendler

    Dieses Seminar möchte Ihnen einen ersten Einblick in die EMDR-Methode vermitteln.

    EMDR gilt seit 2006 dank zahlreicher sehr ermutigender Studien als Goldstandard in der Traumatherapie. EMDR ist eine weltweit etablierte Methode, die 2014 auch durch den Bundesausschuss der Ärztekammern und Krankenkassen (GBA) als Behandlungsmethode für die Posttraumatische Belastungsstörung anerkannt wurde.

    EMDR arbeitet ohne Tranceinduktion mit geführten Augenbewegungen, während der Patient belastendes Material imaginiert. Die Konfrontation mit dem belastenden Material wird dabei immer wieder von kurzen klärenden Sequenzen unterbrochen, sodass eine fraktionierte Bearbeitung möglich wird. Dazu werden Effekte einer rhythmischen links-rechts-Stimulation ebenso genutzt wie Parallelen zum REM-Schlaf und die Gleichzeitigkeit von Imagination und Verankerung in der Gegenwart.

    Außerdem eignet sich EMDR dazu, positive Aspekte und Ressourcen zu verankern und zu vertiefen, was Sie im Seminar selbst ausprobieren und erfahren sollen.
    Stärker als eine reine Gesprächstherapie arbeitet EMDR gleichwertig mit inneren Bildern, Kognitionen, Emotionen und Körperempfindungen. Das Seminar möchte Ihnen die Gelegenheit geben, sowohl die theoretischen Grundlagen dieser Therapiemethode kennen zu lernen als auch die Besonderheiten bezüglich der durch EMDR veränderten Beziehung zum Patienten zu reflektieren.

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  • Einführung in Testverfahren

    Einführung in Testverfahren

    Sonntag 24-03-2019 09:30-16:30 Uhr

    Dr. phil. Elmira Marks

    Im Seminar werden die für die klinische bzw. therapeutische Tätigkeit relevanten diagnostischen Instrumente besprochen. Das Ziel ist, eine Übersicht über die für die einzelnen psychischen Störungen (nach ICD-10) maßgeblichen Testverfahren zu bekommen. Der Umgang mit den einzelnen Testverfahren wird mit Hilfe praktischer Beispiele verdeutlicht.

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