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Abstracts 2. Halbjahr 2021

Abstract: Priv. Doz. Dr. Ralf Demmel, Dipl.-Psych.  02.07./03.07.2021

Motivational Interviewing – Kommunikation auf Augenhöhe

Motivational Interviewing (MI) ist ein zugleich patientenzentriertes und direktives Verfahren. Die Patienten werden nicht »überzeugt« oder zu etwas überredet, sondern vielmehr zu einem so genannten Change Talk – einem lauten Nachdenken über Veränderung – ermutigt (Möchte ich etwas verändern? Traue ich mir das zu? Warum sollte ich vielleicht etwas verändern? etc.). Veränderung soll nicht verordnet, sondern vielmehr in gegenseitigem Einvernehmen – auf Augenhöhe – vereinbart und vorbereitet werden. So wird der Patient zum Fürsprecher einer Veränderung und nicht genötigt, seine »Laster« oder »schlechten Gewohnheiten« zu verteidigen. Da auf jegliche Konfrontation verzichtet wird, profitieren insbesondere »unmotivierte« und »schwierige« Patienten von einer Behandlung, die den von Miller und Rollnick (2015) formulierten Prinzipien entspricht: Die Vorbehalte und Einwände des Patienten werden aufgegriffen, unfruchtbare Auseinandersetzungen vermieden und Widerstände minimiert.

MI wurde zunächst in Abgrenzung zu herkömmlichen – oftmals konfrontativen –Methoden der Behandlung alkoholabhängiger Patienten entwickelt. In den vergangenen Jahren wurde der Anwendungsbereich jedoch zunehmend erweitert: Verhaltensmedizin (z. B. Adipositas, Diabetes, Tabakabhänggkeit), Psychotherapie (z. B. Essstörungen, Störungen im Kindes- und Jugendalter), Soziale Arbeit (z. B. Bewährungshilfe, Strafvollzug, Wohnungslosenhilfe) oder Zahnmedizin (Dentalhygiene).

Programm

  1. Begriffe, Definitionen, Konzepte (change talk, sustain talk etc.),
  2. theoretische Grundlagen und aktueller Stand der Forschung,
  3. Aufgaben des Therapeuten (engaging, focusing, evoking, planning),
  4. Gesprächstechniken (Affirmationen, offene Fragen, Zusammenfassungen etc.),
  5. Empfehlungen und Ratschläge formulieren,
  6. Informationen angemessen dosieren,
  7. auf Einwände und Vorbehalte reagieren,
  8. Behandlungsethik (Akzeptanz, Partnerschaftlichkeit etc.),
  9. Arbeitshilfen und Materialien (Agenda Mapping, Value Card Sort etc.),
  10. Körpersprache und nonverbale Kommunikation,
  11. Auswertungsverfahren (MITI, REM etc.).

Methoden: Auswertung von Transkripten, Life-und Videodemonstrationen (»Lernen am Modell«), Übungen in kleinen Gruppen (zwei bis drei Teilnehmer), kurze Referate des Dozenten (15 bis 20 Minuten)

Ziele: Im Laufe der Fortbildung werden – ausgehend von der Definition individueller Lernziele – bereits erworbene Kompetenzen vertieft und erweitert. Neben dem »Feintuning« der Gesprächsführung nehmen die Anpassung an spezifische Zielgruppen und Settings sowie verschiedene Formate breiten Raum ein. Die Fortbildung »lebt« von den Beiträgen der Teilnehmer sowie der Bereitschaft, Gespräche zu analysieren und dabei »genau hinzuhören«.

Literatur

Demmel, R. (2016). Motivational Interviewing. In J. Bengel & O. Mittag (Hrsg.), Psychologie in der medizinischen Rehabilitation: Ein Lehr- und Praxishandbuch (pp. 105-114). Berlin: Springer.

Demmel, R. (2017). Poster Motivational Interviewing: Prozesse auf einen Blick. Weinheim: Beltz.

Demmel, R. & Kemény, G. (2017). Motivational Interviewing: Arbeitshilfen für Therapie und Beratung. Mit einem Geleitwort von Stephen Rollnick. Freiburg im Breisgau: Lambertus.

Demmel, R. & Stuppe, M. (2016). Motivational Interviewing: Kommunikation auf Augenhöhe. InFo Neurologie & Psychiatrie, 18, 40-44.

Miller, W. R. & Rollnick, S. (2015). Motivierende Gesprächsführung. Freiburg im Breisgau: Lambertus.

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Abstract: Dipl.-Psych. Peter Binert / Dipl.-Psych. Heymak 09.07.2021

Projektive Testverfahren

Seminar zur projektiven Diagnostik „Papa ist ein Elefant“

In dem Seminar soll in aktiven Übungen ein Einblick in die Durchführung und Wirkung von projektiven Verfahren gegeben werden. Hierbei werden sowohl interaktive Verfahren vorgestellt, an denen Therapeut und Patient teilnehmen als auch Verfahren, die nur vom Patienten alleine durchgeführt werden. Diese Form der Diagnostik bietet sich für alle Altersgruppen an und kann somit in der Kindertherapie wie auch in der Erwachsenenbehandlung von Bedeutung sein.

Vorgestellt werden:

  • Familie in Tieren
  • Der Schnörkeltest von Winnicott
  • TAT (Thematischer Apperceptionstest)
  • Der Sceno-Test

Es wäre gut, wenn die Teilnehmer Buntstifte mitbringen

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Abstract: Dr. med. Christian Stock / 16.07.2021

Achtsamkeit – Einführung in die MBSR

Achtsamkeitsübungen haben seit den 80er Jahren Einzug in die moderne Psychotherapie gehalten.

Neben einer differenzierteren Körperwahrnehmung und Selbstregulation geht es in der Achtsamkeitstherapie darum, eine neue Lebenseinstellung zu erlernen: „Sich dem unmittelbaren Augenblick mit einer nicht-wertenden, annehmenden Haltung zuzuwenden – dem, was man gerade fühlt, denkt oder tut, ohne in Grübeleien, Erinnerungen oder Zukunftsplanungen gefangen zu sein. Man schult sich darin, einverstanden zu sein, mit dem, was gerade ist – unabhängig davon, ob eine Situation als angenehm oder unangenehm empfunden wird.“ Durch die so trainierte Grundhaltung der „Desidentifikation“ eröffnet sich dem Übenden eine neue Balance zwischen akzeptierendem „Sein“ (Dinge so nehmen, wie sie sind) und aktivem „Tun“ (Zielorientiertes Handeln).

Das ursprünglich von Jon Kabat Zinn entwickelte Programm MBSR steht für : "Mindfulness based stress reduction". In dem Kurzseminar erfolgt  eine Einführung in das Gebiet der Achtsamkeitsmeditation mit kleineren Übungen im Sinne der Selbsterfahrung. Es wird außerdem kurz dargestellt, wie das umfangreiche achtwöchige amerikanische Original-Programm auf psychosomatische und psychiatrische Kliniken übertragen werden kann (natürlich in abgespeckter Form).

Hinzu kommt ein kurzer Exkurs zu neueren „Spin-offs“ und Weiterentwicklungen der Achtsamkeitstherapie wie: MBCT, ACT und Selbstmitgefühl (self-compassion).

Literatur:

Stock, Christian, Achtsamkeitsmeditation, Trias Verlag, Stuttgart, 2012

Kabat-Zinn, Jon, Gesund durch Meditation, Knaur TB Verlag, München, 2011

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Abstract: Dr. phil. Elmira Marks / 17.07.2021

Psychodynamische Behandlung der Schizophrenie

Im Seminar werden die Psychodynamik der Schizophrenie und das psychotische Selbst erläutert.  Unter anderem wird auf die Besonderheiten therapeutischer Arbeit mit schizophrenen Patienten eingegangen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Übertragungs-Gegenübertragungs-Beziehungen im direkten Kontakt mit den infantilen psychotischen Anteilen des Patienten.

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Abstract: Prof. Dr. Corinna Grühn/ 17.07.2021

Berufsrecht und Berufsethik (Praxisseminar)

Das Seminar befasst sich mit den berufsrechtlichen und berufsethischen Grundlagen für psychologische PsychotherapeutInnen. Es werden die berufsrechtlichen Regelungen zum Zugang und zur Ausübung des Berufs behandelt (insbesondere die Berufsordnung für psychologische Psychotherapeuten und die sich daraus ergebenen Rechtsfragen). Zudem werden berufsethische Fragen und die vier Prinzipien der Medizinethik erarbeitet.

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Abstract: Dr. med. Barbara Rogmans / 23.07.2021

Diagnostik und Therapie der bipolaren Störung

In diesem Seminar sollen psychiatrische Kenntnisse vermittelt werden zur Symptomatik,  Diagnostik und Therapie der Bipolaren Störung. Hierbei geht es vor allem um praxisrelevantes Wissen für den psychotherapeutischen Alltag. Wie erkenne ich diese Erkrankung? Wie verläuft sie? Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht auf eine Bipolare Störung habe? Welches therapeutische Vorgehen ist sinnvoll? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Unterschiede in der stationären und ambulanten Behandlung?

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Abstract: Dr. Elmira Marks / 24.07.2021

Diagnostik und Therapie der paranoiden Persönlichkeitsstörung

Im Seminar werden sowohl Beschreibung und Charakteristika der Störung vermittelt als auch ihre Psychodynamik erläutert.  Des Weiteren werden Besonderheiten therapeutischer Arbeit dargelegt (die Ich-Syntonie der Störung, die Perspektive und die wichtigsten Abwehrmechanismen). Ein besonderes Augenmerk liegt auf der psychotherapeutischen Behandlung.

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Abstract: Dr. Brigitta Leuschner / 31.07.2021

Abwehrmechanismen

Nach einer Einführung des Abwehrbegriffs und seiner Unterscheidung zum "Widerstand" sollen unterschiedliche  Abwehrmechanismen anhand von Fallvignetten vorgestellt werden. Hierbei soll der Bezug zwischen Abwehr, Diagnose  und Struktur verdeutlicht werden. Je nach Zeitreserve wollen wir versuchen, herauszuarbeiten, wie sich die Abwehr des Patienten in der Gegenübertragung des Therapeuten abbildet und den Umgang mit der Abwehr in der Behandlung fokussieren.

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Abstract: Dr. med. Georg Driesch /07.08.2021 Teil 1 / 14.08.2021 Teil 2

Depression

Depressionen sind häufig. Sie treten als heterogene Gruppe auf: als Folge einer realen Belastung (Anpassungsstörung), als konfliktneurotische Störung (Dysthymie), bei depressiven Persönlichkeiten mit mittlerem Strukturniveau (z. B. narzisstisch-gekränkte Personen) oder auch als depressive Symptomatik bei Persönlichkeitsstörungen mit niedrigem Strukturniveau (Borderline-Störung).

Im Seminar werden: die Vielzahl der depressiven Symptome beschrieben, verschiedene  psychodynamische Erklärungskonzepte vorgestellt, und mögliche Therapien erläutert.

Als Lektüre vor dem Seminar wird empfohlen: S Freud (1916/1917) Trauer und Melancholie. GW Band 10, S 427-446.

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Abstract: Dipl.-Psych. Corinna Bartling /07.08.2021

Verkörperte Gegenübertragung – Therapeuten als Resonanzkörper

-Praxisseminar-

Körperliche Austauschprozesse treten grundsätzlich auch in rein verbalen Psycho-therapien auf, weil Beziehung nicht körperlos ist und sein kann. Neurobiologische Forschungsergebnisse bestätigen diese prä-reflexiven Austauschprozesse (Stichwort ‚Spiegelneurone‘). Auf dem Wege des körperlichen Dialogs nehmen unbewusste, abgespaltene und verdrängte Persönlichkeitsanteile unseres Gegenübers unmittelbar auf uns Einfluss. Somatische Resonanz geschieht über Stimme, Augenausdruck, Geruch, Körperspannung, Bewegungsabläufe, Haltung, Mimik.

Wir sind als TherapeutInnen „Resonanzkörper“ und müssen uns zur Erhaltung unserer empathischen Fähigkeiten, aber auch um uns vor den Gefahren der zu großen Ergriffenheit (Sekundär-Traumatisierung) zu bewahren, stets auch in unserem eigenen Körper zentrieren.

Mit der Einladung zu verschiedenen praktischen Übungen biete ich in diesem Seminar die Gelegenheit, körperliche Austauschprozesse zum Thema Resonanz, Kontakt-grenzen, Selbstzentrierung – die Möglichkeiten des therapeutischen Mitschwingens - im eigenen Leib zu erfahren. Zudem sollen die klassischen Konzepte der Übertragung und Gegenübertragung auf dem Hintergrund eines relationalen Ansatzes der Therapeut-Klient-Interaktion diskutiert und für die Reflexion von Therapieprozessen zur Verfügung gestellt werden.

Grundlage für die praktischen Übungen und die damit verbundene Selbsterfahrung zum Thema bildet die bioenergetische Analyse der Charakterstrukturen nach W. Reich und A. Lowen.

Für die Übungen bitte bequeme Kleidung tragen/mitbringen.

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Abstract:  Dr. med. Till M. Mendler / 20.08.2021

Grundlagen und Einführung in das Verfahren EMDR

Dieses Seminar möchte Ihnen einen ersten Einblick in die EMDR-Methode vermitteln.

EMDR gilt seit 2006 dank zahlreicher sehr ermutigender Studien als Goldstandard in der Traumatherapie. EMDR ist eine weltweit etablierte Methode, die 2014 auch durch den Bundesausschuss der Ärztekammern und Krankenkassen (GBA) als Behandlungsmethode für die Posttraumatische Belastungsstörung anerkannt wurde.

EMDR arbeitet ohne Tranceinduktion mit geführten Augenbewegungen, während der Patient belastendes Material imaginiert. Die Konfrontation mit dem belastenden Material wird dabei immer wieder von kurzen klärenden Sequenzen unterbrochen, sodass eine fraktionierte Bearbeitung möglich wird. Dazu werden Effekte einer rhythmischen links-rechts-Stimulation ebenso genutzt wie Parallelen zum REM-Schlaf und die Gleichzeitigkeit von Imagination und Verankerung in der Gegenwart.

Außerdem eignet sich EMDR dazu, positive Aspekte und Ressourcen zu verankern und zu vertiefen, was Sie im Seminar selbst ausprobieren und erfahren sollen.

Stärker als eine reine Gesprächstherapie arbeitet EMDR gleichwertig mit inneren Bildern, Kognitionen, Emotionen und Körperempfindungen. Das Seminar möchte Ihnen die Gelegenheit geben, sowohl die theoretischen Grundlagen dieser Therapiemethode kennen zu lernen als auch die Besonderheiten bezüglich der durch EMDR veränderten Beziehung zum Patienten zu reflektieren.

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Abstract: Dr. Elmira Marks / 21.08.2021

Pathologischer PC- und Internet-Gebrauch

Das Seminar beschäftigt sich mit den medienpsychologischen Grundlagen: Mediennutzung, virtuelle Realität, Kommunikationstheorien, Unterhaltungsfaktor, Beziehungsbildung und Identitätsentwicklung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der bindungspsychodynamischer Sichtweise sowie dem pathologischen PC- und Internet-Gebrauch als Störungsbild.

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Abstract: Dipl.-Psych. Corinna Bartling / 28.08.2021

Verkörperung der Grundkonflikte „Nähe und Bindung“

Abstract zum Praxisseminar: Die Verkörperung der Grundkonflikte „Nähe“ und „Bindung“

Welche körperlichen Empfindungen und Impulse, welche inneren Bilder, Gefühle oder Nicht-Gefühle und welche Bedeutungen für die Beziehung zu mir und zu anderen finden sich in den psychodynamischen Grundkonflikten?

Mit Beginn unseres Lebens gehen wir seelisch-körperlich in Kontakt. Beziehung findet im und mit dem Körper statt und ihre Erfahrungen sowie deren Bewältigung/Kompensation finden sich in körperlichen Strukturen und seelisch-körperlichem Erleben oder Nicht-Erleben wieder.

Um uns selbst und unsere Patient*innen im Fühlen und Handeln besser verstehen und Verständnis haben zu können, möchte ich mit Ihnen in körperbezogen-bioenergetischer Selbsterfahrung die möglichen Empfindungen, Impulse, Bilder, Gefühle und Bedeutungen der jeweiligen Grundkonflikte spürbar machen und Anregungen zu Lösungen der Spannung in Körper und Seele anbieten.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit dem „Grundkonflikt der Nähe“ und dem „(depressiven) Grundkonflikt der Bindung“, deren Entsprechung sich in der Lehre der Bioenergetischen Analyse nach A. Lowen und ihrer modernen Weiterentwicklung in der schizoiden und der oralen Charakterstruktur wiederfindet.

Eine Fortsetzung des Seminars findet am 30.05.2020 zu den Grundkonflikten „Autonomie“ und „Selbstwert“ statt.

Für die Übungen bitte bequeme Kleidung tragen/mitbringen.

Literaturanregungen:

„Körperausdruck und Persönlichkeit“, Alexander Lowen MD, 1981 Goldmann-Verlag;

„Das Labyrinth der 5 Charakterstrukturen“, Reinhold Dietrich, 1999 Verlag Dietrich;

„Bend into shape“ Vincentia Schröter und Barbara Thomson, 2018 Psychosozial-Verlag

„Sprache ohne Worte“ Peter A. Levine, 2010 Kösel-Verlag, S. 178ff ;

„Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik“ Gerd Rudolf, 2000 Thieme-Verlag;

„Handbuch Psychotherapie-Antrag“ Ingo Jungclaussen, 2013 Schattauer-Verlag.

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Abstract: Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein / 03.09.2021 & 04.09.2021

Szenisches Verstehen 1 & 2

Innerhalb einer  Therapiestunde wird gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen „gesendet“.

Das Verständnis der Interaktionsprozesse verhilft zu einer klareren Wahrnehmung relevanter Inhalte, wobei Therapeut und Patient sich wechselseitig in Szenen einbinden.

Szenisches Verstehen ist ein wichtiger Zugangsweg für die Identifikation und Beschreibung des Übertragungsgeschehens. Somit ist diese Technik gleichermaßen hilfreich für die Diagnostik und die Therapieplanung. Die Methode hilft Patienten besser zu Verstehen, besonders an den Stellen wo diese sich selbst nicht verstehen.

Wir stehen dabei nicht in „beschaulicher“ Distanz zum Patienten, sondern lassen uns auf die Handlungsdialoge des Patienten ein.  Folgende Fragestellungen können dabei für den therapeutischen Prozess leitend sein:

Wie wirken Therapeut und Patient aufeinander und zusammen?

Welche Verlaufsform nimmt das gemeinsame Wirkgeschehen?

Wiederholungen , Variationen , Eskalationen…

Wo liegen die Dreh und Angelpunkte seelischer Wandlung?

In diesem zweitägigen Seminar gibt es Platz für Rollenspiele und eigenes Fallmaterial.

Literatur: Günther Heisterkamp , Basales Verstehen. Aus der Reihe Leben lernen, Klett Cotta Band 154, Handlungsdialoge in Psychotherapie und Psychoanalyse

Hermann Argelander Das Erstinterview in der Psychotherapie

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Abstract: Dr. med. Barbara Rogmans / 10.09.2021

Sucht und Abhängigkeitserkrankungen

In diesem Seminar sollen grundlegende psychiatrische praxisrelevante Kenntnisse vermittelt werden zum Thema Suchterkrankungen. Was sind Kriterien der Sucht? Wie unterscheidet man Abhängigkeit von erhöhtem Konsum oder Missbrauch? Einteilung der Suchterkrankungen nach dem ICD 10. Ätiologie und Epidemiologie von Abhängigkeitserkrankungen. Wie motiviere ich zu einer Behandlung? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Umgang mit Suchtmittelkonsum während einer laufenden Psychotherapie?

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Abstract: Dr. med. Georg Driesch / 11.09.2021

Narzissmus - vom Mythos der Antike zur klinischen Diagnose und Psychotherapie

Der Begriff „Narzissmus“ ist verwirrend und bezeichnet auch heute noch völlig unterschiedliche Dinge: eine entwicklungspsychologische Phase, ein normalpsychologisches Phänomen, eine sexuelle Perversion, oder ein klinisches Phänomen. Im Seminar werden die Begriffsgeschichte erläutert, die klinischen Störungsbilder beschrieben, die entwicklungspsychologischen Grundlagen vermittelt und die Möglichkeiten der psychotherapeutischen Behandlung diskutiert. Das Seminar richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene.

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Abstract: Dipl.-Psych. Björn Grebe / 18.09.2021

Einführung in die systemische Therapie

In der Veranstaltung sollen die wesentlichen Grundannahmen systemischer Therapie vermittelt werden. Es sollen deren Auswirkungen auf das therapeutische Handeln an Hand praktischer Übungen demonstriert werden. Darauf aufbauend sollen grundlegende systemische Gesprächstechniken- und elemente vorgestellt und von den Teilnehmern ausprobiert werden können. Ziel der Veranstaltung ist es die Reflexion therapeutischer Prozesse aus systemischer Perspektive zu fördern und das eigene therapeutische Handwerkszeug zu erweitern.

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Abstract: Dipl.-Psych. Corinna Bartling / 09.10.2021

Verkörperung der Grundkonflikte „Autonomie und Selbstwert“

Welche körperlichen Empfindungen und Impulse, welche inneren Bilder, Gefühle oder Nicht-Gefühle und welche Bedeutungen für die Beziehung zu mir und zu anderen finden sich in den psychodynamischen Grundkonflikten?

Mit Beginn unseres Lebens gehen wir seelisch-körperlich in Kontakt. Beziehung findet im und mit dem Körper statt und ihre Erfahrungen sowie deren Bewältigung/Kompensation finden sich in körperlichen Strukturen und seelisch-körperlichem Erleben oder Nicht-Erleben wieder.

Um uns selbst und unsere Patient*innen im Fühlen und Handeln besser verstehen und Verständnis haben zu können, möchte ich mit Ihnen in körperbezogen-bioenergetischer Selbsterfahrung die möglichen Empfindungen, Impulse, Bilder, Gefühle und Bedeutungen der jeweiligen Grundkonflikte spürbar machen und Anregungen zu Lösungen der Spannung in Körper und Seele anbieten.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit dem „Grundkonflikt der Autonomie“ und dem „Selbstwertkonflikt“, deren Entsprechung sich in der Lehre der Bioenergetischen Analyse nach A. Lowen und ihrer modernen Weiterentwicklung in der masochistischen, narzisstisch-psychopathischen und rigiden Charakterstruktur wiederfindet.

Für die Übungen bitte bequeme Kleidung tragen/mitbringen.

Literaturanregungen:

„Körperausdruck und Persönlichkeit“, Alexander Lowen MD, 1981 Goldmann-Verlag;

„Das Labyrinth der 5 Charakterstrukturen“, Reinhold Dietrich, 1999 Verlag Dietrich;

„Bend into shape“ Vincentia Schröter und Barbara Thomson, 2018 Psychosozial-Verlag

„Sprache ohne Worte“ Peter A. Levine, 2010 Kösel-Verlag, S. 178ff ;

„Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik“ Gerd Rudolf, 2000 Thieme-Verlag;

„Handbuch Psychotherapie-Antrag“ Ingo Jungclaussen, 2013 Schattauer-Verlag.

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Abstract: Dr. med. Christian Stock / 22.10.2021

Kasuistik (in der p.T.1 & p.T.2)

Hierbei handelt es sich um ein intensives Fallseminar. Sie bringen Ihre persönlichen („kniffligen“) Behandlungsfälle mit und wir explorieren zusammen: Die Diagnosen (körperlich und seelisch), den psychopathologischen Befund,  die verschiedenen Therapiephasen, den Beziehungsaufbau, die Interaktion (Übertragung/Gegenübertragung), Therapieziele (beruflich und privat), die Systemik des familiären Umfeldes, Probleme im Job, Therapievoraussetzungen (schlechte und gute), eine Therapieprognose, den Antrag, den Behandlungsbericht, Entlassungsbriefe, Stellungnahmen an Kostenträger, Widerstand und Abwehr, Interventionstechniken (klären, deuten, konfrontieren), die Struktur des Patienten und sein Strukturniveau, und vieles, vieles mehr. Wir bemühen uns gemeinsam, ähnlich einer Supervision, in die Tiefe der jeweiligen Fälle einzutauchen und Behandlungsimpulse für die Weiterbehandlung zu geben.

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Abstract: Dipl.-Psych. Christiane Sanders / 30.10.2021

„Die Arbeit am Selbst“

Das Seminar soll das Verständnis für das Selbsterleben und die Selbstrepräsentanzen des Pat. erweitern. Durch die Lebensgeschichte hindurch verwandeln sich natürlich die Selbstaspekte. Sie werden nachhaltig durch die frühen Lebenserfahrungen geprägt, u.a. aus den Zuschreibungen der Bezugspersonen kreiert und bedingen das jeweilige Identitätsgefühl. Welche Ziele verfolgt werden und welchen Idealen nachgeeifert wird, ist vom Selbsterleben abhängig. Je mehr jemand weiß, was er braucht, umso mehr weiß er auch, wer er ist. Therapie kann als Begleitung in der Weise verstanden werden, dass das „Falsche Selbst“ und „Selbst-Verfehlungen“ identifiziert werden und eine Verwandlung hin zu vermehrter „Selbst-Wahrnehmung“, „Selbst-Findung“, höherem „Selbst-Wertgefühl“ und verstärkter „Selbst-Vertretung“ unterstützt wird. In diesem Zusammenhang möchte ich Funktionsmerkmale des Selbst nach Julius Kuhl vorstellen, der in Jahrzehnte langer Forschungsarbeit die Fähigkeiten des Selbst auch für den praktischen therapeutischen Zugriff verdeutlicht hat. Ich nenne hier beispielhaft die Körper- und Gefühlseinbindung, die Affektregulation und die Fähigkeit Gefühle innerer Sicherheit zu kreieren.

Die Seminararbeit ist selbsterfahrungsorientiert. Zum Einsatz kommen konkrete Bilder und  Gegenstände aus der Symbolarbeit, mithilfe derer Selbstaspekte inszeniert werden können. Dies kann anhand von eigenen Themen geschehen, oder auch durch Fallbeispiele von Patienten erarbeitet werden. In Kleingruppen besteht die Möglichkeit eigene Erfahrungen zu machen, die Theorievermittlung ist eingebettet in den konkreten Prozess des Seminars. Geeignet ist das Seminar für tiefenpsychologisch orientierte Kollegen, die an einer praxisorientierten Seminararbeit interessiert sind.

Literatur:

Lutz Rosenberg: Wege zu den Quellen der Lebendigkeit, Lehrbuch der tiefenpsychologischen Psychotherapie, Kap. 27.

Maria-Elisabeth und Gerhard Wollschläger: Der Schwan und die Spinne, Das konkret Symbol  Diagnostik und Psychotherapie

Maja Storch, Julius Kuhl: Die Kraft aus dem Selbst, sieben „Psychogyms“ für das Unbewusste, Hogrefe  Verlagsgruppe

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Abstract: Dr. med. Georg Driesch / 01.11.2021

Therapeutische Techniken

In diesem Seminar geht es nicht um die sorgfältige Bestimmung des Ausgangspunktes (Diagnostik des Patienten: ICD, OPD).

Es geht auch nicht um das angestrebte Ziel der Therapie: Therapiefokus des Therapeuten und Ziele des Patienten.

Es geht um den Weg, d.h. um die Therapie selbst. Was ist wirklich hilfreich für unsere Patienten, die Therapieziele zu erreichen und den Fokus zu bearbeiten. Wie kann ich die therapeutischen Techniken benennen und wann wende ich diese an?"

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Abstract: Dr. med. Christian Stock / 05.11.2021

Das psychodynamische Erstgespräch

Im Erstgespräch treffen die Welt des Therapeuten und die Welt des Patienten aufeinander. Der eine ist Spiegel, der andere wird gespiegelt und weiß nicht, was auf ihn zukommt. Aber auch der Therapeut weiß trotz seiner Erfahrung nicht, welche Welt er diesmal betritt und wird immer wieder überrascht.  Der Patient erfährt sich selbst in der Reflektion, etwas, was er bis dahin noch nie gemacht hat. Geht er in die Regression. oder macht er dabei Fortschritte? Unweigerlich entsteht eine Bindung und eine Beziehung (oder auch nicht), die den Anspruch hat, „korrigierend“ zu sein und anders als bisherige Beziehungserfahrungen abzulaufen („szenischer Verlauf“). Manche Autoren sprechen sogar vom „Reparenting“. Und neben der verbalen Kontaktaufnahme passiert ganz viel auf der nonverbalen Ebene unter der Bewußtseinsschwelle (auch das muß der Therapeut im Auge behalten). Die Aufmerksamkeit des Patienten wird nach innen gelenkt, anders als sonst, wo sie eher nach aussen gerichtet ist. Der Therapeut muß sachliche Daten erheben („objektiv“), aber auch widersprüchliche und neurotische Verhaltensweisen („subjektiv“) bewußt machen, hinterfragen und verstehen. Er fungiert vielleicht als Hilfs-Ich, vielleicht muß er auch nur ordnen und sortieren. Es findet eine Art Tanz statt. Der Therapeut führt und wird geführt, er muß seine professionelle Rolle wahren und dennoch die Freiheit des Patienten respektieren. Letztendlich findet also ein Kontakt auf mehreren Ebenen statt mit offenem Ausgang.

Im Erstinterview werden somit die Weichen gestellt für ein gutes Gelingen einer Therapie. Das Seminar will die verschiedenen Facetten beleuchten und ergründen, die sich dabei ergeben: Wie geschieht die Beziehungsgestaltung? Wie ist das Strukturniveau des Patienten auf den ersten Blick? Wie sind die Therapievoraussetzungen (günstig oder ungünstig)? Wie geht der Therapeut mit Widerständen um? Was wären „vernünftige“ und „unvernünftige“ Therapieziele und wo liegt orientierend der Konflikt des Patienten? Was ist überhaupt der Auftrag (explizit und implizit?) Wie schwer ist die Störung? Wie die Prognose? Wann wird konfrontiert, wann geklärt, wann gedeutet? Wie ist gutes Timing zu verstehen? Welche Fragen stellt man? Welche Fragen lässt man sich stellen? Welche Fragen stellt man nicht, oder erst später? Welche organischen und psychiatrischen Krankheiten müssen berücksichtigt werden? Welche Ressourcen hat der Patient (Psychosoziales Umfeld)? Wann lehne ich einen Fall ab? Wie mache ich die Behandlungsplanung?

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Abstract: Dr. med. Georg Driesch 12.11./13.11.2021

Diagnostik & Therapie von Angststörungen

Ängste hat jeder Mensch, Ängste kennt jeder Mensch. Sie gehören zur „natürlichen Disposition des Menschen“ (Bowlby). Klinisch pathologisch relevant werden Ängste, die zu den häufigsten psychischen Erkrankungen zählen, wenn sie zu stark oder seltener, wenn sie zu schwach ausgeprägt sind. Im Seminar werden die aktuelle Klassifikation der Angststörungen (ICD-10) psychodynamische Angstmodelle und spezifische psychodynamische Therapiemöglichkeiten vorgestellt. Das Seminar richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene.

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Abstract: Dipl.-Psych. Julia Drever / Dipl.-Psych. Kerstin Friedrich /13.11.2021

Scham: Psychodynamische Aspekte eines ungeliebten Gefühls

Scham ist kulturübergreifend, kommt überall vor. Das Schamempfinden ist angeboren. Wofür wir uns schämen, ist kulturgebunden. Scham ist ein Gefühl, das besonders viel mit Selbsterkenntnis (Selbstbeobachtung, Selbstbewusstsein, Selbstgefühl) zu tun hat. Wenn Menschen sich schämen, sinkt der Wert, den sie der eigenen Person zuschreiben - das Selbstwertgefühl wird gekränkt.

Zunächst wird auf theoretische Aspekte eingegangen, im zweiten Teil sind Fallvignetten als Arbeitsmaterial erwünscht.

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Abstract: Hans -Georg Rehm  / 27.11.2021

Mögliche psychische Auswirkungen des zweiten Weltkriegs und seine Bedeutung für die Psychotherapie

Der zweite Weltkrieg ist an den davon betroffenen Menschen in der Regel nicht spurlos vorübergegangen. Menschen sind zu Tätern, zu Opfer oder beidem geworden. Kriegs- und Nachkriegserfahrungen können Einfluss auf die psychische Befindlichkeit, Gesundheit und Beziehungsverhalten gehabt haben. Es kann die familiäre Atmosphäre, den Umgang miteinander, familiäre Überzeugungen beeinflusst haben. Oft wurde darüber wenig oder nicht gesprochen. Die möglichen Nachwirkungen der Kriegs- und Nachkriegserfahrungen können bis in die Generation der heute 20ig bis 40ig-jährigen Menschen hineinwirken.

In dem Seminar soll Wissen über die möglichen psychischen Auswirkungen des zweiten Weltkriegs vermittelt werden. In Zweiergruppen soll wechselseitig die Familiengeschichte mit Berücksichtigung des Zweiten Weltkriegs erfragt werden. Die Ergebnisse bzw. Erfahrungen sollen in der Gruppe zusammengetragen werden. Ableitungen für die eigene therapeutische Praxis sollen gemeinsam erarbeitet bzw. erschlossen werden.

Voraussetzung für das Seminar ist vorab die Bearbeitung der angehängten Fragen über die eigene Familiengeschichte.

Der Seminarleiter arbeitet in einer psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene. Seit mehreren Jahren erhebt er die Anamnese unter besonderer Berücksichtigung des Zweiten Weltkriegs. Für die therapeutische Arbeit erwies sich das insgesamt als sehr hilfreich.

Fragen, die von jeder Teilnehmerin, jedem Teilnehmer vorab geklärt werden sollen

Von folgenden Personen sollen Geburts- und Sterbedatum, Geburtsort, wo aufgewachsen unter welchen Bedingungen und wie das Bindungsverhalten von den Erwachsenen zu den Kinder war (war Körperkontakt möglich, wurden die Kinder geschlagen) soweit wie möglich erfragt werden: 

Eltern, Großeltern, wenn möglich auch Urgroßeltern (bei allen wenn möglich auch erfragen wie viele Geschwister, wer psychisch erkrankt, wer im oder durch den Krieg verstorben, vermisst)

Im Besonderen soll bei den Angehörigen, die zwischen 1933-1945 gelebt haben, erfragt bzw. herausgefunden werden, wo sie während des zweiten Weltkriegs waren, was sie gemacht haben, wie sie zu dem Nationalsozialsmus gestanden haben....

Wenn sie in der Wehrmacht gewesen sind, welchen Dienstgrad hatten sie, in welchen Ländern sind sie gewesen, was haben sie genau gemacht? Waren sie nach dem Krieg in Kriegsgefangenschaft und wenn ja wo (soweit das noch möglich ist herauszufinden)?

Bei den Angehörigen, die zwischen 1945 und 1955 geboren sind.

Wo haben sie unter welchen Bedingungen gelebt? Was, wen hat die Familie durch den Krieg verloren? Wie war der familiäre Umgang mit dem Krieg, dem Nationalsozialsmus? Gab es Familienangehörige, die Fluchterfahrungen haben, die Flüchtlinge waren?

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Abstracts 1. Halbjahr 2021

08.01. und 19.02. Psychiatrische Krankheitslehre (Seminar in zwei Teilen)

Dr. Barbara Rogmans

Affektive Störungen

In diesem Seminar sollen psychiatrische Kenntnisse vermittelt werden zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie von affektiven Störungen inklusive bipolarer Störungen. Hierbei geht es vor allem um praxisrelevantes Wissen für den psychotherapeutischen Alltag. Wie erkenne ich diese Erkrankungen? Wie verlaufen sie? Wie kann ich sie voneinander abgrenzen? Welches therapeutische Vorgehen ist sinnvoll? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Unterschiede in der stationären und ambulanten Behandlung?“

Neben der Theorie wird es darum gehen sich an exemplarischen Fallbeispielen den therapeutischen Alltag im Umgang mit diesen Erkrankungen klar zu machen.

Schizophrene Erkrankungen

In diesem Seminar sollen psychiatrische Kenntnisse vermittelt werden zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie von schizophrenen Erkrankungen. Hierbei geht es vor allem um praxisrelevantes Wissen für den psychotherapeutischen Alltag. Wie erkenne ich diese Erkrankungen? Wie verlaufen sie? Wie kann ich sie voneinander abgrenzen? Welches therapeutische Vorgehen ist sinnvoll? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Unterschiede in der stationären und ambulanten Behandlung? Worauf muss man achten in der Behandlung schizophrener Patienten?

Einführung Sucht und Abhängigkeitserkrankungen

In diesem Seminar sollen psychiatrische Kenntnisse vermittelt werden zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie von Abhängigkeitserkrankungen. Hierbei geht es vor allem um praxisrelevantes Wissen für den psychotherapeutischen Alltag. Wie erkenne ich diese Erkrankungen? Wo hört Missbrauch auf und fängt Abhängigkeit an? Wie verlaufen sie? Wie kann ich sie voneinander abgrenzen? Welches therapeutische Vorgehen ist sinnvoll? Wie motiviere ich zu einer Behandlung? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Unterschiede in der stationären und ambulanten Behandlung? Medikamentöse Therapie? Worauf muss man achten in der Behandlung abhängiger Patienten? Umgang mit Coabhängigkeit?

 

09.01.2021 Therapiefallen und Fallstricke in der psychotherapeutischen Behandlung

Dr. phil. Elmira Marks

Das Seminar gibt den Überblick über das juristisches Backgroundwissen (für nicht Juristen) und über die relevanten Hinweise zur Anerkennung der Abrechnung psychotherapeutischer Leistungen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Therapiefallen – Patienten- und Therapeutenfallen, sowie konkreten Fallbeispielen aus der Praxis.

 

10.01. Prüfungsvorbereitung: Berufsethik und Berufsrecht 

Prof. Dr. Corinna Grühn

Dieses Seminar dient der  Prüfungsvorbereitung für den Bereich Berufsethik und Berufsrecht. Die in den vorhergehenden rechtlichen Seminaren erworbenen Kenntnisse werden wiederholt und vertieft. Themen werden entsprechend die rechtlichen Grundlagen für die Ausübung der Tätigkeit als psychologischer Psychotherapeut bzw. -therapeutin sein, die Organisationsstrukturen und das sozialtstaatliche System.  Methodisch wird im Plenum, in Kleingruppenarbeit bzw. Einzelarbeit  der Prüfungsgegenstand erschlossen.

 

15./16.01. Sexuelle Gewalt und Komplextraumatisierung. Behandlungstechnik: Modifizierte Psychoanalytische Behandlung- Grenzziehung zur TP

Dipl.-Psych. et. Theol. Eva-Maria Einig

In diesem Seminar werden vorgestellt:

1.       Begrifflichkeit zur sexuellen Traumatisierung

2.       Diagnostische Unterscheidung PTBS und KTBS

3.       Psychodynamische Aspekte der sexuellen Traumatisierung

4.       Behandlungsplanung und Kasuistik einer Komplextraumatisierung

Literaturhinweis:

  • Barwinski, Rosemarie: Steuerungsprozesse in der psychodynamischen Traumatherapie ,Klett-Cotta, 2020
  • U. Sachsse: Traumazentrierte Psychotherapie: Theorie, Klinik und Praxis, Schattauer,2018

 

16.01. Psychosomatische Krankheitslehre

Dr. med. Georg Driesch

Die Risikofaktoren für das Psychisch-Krank-Werden sind bekannt. Neben genetischen Faktoren sind es vor allem psychosoziale Belastungen der Kindheit (siehe ACE-Studie), die zur Entstehung psychischer Krankheiten führen.

„Zwischen“ den Risikofaktoren (Ätiologie) und der Krankheit selbst steht die Pathogenese oder Psychodynamik.

In diesem Theorie-Seminar zur Krankheitslehre sollen Theorien dargestellt werden, mit denen man den intrapsychischen Prozess der Krankheitsentstehung zu erklären versucht.

 

22.01. Projektive Testverfahren

 Dipl.-Psych. Peter Binert

„Papa ist ein Elefant“

In dem Seminar soll in aktiven Übungen ein Einblick in die Durchführung und Wirkung von projektiven Verfahren gegeben werden. Hierbei werden sowohl interaktive Verfahren vorgestellt, an denen Therapeut und Patient teilnehmen als auch Verfahren, die nur vom Patienten alleine durchgeführt werden. Diese Form der Diagnostik bietet sich für alle Altersgruppen an und kann somit in der Kindertherapie wie auch in der Erwachsenenbehandlung von Bedeutung sein.

Vorgestellt werden:

–        Familie in Tieren

–        Der Schnörkeltest von Winnicott

–        TAT (Thematischer Apperceptionstest)

–        Der Sceno-Test

Es wäre gut, wenn die Teilnehmer Buntstifte mitbringen

 

22./23.01. Einführung in die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik

Dr. med. Marco Wrenger

Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD-2) stellt ein valides, reliables und mittlerweile breitflächig angewandtes Instrument zur psychodynamischen Diagnostik dar und ergänzt die phänomenologischen Klassifikationssysteme psychischer Störungen (ICD-10 und DSM) um für die psychodynamische Betrachtungsweise unverzichtbare Aspekte. Auf insgesamt vier Achsen beschreibt die OPD-2 Krankheits- und Behandlungsvoraussetzungen, dysfunktionale Beziehungsmuster, neurotische Konflikte und die Integrität der psychischen Struktur anhand operationalisierter Kriterien, geleitet durch ein Manual. Grundlage für die Diagnostik ist ein spezifisches Interview mit dem Patienten/ der Patientin.  Die Erkenntnisse der OPD-2 lassen sich für die Diagnostik, die Behandlungsplanung und die Verlaufsevaluation einsetzen. Zudem bietet die OPD-2 viele Möglichkeiten hinsichtlich der Antragsstellung im Rahmen der Richtlinientherapie oder im Rahmen von Begutachtungen.

Das Seminar bietet am Freitag eine grundlegende Einführung in die Achsen der OPD-2 und die Anwendung des Manuals. Am Samstag erfolgt eine Vertiefung und Anwendungsübung anhand eines Patienteninterviews auf Video.

Neueinsteiger müssen am Freitag teilnehmen, um am Samstag dem Anwendungsbeispiel folgen zu können. TeilnehmerInnen, die bereits im letzten Jahr eine Einführung in die OPD-2 erhalten haben, können auch ausschließlich den Samstagstermin wahrnehmen.

Der Dozent ist Mitglied des Arbeitskreises OPD und Trainer und Supervisor für die OPD-2. Arbeitsgrundlage ist das OPD-2 Manual (Huber-Verlag). TeilnehmerInnen, die das Manual nicht besitzen, können dennoch teilnehmen, Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

 

23.01. Prüfungsvorbereitungsseminar Verhaltenstherapie

Dipl.-Psych. Meike Schröder

Im   Prüfungsvorbereitungsseminar Verhaltenstherapie werden   die   Grundbegriffe   und   Konzepte   der   kognitiven Verhaltenstherapie sowie daraus resultierende Annahmen zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen wiederholt. Aus diesen ergeben sich auch die Ansatzpunkte der verhaltenstherapeutischen Therapieverfahren. Schwerpunkte werden dabei auf die bisher in den Prüfungen gefragten Inhalte und relevanten Begriffe gelegt. So soll es möglich werden, die verhaltenstherapeutischen IMPP-Fragen zu verstehen und zutreffend zu beantworten. Wir werden es dabei leider nicht schaffen, alle Inhalte in der Tiefe zu behandeln oder für unsere tägliche Praxis anwendbar zu machen. Ziel ist aber, wichtige Fragen der TeilnehmerInnen zu klären und sicherheitsgebende Herangehensweisen für die Prüfung zu entwickeln. Daher werden nach einem Theorieblock auch prüfungsrelevante Fragen bearbeitet und die Antworten besprochen. Vorkenntnisse in Verhaltenstherapie sind dabei hilfreich.

Zur Prüfungsvorbereitung und bei Bedarf auch Wiederholung vor dem Seminar empfiehlt sich zum Beispiel „Das Repetitorium: Lehr- und Lernbuch für die schriftlichen   Abschlussprüfungen   zum   Psychologischen   Psychotherapeuten   und   zum   Kinder-   und Jugendlichenpsychotherapeuten“ von Kandale & Rugenstein, DPV, 2017.

Ob das Seminar vor Ort stattfinden kann oder per Zoom durchgeführt werden muss, wird sich zu Beginn des Jahres vor dem Hintergrund der pandemischen Lage und den dann geltenden rechtlichen Bedingungen zeigen.

29./30. Vom Erstinterview bis zur Behandlungsplanung

Dipl.-Psych. et.Theol. Werner Einig

Der Schwerpunkt des ersten Teils liegt auf der Einstellung im Erstgespräch und den nötigen Anpassungen an den Patienten, die wertvolle diagnostische Fragestellungen generieren können, die dann gleich überprüft werden können. Ferner geht es um die Auswahl des biographischen Materials für die Psychodynamik und Übungen zu deren Fomulierung. Schließlich soll der Diskussion der Differential-Indikation Raum (Formen der TP und AP) gegeben werden. Im letzten Schwerpunkt sollen die Informationen und Hypothesen zusammengeführt werden in einer Behandlungs“planung“.

 

30.01. Prüfungsvorbereitung: Diagnose nach ICD-10 und psychopathologischer Befund

Dipl.-Psych. Kathrin Glaesener

Das Seminar richtet sich an AusbildungskollegInnen, die sich auf die schriftliche Approbationsprüfung vorbereiten wollen. Sie werden einen Überblick bekommen über die Themenbereiche "Psychischer Befund" und ICD-Diagnosen der Kapitel F0-F7. Ich werde den Fokus darauf legen, Ihnen Prüfungswissen aufbauend auf Ihrem sowieso schon bestehenden Wissen über Diagnosestellung im klinischen Alltag zu vermitteln. Bitte bringen Sie ihr ICD-10 mit - egal ob rot oder blau.

 

05.02. Psychopharmakologie I – Antidepressiva und  Stimmungsstabilisatoren

Dr. Barbara Rogmans

Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Antidepressiva und Stimmungsstabilisatoren. Wir besprechen ihre Klassifikation, ihre Wirkmechanismen, Grundlagen der Pharmakokinetik, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen. Welche Erkrankungen können mit Antidepressiva und Stimmungsstabilisatoren behandelt werden? Wonach wählt man ein Präparat aus? Wie dosiert man? Wie kombiniert man? Was tut man, wenn das Medikament nicht ausreichend wirkt? Ab wann sind Wirkungen und Nebenwirkungen zu erwarten? Welches Medikament ist für wen geeignet bzw. kontraindiziert? Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Substanzgruppen? Welche Darreichungsform ist wann sinnvoll (Tabletten, Tropfen, Spritze, Depotmedikament). Was ist ein sinnvolles Nebenwirkungsmanagement?

Hierbei geht es um praxisrelevantes Wissen für Sie als Psychologischer Psychotherapeut. Strategien und Prinzipien der Behandlung werden an zahlreichen Fallbeispielen verdeutlicht.

 

12.02. Einführung in die Entwicklungspsychologie

Dr. med. Georg Driesch

Es ist ein Verdienst der Psychoanalyse, die Bedeutung der Kindheit für das psychische Erleben und Verhalten von Erwachsenen hervorgehobenen zu haben. „Die Idee einer bedeutsamen Vergangenheit ist das Alpha und Omega der Psychoanalyse. Ihr gesamtes begriffliches Grundgerüst […] ist ohne Bezug auf die Vergangenheit nicht denkbar.“ (Dornes M, 2004, S. 149). Andererseits wurde ihr diese „Kindheitslastigkeit“ immer wieder vorgeworfen. Doch was genau findet zwischen der Geburt und dem 18. Lebensjahr statt? Und endet die Entwicklungspsychologie mit dem Erwachsenwerden? Welche Theorien gibt es zur Entwicklungspsychologie? Wie immer beginnen wir mit Sigmund Freud und seiner Phasentheorie (oral, anal, …) und wenden uns dann anderen Theorien zu. Wichtig ist die Verbindung vom Hier und Jetzt des Erwachsenen als Patienten und dem Dort und Damals seiner Beziehungserfahrungen als Kind.

 

13.02. Prüfungsvorbereitung Tiefenpsychologisch fundierte und Analytische Psychotherapie

Dipl.-Psych. Kathrin Glaesener

Das Seminar richtet sich an AusbildungskollenInnen, die sich auf die schriftliche Approbationsprüfung vorbereiten wollen. Wir werden die theoretischen Grundlagen der psychodynamischen Verfahren prüfungsrelevant erarbeiten. Dazu gehören die unterschiedlichen analytischen Schulen sowie deren zentrale Konzepte, außerdem Diagnostik und Behandlungstechnik.

 

13.02. Das Spezifische der Psychoedukation in der psychotherapeutischen Behandlung

Dr. phil Elmira Marks

Im Rahmen des Seminars wird das Spezifische in der Psychoedukation  aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Die Psychoedukation ist keine reine Informationsweitergabe vom Experten an den Patienten, viel mehr eine Konstruktion aus interaktiver Informationsvermittlung und emotionaler Entlastung. Neben den basalen Grundkenntnissen der Wirkfaktoren der Psychoedukation werden konkrete Empfehlungen zur edukativen Arbeit mit verschiedenen psychischen Störungen dargestellt.

 

19./20.02. Der Übergang von der KZT in die Langzeittherapie

Dipl. Psych. et Theol. Eva-Maria Einig

Anhand von Kasuistiken der Teilnehmer*innen wollen wir anhand der Entwicklung der bisherigen KZT die Übertragung-Gegenübertragung, die Struktur u.a. genauer anschauen. Dabei werden wir die Indikation für eine TP oder (modifizierte) analytische Behandlung stellen und über Modalitäten der Behandlung sprechen.

Eine Teilnehmerin hat sich bereiterklärt ein Impulsreferat zum Thema „Interventionstechniken“ zu halten, wobei sie ein Buch von Cabaniss: Psychodynamic Psychotherapy zu Grunde legen wird.

 

Es wird ausdrücklich darum gebeten, Kasuistiken vorher anzumelden. Ich werde 4 Fälle, in der Reihenfolge ihres Einganges berücksichtigen. Dabei ist dies eine besondere Möglichkeit der Supervision für Ihre Arbeit.

Literaturempfehlungen: Rudolf,G.: Psychodynamische Psychotherapie. Die Arbeit an Konflikt, Struktur und Trauma. Schattauer 2014

Weitere Literatur im Seminar

 

20.02. Verkörperte Gegenübertragung – Therapeuten als Resonanzkörper

Dipl.-Psych. Corinna Bartling

-Praxisseminar-

Körperliche Austauschprozesse treten grundsätzlich auch in rein verbalen Psycho-therapien auf, weil Beziehung nicht körperlos ist und sein kann. Neurobiologische Forschungsergebnisse bestätigen diese prä-reflexiven Austauschprozesse (Stichwort ‚Spiegelneurone‘). Auf dem Wege des körperlichen Dialogs nehmen unbewusste, abgespaltene und verdrängte Persönlichkeitsanteile unseres Gegenübers unmittelbar auf uns Einfluss. Somatische Resonanz geschieht über Stimme, Augenausdruck, Geruch, Körperspannung, Bewegungsabläufe, Haltung, Mimik.

Wir sind als TherapeutInnen „Resonanzkörper“ und müssen uns zur Erhaltung unserer empathischen Fähigkeiten, aber auch um uns vor den Gefahren der zu großen Ergriffenheit (Sekundär-Traumatisierung) zu bewahren, stets auch in unserem eigenen Körper zentrieren.

Mit der Einladung zu verschiedenen praktischen Übungen biete ich in diesem Seminar die Gelegenheit, körperliche Austauschprozesse zum Thema Resonanz, Kontakt-grenzen, Selbstzentrierung – die Möglichkeiten des therapeutischen Mitschwingens - im eigenen Leib zu erfahren. Zudem sollen die klassischen Konzepte der Übertragung und Gegenübertragung auf dem Hintergrund eines relationalen Ansatzes der Therapeut-Klient-Interaktion diskutiert und für die Reflexion von Therapieprozessen zur Verfügung gestellt werden.

Grundlage für die praktischen Übungen und die damit verbundene Selbsterfahrung zum Thema bildet die bioenergetische Analyse der Charakterstrukturen nach W. Reich und A. Lowen.

Für die Übungen bitte bequeme Kleidung tragen/mitbringen.

 

26.02. Psychopharmakologie II – Neuroleptika, Anxiolytika und Hypnotika

Dr. Barbara Rogmans

 

Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Neuroleptika, Anxiolytika und Hypnotika. Wir besprechen ihre Klassifikation, ihre Wirkmechanismen, Grundlagen der Pharmakokinetik, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen. Welche Erkrankungen können mit ihnen behandelt werden? Wonach wählt man ein Präparat aus? Wie dosiert man? Wie kombiniert man? Was tut man, wenn das Medikament nicht ausreichend wirkt? Ab wann sind Wirkungen und Nebenwirkungen zu erwarten? Welches Medikament ist für wen geeignet bzw. kontraindiziert? Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Substanzgruppen? Welche Darreichungsform ist wann sinnvoll (Tabletten, Tropfen, Spritze, Depotmedikament). Was ist ein sinnvolles Nebenwirkungsmanagement?

Hierbei geht es um praxisrelevantes Wissen für Sie als Psychologischer Psychotherapeut. Strategien und Prinzipien der Behandlung werden an zahlreichen Fallbeispielen verdeutlicht.

 

27.02. Sexuelle Funktionsstörungen

Fachärztin Hildegard Stienen

Eine als befriedigend erlebte Sexualität macht einen wichtigen Teil der Lebensqualität aus. Gleichzeitig gehören sexuelle Probleme zu den häufigsten psychischen Problemen. Nach einer Beschreibung von sexuellen Störungen und ihren Ursachen werden diagnostische Verfahren, Behandlungskonzepte und -methoden für die Arbeit mit Frauen, Männern und Paaren praxisnah beschrieben. Der Schwerpunkt wird auf der Therapie sexueller Funktionsstörungen mit einem integrativen Behandlungsansatz liegen. Behandlungstechniken entsprechend der Ausbildung der Referentin in Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierter und systemischer Therapie werden vorgestellt. Das Seminar soll Mut machen, der Therapie sexueller Störungen einen größeren Platz in der psychotherapeutischen Versorgung einzuräumen.

 

27.02. Prüfungsvorbereitung im Bereich Statistik und Evaluation

Dipl. Psych. Claudia Pudel

Dieses Seminar soll Ihnen helfen sich auf die Prüfungsfragen im Bereich Statistik und Evaluation vorzubereiten. Dies geschieht an Hand der Erfahrungen und Rückmeldungen bisheriger Prüfungsabsolventen zu bisher abgefragten Themenbereichen. Der bisherigen Erfahrung nach kann häufig ein eher sehr unterschiedlicher Stand des Vorwissens bei den Seminarteilnehmern existieren. Viele Aspekte sind sicher Inhalt in Ihrem absolvierten Studium gewesen und nicht neu für Sie. Dabei ist eine kleine Aktualisierung dieser Wissensaspekte sinnvoll zur Prüfungsvorbereitung. Die Vielzahl der unterschiedlichen Bereiche macht es leider schwer alle Inhalte sich aufeinander aufbauend anhand eines roten Fadens erschließend  darzustellen. Doch grob gesprochen gliedert sich das Seminar in 3 Teile:

  • Teil Grundlagenaspekte
  • Teil Forschungsprozess, Epidemiologische Methoden / Studientypen
  • Teil einzelne Aspekte der Datenauswertung

 

06.03. Pathologisches Grübeln

Dr. phil. Elmira Marks

Das Grübeln als Störungsübergreifender Symptom begegnet den Psychotherapeuten sehr oft im Behandlungskontext, vor allem im Bereich der affektiven Störungen. Das pathologische, anhaltende Grübeln als Ruminanition in Form eines Denkmusters spielt eine besondere Rolle in der Entstehung, Intensivierung und Beibehaltung psychischer Krankheiten. Im Seminar werden sowohl die theoretischen Entstehungsmodelle als auch die praktischen Beispiele zur Behandlung von Grübelnprozessen dargestellt.

 

12./13.03. Die Handhabung und Steuerung der Regression in AP und TP

Dipl.-Psych. et.Theol. Werner Einig 

Nach einem kurzen Rückblick auf die Regressionskonzepte der Trieb- und Ichpsychologie sollen vor allem klinische Fragestellungen im intersubjektiven Horizont erörtert werden: Wie sieht es mit der Regressionsanfälligkeit des Pat. aus?  Wie kann ich Regression im Rahmen von Entwicklungsförderung anbieten? Wie unterscheidet sich Regression zur Konfliktbearbeitung von Regression zur Abwehr von Konfliktbearbeitung?  Wie steuern wir Regression auf das implizite (prozedurale) Unbewußte?

Zum Erkennen und Steuern regressiver Prozesse gehören folgende Fähigkeiten, die ebenfalls im Seminar mit eingeübt und reflektiert werden sollen.

  • eine genaue klinische Kenntnis der Repräsentanzen des Pat. (und des eigenen Selbst)
  • ein klares Verständnis der Idealisierungsphänomene
  • eine Kenntnis der Selbstobjektentwicklungen und
  • eine Empathie und ein Wissen um Manifestationen von Trauer und deren Abwehr.

 

12.03. Neuropsychologie in der ambulanten Praxis

Dipl.-Psych. Gabriele Kroll

Seit die neuropsychologische Therapie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden ist, hat sich die Versorgung von Menschen mit erworbenen Schädigungen des Gehirns erheblich verbessert. Im Rahmen des Seminars sollen hierzu einige Informationen und Rahmenbedingungen für die ambulante Tätigkeit gegeben werden. 

Das Seminar ist wie folgt gegliedert:

  • neuronale Korrelate und Neuropsychologie psychischer Störungen – ein Ausschnitt
  • häufig vorkommende neurologische Erkrankungen
  • neuropsychologische Leistungsstörungen
  • neuropsychologische diagnostische Verfahren
  • neuropsychologische therapeutische Ansätze

Weitere therapeutische Aspekte wie z. B. die Arbeit mit Angehörigen, umfassende Begleitung des/der Betroffenen, Thema Fahrfähigkeit werden begleitend einfließen.

Je nach Kenntnisstand der TeilnehmerInnen können manche Inhalte verkürzt und manche vertieft werden.

 

13.03. Einführung in die Theorie und Praxis der Behandlung von psychotischen und psychosenahen Erkrankungen

Dr. phil. Dipl.-Psych. Ursula Berges

Sigmund Freud hat sich unter anderem in seinen Gedanken zum „Fall Schreber“ intensiv mit psychotischen Zuständen auseinandergesetzt, er hielt aber die psychoanalytische Technik nicht für geeignet, diese zu behandeln, weil seiner Auffassung nach insbesondere die Übertragungsfähigkeit bei Psychotikern fehle. Die Weiterentwicklung der psychoanalytischen Theorie insbesondere in Großbritannien führte zu einem neuen Verständnis der Psychodynamik psychotischer Erkrankungen, insbesondere die Gruppe um Melanie Klein war hier wegweisend. In Deutschland haben sich Arbeitsgruppen unter anderem am Frankfurter und Münchner Psychoanalytischen Institut sowie in Göttingen-Tiefenbrunn schon seit vielen Jahren mit der Psychodynamik psychotischer Zustände und deren Behandlung intensiv auseinandergesetzt und eigenständige Konzepte entwickelt, die in diesem Seminar schwerpunktmäßig behandelt werden sollen. Exemplarisch soll das Psychosen-Modell von Stavros Mentzos zum Verständnis der psychotischen Psychodynamik vorgestellt werden.

In dem Seminar werden die Grundkenntnisse psychoanalytischer Entwicklungstheorie und Behandlungstechnik als bekannt vorausgesetzt.

Es besteht die Möglichkeit, einen eigenen Behandlungsfall vorzustellen (nach vorheriger Anmeldung).

Literatur zum Thema:

Stavros Mentzos (Hg.): Psychose und Konflikt, Göttingen 2000

Frank Schwarz und Christian Maier (Hg): Psychotherapie der Psychosen Stuttgart 2001

 

19.03. Trieb- und Konfliktpsychologie

Dr. med. Georg Driesch

Nach Sigmund Freud könnte man sagen: „Im Anfang war der Trieb…“ Gilt das heute noch? Welche Rolle spielen Triebe, Triebbewältigung, Triebabwehr und innere Konflikte heute in der Ätiologie und Therapie psychischer Störungen? In diesem Seminar lernen Sie die klassische Trieb- und Konfliktpsychologie theoretisch kennen und hoffentlich ihre praktisch Relevanz für die TP-Psychotherapie schätzen.

 

20.03. Die Arbeit mit der Biografie

Dipl.-Psych. Christiane Sanders

Als tiefenpsychologisch arbeitende  Therapeuten  ist das Verstehen des Patienten aus seiner Biographie heraus elementar. Wir sind darauf angewiesen, uns ein möglichst objektives Bild davon zu machen, wie der Pat. aufgewachsen ist, aber auch davon, wie sich diese Erfahrungen im Pat. innerpsychisch abgebildet haben.  Die ganze Lebensgeschichte lässt sich als Lerngeschichte auffassen, in der einmal Gelerntens auf neue Situationen übertragen wird. Frühe Lernmuster, die unter bestimmten biographischen Bedingungen eingeübt wurden – nicht selten als „Notmuster“ – wirken im Erwachsenenleben der Patienten jedoch zuweilen dysfunktional und weitere Entwicklung verhindernd. 

Im Seminar werde ich mithilfe von Demonstrationen zeigen, wie Sie auf  Abwehr reduzierende und ressourcenorientierte Weise mit biographischen Szenarien der Patienten in Kontakt kommen und Veränderungen der alten Muster gemeinsam mit dem Patienten bewirken  können.

Als Einstiegshilfe werde ich eine kleine Symbolsammlung zur Verfügung stellen. Das Bildmaterial ermöglicht ein schnelles in Kontakt kommen mit emotional getönten Erinnerungen und wirkt gleichzeitig in der Symbolisierung schützend.

Das Seminar ist selbsterfahrungsorientiert und ich benötige einige Protagonisten, die entweder an eigenem Material arbeiten wollen, oder auch einen Patienten vorstellen.

Literatur: Lutz Rosenberg – Wege zu den Quellen der Lebendigkeit -  Therapie als kreativer Prozess. Lehrbuch der

Tiefenpsychologischen Psychotherapie.

Maria-Elisabeth Wollschläger und Gerhard Wollschläger, Der Schwan und die Spinne, Verlag Hans Huber.

 

27.03. Methoden zur Verdeutlichung unbewusster Konflikte

Dipl.-Psych. Christiane Sanders

In diesem Seminar stelle ich Techniken und Methoden vor, die gut in die psychodynamische Therapiearbeit integriert werden können und den Fortgang des Therapieprozess unterstützen. Die Pole des unbewussten Konfliktes können damit verdeutlicht und bewusst gemacht werden. Die Klienten werden aktiv in diesen Kreativität weckenden Prozess eingebunden. Alle Übungen entspringen tiefenpsychologisch orientierten Spezialtherapien, wie Kunst- und Gestaltungstherapie, Körper- und Gestalttherapie. Ich stelle u. a. Techniken vor, die Distanzierungsmöglichkeiten zum inneren Konflikt ermöglichen und damit Überblick verschaffen. Sie können ebenfalls dazu dienen, Identifikationen mit eigenen Gefühlen zu ermöglichen, die oft der Abwehr unterliegen. Auch der Umgang mit Personen, mit denen die Klienten übertragungsbedingt in Konflikten stehen, kann Wandlung erfahren und bringt damit Bewegung in alte dysfunktionale Reaktionsmuster. Vorgestellt wird auch das „korrespondierende Malen“ von Therapeut und  Pat..

Das Seminar beinhaltet Selbsterfahrungsanteile, es können jedoch auch Fälle vorgestellt werden. Ich werde exemplarisch das jeweilige Vorgehen zeigen, anschließend kann in kleinen Gruppen geübt werden. Die Erfahrungen werden anschließend reflektiert.

Literatur: Lutz Rosenberg – Wege zu den Quellen der Lebendigkeit, Therapie als kreativer Prozess.

 

27.03. Die Verkörperung der Grundkonflikte „Nähe“ und „Bindung“

Dipl.-Psych. Corinna Bartling

- Praxisseminar-

Welche körperlichen Empfindungen und Impulse, welche inneren Bilder, Gefühle oder Nicht-Gefühle und welche Bedeutungen für die Beziehung zu mir und zu anderen finden sich in den psychodynamischen Grundkonflikten?

Mit Beginn unseres Lebens gehen wir seelisch-körperlich in Kontakt. Beziehung findet im und mit dem Körper statt und ihre Erfahrungen sowie deren Bewältigung/Kompensation finden sich in körperlichen Strukturen und seelisch-körperlichem Erleben oder Nicht-Erleben wieder.

Um uns selbst und unsere Patient*innen im Fühlen und Handeln besser verstehen und Verständnis haben zu können, möchte ich mit Ihnen in körperbezogen-bioenergetischer Selbsterfahrung die möglichen Empfindungen, Impulse, Bilder, Gefühle und Bedeutungen der jeweiligen Grundkonflikte spürbar machen und Anregungen zu Lösungen der Spannung in Körper und Seele anbieten.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit dem „Grundkonflikt der Nähe“ und dem „(depressiven) Grundkonflikt der Bindung“, deren Entsprechung sich in der Lehre der Bioenergetischen Analyse nach A. Lowen und ihrer modernen Weiterentwicklung in der schizoiden und der oralen Charakterstruktur wiederfindet.

Eine Fortsetzung des Seminars findet am 28.03.2021 zu den Grundkonflikten „Autonomie“ und „Selbstwert“ statt.

Für die Übungen bitte bequeme Kleidung tragen/mitbringen.

Literaturanregungen:

  • „Körperausdruck und Persönlichkeit“, Alexander Lowen MD, 1981 Goldmann-Verlag;
  • „Das Labyrinth der 5 Charakterstrukturen“, Reinhold Dietrich, 1999 Verlag Dietrich;
  • „Bend into shape“ Vincentia Schröter und Barbara Thomson, 2018 Psychosozial-Verlag
  • „Sprache ohne Worte“ Peter A. Levine, 2010 Kösel-Verlag, S. 178ff ;
  • „Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik“ Gerd Rudolf, 2000 Thieme-Verlag;

 

28.03. Die Verkörperung der Grundkonflikte „Autonomie“ und „Selbstwert“

Dipl.-Psych. Corinna Bartling

Welche körperlichen Empfindungen und Impulse, welche inneren Bilder, Gefühle oder Nicht-Gefühle und welche Bedeutungen für die Beziehung zu mir und zu anderen finden sich in den psychodynamischen Grundkonflikten?

Mit Beginn unseres Lebens gehen wir seelisch-körperlich in Kontakt. Beziehung findet im und mit dem Körper statt und ihre Erfahrungen sowie deren Bewältigung/Kompensation finden sich in körperlichen Strukturen und seelisch-körperlichem Erleben oder Nicht-Erleben wieder.

Um uns selbst und unsere Patient*innen im Fühlen und Handeln besser verstehen und Verständnis haben zu können, möchte ich mit Ihnen in körperbezogen-bioenergetischer Selbsterfahrung die möglichen Empfindungen, Impulse, Bilder, Gefühle und Bedeutungen der jeweiligen Grundkonflikte spürbar machen und Anregungen zu Lösungen der Spannung in Körper und Seele anbieten.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit dem „Grundkonflikt der Autonomie“ und dem „Selbstwertkonflikt“, deren Entsprechung sich in der Lehre der Bioenergetischen Analyse nach A. Lowen und ihrer modernen Weiterentwicklung in der masochistischen, narzisstisch-psychopathischen und rigiden Charakterstruktur wiederfindet.

Für die Übungen bitte bequeme Kleidung tragen/mitbringen.

Literaturanregungen:

  • „Körperausdruck und Persönlichkeit“, Alexander Lowen MD, 1981 Goldmann-Verlag;
  • „Das Labyrinth der 5 Charakterstrukturen“, Reinhold Dietrich, 1999 Verlag Dietrich;
  • „Bend into shape“ Vincentia Schröter und Barbara Thomson, 2018 Psychosozial-Verlag
  • „Sprache ohne Worte“ Peter A. Levine, 2010 Kösel-Verlag, S. 178ff ;
  • „Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik“ Gerd Rudolf, 2000 Thieme-Verlag;
  • „Handbuch Psychotherapie-Antrag“ Ingo Jungclaussen, 2013 Schattauer-Verlag.

 

09./10.04. Analytische Entwicklungspsychologie

Dr. phil. Dipl.-Psych. Ursula Berges

Diplom-Psychologin/Psychologische Psychotherapeutin

Psychoanalyse (DGPT)

 

Psychoanalytische Theorien über die psychische Entwicklung des Menschen sind die Grundlage psychodynamischer Behandlungstheorie und -praxis. Im Rahmen des Seminars werden ausgewählte analytische Konzepte zur Entwicklung vorgestellt. Nach einem Überblick über die klassischen Entwicklungsmodelle (Triebmodell, Ich-Psychologie und Objektbeziehungstheorie) soll die Entwicklung des Selbst und die Integration von klassischer Theorie, Affektforschung, Bindungstheorie und Säuglingsforschung in diesem Modell ausführlicher erarbeitet werden. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen, wie die theoretischen Konzepte sich in der psychotherapeutischen Praxis niederschlagen und unsere psychoanalytische Haltung und Interventionen mitbedingen. Die Bereitschaft, eigene Fallbeispiele zur Verfügung zu stellen, wäre wünschenswert.

Lit.: P. Fonagy, György Gergely, Elliot I. Jurist und Mary Target: Affektregulierung, Mentalisierung und die Entwicklung des Selbst

10.04. Einführung in die ICD-10

Dr. phil. Elmira Marks

Im Seminar werden Aufbauprinzipien des internationalen statistischen Klassifikationssystems der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme (ICD:  International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) erläutert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99). Mit Hilfe von Falldarstellungen werden praktische Übungen zur Diagnoseverschlüsselung dargeboten.

10.04. Kreative Techniken in der Einzeltherapie (Psychodrama)

Dr. Barbara Rogmans

Reden reicht nicht. In diesem Seminar möchten wir Ihnen exemplarisch kreative Techniken aus dem Psychodrama und der systemischen Therapie demonstrieren, die sich gut in ein tiefenpsychologisches Setting integrieren lassen. Lassen Sie sich überraschen, wie lebendig Psychotherapie sein kann und wie viel Potential im Spiel und Aufstellung von Konflikte, Gefühlen und Situationen liegt, sodass gute Lösungen sichtbar und erlebbar werden. Sie können eigene Fälle oder auch eigene Anliegen einbringen, um die Techniken demonstriert zu bekommen oder auszuprobieren.

 

17.04. Verkörperter Widerstand - Widerstandsanalyse aus körperpsychotherapeutischer Sicht

Dipl.-Psych. Corinna Bartling

- Ein Praxisseminar -

Die Widerstandsanalyse gehört neben der Übertragungs-/Gegenübertragungsanalyse zu den Grundpfeilern analytischer und tiefenpsychologischer Therapiearbeit.

Widerstand betrifft immer das interaktionelle Beziehungsgeschehen zwischen Patient/in und Therapeut/in und behindert das Erreichen der Therapieziele. Im Widerstand findet sich das frühe „Beziehungsgeschenk“ an die Bezugsperson(en) wieder: „Ich schränke meine Vitalität ein, damit es dir weiterhin gut geht und du dich um mich kümmern kannst.“ und wird im therapeutischen Prozess erneut wirksam, wenn im Verlauf der Therapie strukturbedingte frühe Ängste berührt werden. Der Widerstand richtet sich gegen das Bewusstwerden und Fühlen charakterspezifischer Ängste.

Mit der Einladung zu verschiedenen praktischen Übungen biete ich in diesem Seminar die Gelegenheit, mögliche körperliche Widerstandsphänomene im eigenen Leib zu erfahren und darüber ein Verständnis für den*die Patient*in und für sich selbst für eben diese entwickeln zu können. Die aktivierenden, wahrnehmungsfördernden und vertiefenden Übungen erlauben über Erdung, Bewegung und Atmung das Erleben der eigenen Lebendigkeit und deren Einschränkung.

Grundlage für die praktischen Übungen und die damit verbundene Selbsterfahrung zum Thema bildet die bioenergetische Analyse der Charakterstrukturen nach W. Reich und A. Lowen.

Zur Diskussion therapeutischer Implikationen sind Fallbeispiele aus Ihrer therapeutischen Arbeit erwünscht.

Für die Übungen bitte bequeme Kleidung tragen/mitbringen.

 

24.04. Abschluss von Behandlungen

Prof. Dr. Manfred Heck

Freud benannte als vorrangiges Ziel psychoanalytischer Therapie die Wiederherstellung der Arbeits- und Genussfähigkeit. Im Seminar wird die Frage behandelt, inwieweit dieses Ziel gerade im Rahmen tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie in Kooperation mit den Patienten und Patientinnen jeweils weiterer Konkretisierung und Spezifizierung bedarf. Zudem sind nicht nur auf der Patientenseite, sondern auch auf der Behandlerseite mit einer Psychotherapie zuweilen Erwartungen und Hoffnungen verbunden, die durch den psychotherapeutischen Prozess aus Sicht der Beteiligten nur unzureichend oder gar nicht eingelöst werden. Dies kann zuweilen zu erheblichen Komplikationen in der Psychotherapeut-Patient-Beziehung führen. Im Seminar sollen, möglichst ausgehend von Erfahrungen und/oder eingebrachten Fällen der Teilnehmer, Orientierungen vermittelt werden, welche einer professionellen Ausgestaltung psychotherapeutischer Prozesssteuerung und insbesondere der Beendigung psychotherapeutischer Behandlungen dienlich sein können.

Ein Fallbeispiel der Abschlussphase einer klassischen Psychoanalyse wird vom Dozenten als illustratives Beispiel erläutert werden.

 

30.04. Behandlung (psycho-) somatischer Krankheiten: Psychoonkologie

Dr. Barbara Rogmans

Die Diagnose Krebs fordert Patienten, Angehörige und Therapeuten immer wieder heraus. Es werden existentielle Themen berührt und wir werden als Therapeuten auf besondere Weise berührt.

In diesem Seminar geht es um die Vermittlung von praxisrelevantem Wissen und einen ersten Überblick über die Psychoonkologie. Wir setzen uns auseinander mit den Fragen: Wie ist meine Haltung zur Behandlung von Krebspatienten? Was ist das Besondere an der Arbeit mit Krebspatienten und deren Angehörigen? Was kennzeichnet die psychoonkologische Grundhaltung? Was sind die Besonderheiten der therapeutischen Beziehung und des Settings? Was sind sinnvolle Interventionen in der Psychoonkologie? Worauf müssen wir achten im Umgang und Psychotherapie mit Krebspatienten?

 

30.04. Die tote Mutter: Psychodynamik der Beziehung zu depressiven Eltern

Dr. phil. Elmira Marks

Im Seminar werden die mangelhafte Versorgung vitaler Bedürfnisse durch primäre Objekte (Mutter und Vater) und deren Lösungsversuche seitens des Kindes behandelt. Von besonderer Bedeutung sind hier die grundlegenden Abwehrmechanismen und die spätere Psychodynamik der Folgestörungen.

 

01.05. Strukturelle Störungen

Dr. med. Georg Driesch

Strukturelle Störungen nehmen in der tiefenpsychologischen Psychotherapie einen immer größeren Raum ein. Zur Therapieplanung bedarf es einer sicheren Strukturdiagnostik.

Nur eine solide Diagnostik ermöglicht eine fokussierte strukturbezogene Psychotherapie.

Im Seminar beschäftigen wir uns mit der Definition, Genese, Diagnostik und Therapie struktureller Störungen.

 

07.05. Traumafolgestörungen

Dr. med. Georg Driesch

Trauma, traumatisch, traumatisierend – Was heute in aller Munde ist, hat eine 100-jährige Geschichte. Vor der Behauptung Siegmund Freuds „zugrunde jedes Falles von Hysterie befinden sich […] eine oder mehrere Fälle von vorzeitiger sexueller Erfahrung, die der frühesten Jungend angehören“ liegen die Dokumente der Gerichtsmedizin des 19. Jahrhunderts mit der erschreckenden Anzahl dokumentierter Fälle an sexueller Gewalt gegenüber Kindern. Dann folgte die Diskussion um die klinische Beurteilung und Entschädigung der Kriegszitterer aus dem 1. Weltkrieg und der Opfer der Industrialisierung („Railway brain“). Nach dem Vietnam-Krieg und der Frauenbewegung der 1960er Jahre wurde 1980 die Diagnose PTSB erstmalig in ein psychiatrisches Klassifikationssystem aufgenommen (DSM-III, 1980). Das Seminar vermittelt Anfängern und Fortgeschrittenen einen Überblick über die aktuelle Traumaforschung, über Krankheitsbilder und deren Therapiemöglichkeiten.

 

09.05. Die Förderung von Ich-Funktionen – nicht nur ein Thema bei der Antragstellung!

Dipl.-Psych. Christiane Sanders

Im Seminar geht es um die Optimierung spezieller, erweiterter Ich-Funktionen, die wesentlich zur seelischen Gesundung beitragen. Wenn es gelingt diese zu fördern, unterstützt dies in vielfältiger Weise auch den therapeutischen Prozess. Die Ich-Funktionen unterliegen nicht selten selbst der Abwehr und bedürfen dann der Freilegung und neuerlichen Übung. Je stärker das Ich, desto stabiler ist die Persönlichkeit. Denn das Ich integriert vielfältige innere und äußere Informationen und Affekte und kann in diesem Sinne als „Dirigent“ angesehen werden, der stets neu aktualisierend die Persönlichkeitsmelodie inszeniert. Je aktiver, flexibler und arbeitsfähiger das Ich funktioniert, desto besser kann die Psychotherapie fruchten, denn das erwachsene Ich ist unser Partner innerhalb der Psychotherapie. Ich möchte im Seminar komplexere Ich-Funktionen wie z.B. „der innere Begleiter oder wohlwollende  Beobachter“ vorstellen und praktische Interventionstechniken näher bringen.

Das Seminar wird einen Selbsterfahrungsteil enthalten, in dem mithilfe von Symbolen und Gegenständen (Symbolarbeit) die vielfältigen Interventionsmöglichkeiten lebendig werden. Ein sich anschließender Theorieteil spannt den Bogen zu den zugrundeliegenden Konzepten und wird durch Beispiele aus der therapeutischen Praxis angereichert.

Literatur: Lutz Rosenberg – Wege zu den Quellen der Lebendigkeit, Therapie als kreativer Prozess, Kap. 28.

Maria-Elisabeth Wollschläger und Gerhard Wollschläger, Der Schwan und die Spinne, Verlag Hans Huber.

 

13.05. Diagnostik & Therapie Dissoziativer Bewusstseins-Störungen

Dr. med. Georg Driesch

Dissoziation, Bewusstseinsspaltung, Hysterie, Trance, Hypnoid, Traum und andere Begriffe mehr beschäftigten die Menschen schon immer. In der Psychiatriegeschichte begann die wissenschaftliche Untersuchung der dissoziativen Bewusstseinsstörungen in Frankreich im 19. Jahrhundert (Pierre Janet 1859-1947). Seit der Einführung des DSM-III (1980) werden dissoziative Phänomene aus unterschiedlichen Blickwinkeln neu untersucht und als Abwehrmechanismus, als Konversionsstörung, als Traumafolgestörung etc. verstanden.

Im Seminar werden die dissoziativen Störungen klinisch beschrieben, ätiologische Konzepte vorgestellt und die psychodynamische Psychotherapie zusammenfassend dargestellt. Das Seminar richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene.

 

14./15.05. Einführung in die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik

Dr. med. Marco Wrenger

Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD-2) stellt ein valides, reliables und mittlerweile breitflächig angewandtes Instrument zur psychodynamischen Diagnostik dar und ergänzt die phänomenologischen Klassifikationssysteme psychischer Störungen (ICD-10 und DSM) um für die psychodynamische Betrachtungsweise unverzichtbare Aspekte. Auf insgesamt vier Achsen beschreibt die OPD-2 Krankheits- und Behandlungsvoraussetzungen, dysfunktionale Beziehungsmuster, neurotische Konflikte und die Integrität der psychischen Struktur anhand operationalisierter Kriterien, geleitet durch ein Manual. Grundlage für die Diagnostik ist ein spezifisches Interview mit dem Patienten/ der Patientin.  Die Erkenntnisse der OPD-2 lassen sich für die Diagnostik, die Behandlungsplanung und die Verlaufsevaluation einsetzen. Zudem bietet die OPD-2 viele Möglichkeiten hinsichtlich der Antragsstellung im Rahmen der Richtlinientherapie oder im Rahmen von Begutachtungen.

Das Seminar bietet am Freitag eine grundlegende Einführung in die Achsen der OPD-2 und die Anwendung des Manuals. Am Samstag erfolgt eine Vertiefung und Anwendungsübung anhand eines Patienteninterviews auf Video.

Neueinsteiger müssen am Freitag teilnehmen, um am Samstag dem Anwendungsbeispiel folgen zu können. TeilnehmerInnen, die bereits im letzten Jahr eine Einführung in die OPD-2 erhalten haben, können auch ausschließlich den Samstagstermin wahrnehmen.

Der Dozent ist Mitglied des Arbeitskreises OPD und Trainer und Supervisor für die OPD-2. Arbeitsgrundlage ist das OPD-2 Manual (Huber-Verlag). TeilnehmerInnen, die das Manual nicht besitzen, können dennoch teilnehmen, Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

 

22.05. Persönlichkeitsstörungen verstehen – zum Umgang mit schwierigen Patienten

Dipl.-Psych. Christiane Sanders

In diesem Seminar möchte ich Inhalte aus dem Buch von Rainer Sachse: „Persönlichkeitsstörungen verstehen“ vorstellen. Als tiefenpsychologisch arbeitende Therapeutin habe ich durch die Lektüre dieses Buches einen entlastenden Zugang zur Arbeit mit Patienten mit Persönlichkeitsstörungen gefunden, so dass ich diese Erfahrungen gerne weitergeben möchte. Alle in der psychotherapeutischen Praxis, oder in der Klinik tätigen  Psychotherapeuten wissen, wie schwierig sich der Umgang mit diesen Patienten zuweilen gestalten kann und wie schwer es werden kann, Verständnis und Zugang zu diesen Patienten zu finden.

Rainer Sachse versteht Persönlichkeitsstörungen als eine Beziehungsstörung, die sich natürlich auch in der Therapiebeziehung aktualisiert und herausfordernd ist.  Der Autor versucht  Verständnis für diese Störungen zu vermitteln und stellt Handlungsvorschläge zur Verfügung, um Beziehungsfallen zu vermeiden. Ich werde die Grundannahmen des Buches vorstellen und gemeinsam werden wir die Besonderheiten der einzelnen Persönlichkeitsstörungen zu erarbeiten versuchen.

Es handelt sich um ein Theorieseminar, das für alle offen ist. Wir werden auch in Kleingruppen arbeiten, Fallbesprechungen sind exemplarisch auch denkbar.

Literatur:  Rainer Sachse, Persönlichkeitsstörungen verstehen – zum Umgang mit schwierigen Patienten. Psychiatrie Verlag

 

22./23.05. Schreibwerkstatt

Dr. phil. Elmira Marks

Das Seminar dient der Erweiterung der analytischen Kompetenz im Zusammenfassen der Psychodynamik eines Störungsbildes sowie dem Ausarbeiten eines Behandlungsplanes. Auch die Besonderheiten eines Entlassberichtes an den Gutachter werden hier behandelt. Den Seminarteilnehmern wird empfohlen Patientenfälle aus eigener Behandlungspraxis mitzubringen, um einen Bericht anhand des Störungsbildes zu erstellen. Dies ist empfehlenswert, jedoch nicht zwingend erforderlich. 

 

29.05. Einführung in Testverfahren

Dr. phil. Elmira Marks

Im Seminar werden die für die klinische bzw. therapeutische Tätigkeit relevanten diagnostischen Instrumente besprochen. Das Ziel ist, eine Übersicht über die für die einzelnen psychischen Störungen (nach ICD-10) maßgeblichen Testverfahren zu bekommen. Der Umgang mit den einzelnen Testverfahren wird mit Hilfe praktischer Beispiele verdeutlicht.

 

05.06. Familienkonstellationen und deren Verstrickungen: systemischer Behandlungsansatz

Dr. phil. Elmira Marks

Im Seminar wird auf das familiäre soziale System der Ursprungsfamilie und deren Systemebenen eingegangen. Die Konstellationen in der Ursprungsfamilie beeinflussen sowohl den Bindungsstil als auch die kommunikativen Muster in späteren Beziehungen und können unter Umständen zu Entstehung von Lebensproblemen führen. Im Seminar wir ein Überblick über mögliche Familienkonstellationen und die darauf resultierenden Störungen gegeben.

 

11./12.06. Die Bedeutung der Theorien von Sandor Ferenczi und Michael Balint für die TP und AP heute

Dipl.-Psych. et.Theol. Werner Einig & Dr. phil. Dipl.-Psych. Ursula Berges

Nach jeweils einer Einführung in die klinisch bedeutsamen Erkenntnisse von S. Ferenczi und M. Balint werden Psychodynamiken und Verläufe von TP und AP aus deren Sicht erläutert und vertieft. Dabei wird anhand von Kasuistiken der objektbeziehungspsychologische Gesichtspunkt besonders hervorgehoben und vertieft.

 

18.06. Transkulturelle Psychotherapie

Dr. med. Georg Driesch

Durch Globalisierung, Migration und Flucht erhöht sich die Zahl der Menschen, die dauerhaft aus politischen, wirtschaftlichen, ökologischen Gründen nicht in ihrem Geburtsland leben.

Dies führt zu kulturellen Überschneidungssituationen und einem subjektiven Diskrepanz-Erleben, welches mit Neu-Gier oder Neu-Angst beantwortet werden kann.

Im Seminar beschäftigen wir uns mit dem „Fremden“ im gegenüber und in uns und mit den Möglichkeiten, den „Fremden“ kommunikativ zu erreichen.

 

19.06. Theorie und Praxis der somatoformen Störungen

Dr. med. Georg Driesch

Viele körperliche Symptome, appellatives Klagen, häufige Arztbesuche, übermäßige Besorgnis über die körperlichen Beschwerden, Festhalten an körperlichen Symptomen, Enttäuschungen im therapeutischen Kontakt und hartnäckige Ursachenkonzepte gehören zu den Hauptkriterien der somatoformen Störungen. In Hausarztpraxen besteht eine Prävalenz dieser Störung von bis zu 30 %. Nur wenige von ihnen nehmen eine psychotherapeutische Behandlung wahr.

In diesem Seminar – für Anfänger und Fortgeschrittene – werden die diagnostischen Kriterien, die ätiologischen Konzepte und die psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten vermittelt.

 

25.06. Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen

Dipl.-Psych. Peter Binert & Ruth Schenke

In diesem Seminar sollen die Teilnehmer einen fundierten Einblick in die Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen erhalten. Von der Einrichtung der Räumlichkeiten über die Darstellung der Arbeitsmaterialien und der Begegnung im Erstkontakt sollen die Teilnehmer einen Eindruck erhalten wie es in einer kindertherapeutischen Praxis zugeht. Es werden spezifische Diagnostika vorgestellt und ein Augenmerk auf Patienten gerichtet, die „eigentlich gar nicht da sein wollen“, denn viele Patienten kommen nicht freiwillig;  ihnen wird „nahe“ gelegt sich therapeutische Hilfe zu suchen. Hier stellen sich dann besondere Herausforderungen an den Therapeuten. Es soll ein Überblick verschafft werden, mit welchen Institutionen und Hilfeinstanzen ein Kindertherapeut zu tun hat (Jugendamt, Lehrer, Erzieher, Familiengerichte, Beratungsstellen, etc).

 

26.06. Diagnostik & Therapie psychogener Ess-Störungen

Dr. med. Georg Driesch

Essen und Hungern sind physiologische Prozesse, Teil der frühen Mutter-Kind-Beziehung, körperliche triebhafte Erfahrungen, bieten die Möglichkeit zur Belohnung und Askese, prägen unser Körpererleben, haben eine kommunikative Funktion usw.

Im Seminar werden die drei psychogenen Ess-Störungen Anorexie, Bulimie und Binge-Eating-Störung vorgestellt, ätiologische Konzepte beschrieben und die spezifische Psychotherapie der Ess-Störungen erläutert. Das Seminar richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene.